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Potsdam Polizeisirenen heulen wie in New York
Lokales Potsdam Polizeisirenen heulen wie in New York
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12:41 30.08.2014
Zum filmreifen Heulton gehören auch die roten Blinklichter auf dem Dach der Streifenwagen. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Damit soll dem Vorausfahrenden angezeigt werden, dass er stoppen muss. Einige dieser umgerüsteten Wagen sind, wie die Polizei bestätigte, schon in Potsdam unterwegs. Für die Polizisten soll die Technik mehr Sicherheit bringen. "Wenn Polizisten jemanden kontrollieren wollen, muss derjenige nicht mehr überholt werden, sondern kann vom hinterherfahrenden Streifenwagen gestoppt werden", sagt Andreas Schuster, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei. Er habe bisher nur von positiven Erfahrungen gehört. "Allerdings ist noch nicht der Schallschutz für die Kollegen im Wagen geklärt, die häufig diesem Ton ausgesetzt sind", sagt Schuster.

Das Original aus New York:

Neben der Sirene wird künftig auch ein roter Blitz ("Flasher") die Verkehrssünder zum Anhalten auffordern. Das soll die US-Sirene deutlicher von dem klassischen Martinshorn mit Blaulicht unterscheiden, bei dessen Ertönen Autofahrer dem Polizeiwagen freie Bahn machen sollen.

Alle Notrufe zentral

  • Die Leitstelle der Polizei in Potsdam-Eiche wird ab Mitte nächsten Jahres alle Notrufe des Landes annehmen und von dort aus an die nächstgelegenen Streifenwagen vergeben.
  • Bis Mitte Oktober soll dafür ein Neubau fertiggestellt sein. Die technische Ausstattung soll Mitte März 2015 fertig sein. Daran schließt sich eine etwa dreimonatige Probephase an.
  • Bisher wurden die Einsätze der östlichen Hälfte Brandenburgs von Frankfurt/Oder aus koordiniert. 2015 wird das dortige Büro geschlossen.

In jedem neu angeschafften Funkwagen wird das System eingebaut. Nach und nach bekommen so alle Polizeiautos den New-York-Ton. "Die bisherigen Wagen nachzurüsten, wäre zu teuer", sagt Polizeipräsidiumssprecher Rudi Sonntag. Wie viel das neue System kostet, sagt er nicht.

Die Feuerwehr plant keine solche Umrüstung: Deren Löschfahrzeuge müssten schließlich keinen anhalten, hieß es dort.

Aus wissenschaftlicher Sicht ist der heulende Ton gut geeignet, um auf sich aufmerksam zu machen. "Der monotone Wechsel von zwei Tönen mit einem hohen Obertonspektrum dringt besser durch als das klassische Tatü-Tata. Die Lautstärke des Martinshorns zu erhöhen, würde da nicht viel bringen", sagt Martin Steyer, Professor im Studiengang Sound an der Filmuniversität Babelsberg. Dass sich Passanten bei dem neuen Ton wie im amerikanischen Thriller vorkommen, bestätigt auch der Filmgeräusch-Profi: "Diese Sirene, vielleicht noch mit einem Echo von den Straßenfluchten, ist das klassische Leitmotiv für New York."

Von Lisa Rogge

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