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Potsdam Diese Potsdamer Promis feiern das Lesen
Lokales Potsdam Diese Potsdamer Promis feiern das Lesen
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00:22 26.04.2019
Anlässlich des Welttags des Buches geben Prominente aus Potsdam Einblicke in ihre Lesegewohnheiten, zum Beispiel Regisseurin Bettina Jahnke, Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes und Dirigent Antonello Manacorda. Quelle: Bernd Gartenschläger / Anatol Kotte / Nikolaj Lund (MAZ Collage)
Potsdam

Ein Haus ohne Bücher, heißt es, ist wie ein Körper ohne Seele. Wir haben prominente Potsdamer nach den Büchern ihres Lebens gefragt, nach ihrer aktuellen Lektüre und dem ersten Satz ihrer ungeschriebenen Geschichten - eine Lesereise zum Unesco-Welttag des Buches.

Collien Ulmen-Fernandes – am liebsten im Hotel

Collien Ulmen-Fernandes – Moderatorin, Schauspielerin, Autorin und Model. Quelle: Anatol Kotte

Welches ist das erste Buch, an das Sie sich erinnern können? Als Kind habe ich alle Pippi-Langstrumpf-Bücher gelesen. Ich fand Pippi toll. Ich mochte, dass sie so stark und unabhängig ist, sich nichts sagen lässt. Wenn meine Mutter abends beim Zubettbringen sagte „Jetzt aber Licht aus und schlafen“, habe ich heimlich mit der Taschenlampe unter der Bettdecke weiter gelesen. Meine Tochter macht das inzwischen auch so und ich tu so, als würde ich es nicht merken.

Was lesen Sie aktuell? Ich lese aktuell „Die Geschlechterlüge“ von Cordelia Fine.

Wo lesen Sie am liebsten? Im Hotel, wenn ich für Produktionen in einer anderen Stadt bin. Zuhause hält mich meist Liegengebliebenes davon ab. Ungeöffnete Post, unausgeräumte Spülmaschinen. Irgendwas muss immer noch erledigt werden. Mit all den „To Do’s“ im Blickwinkel, schaffe ich es nicht, mich entspannt hinzusetzen und zu lesen. Umso mehr genieße ich es dann, wenn ich unterwegs bin.

Was genau mögen Sie am Lesen? Ich mag es in eine andere Welt einzutauchen. In meinem eigenen Tempo. Filme und Serien geben mir die Geschwindigkeit vor. Beim Lesen kann ich sie selbst bestimmen.

Lesen Sie Bücher klassisch auf Papier oder elektronisch? „Die Geschlechterlüge“ gab es leider nur noch elektronisch. Das stört mich sehr. Ich mag E-books nicht. Ich hasse sie sogar. In der Sonne lassen sie sich nicht gut lesen, man kann sie nicht mit Eselsohren versehen, sie fühlen sich nicht gut an, ich kann nicht mit meinem Füllfederhalter Sätze, die mir besonders gut gefallen, einkringeln und unterstreichen. Ja, das mache ich. Und all das geht mit einem E-Book nicht.

Worüber würden Sie gerne ein Buch schreiben? Das, worüber ich gerne schreiben wollte, habe ich bereits geschrieben – in „Lotti & Otto – Eine Geschichte über Jungssachen und Mädchenkram“ und in „Ich bin dann mal Mama“. Gerade bastele ich am zweiten Teil von „Lotti & Otto“. Darüber hinaus habe ich zurzeit kein weiteres Schreibbedürfnis.

Fabian Hinrichs – am liebsten im Zug

Fabian Hinrichs - Schauspieler, bekannt u.a. als Kommissar Felix Voss aus dem Franken-“Tatort“. Quelle: dpa

Welches ist das erste Buch, an das Sie sich erinnern können? „Wie Engelchen seine Mutter suchte“. Der Titel ist also alles andere als erratisch, der Kern des Buches springt einen unmittelbar an.

Was lesen Sie aktuell? „Diesseits der Hermeneutik“ von Hans Ulrich Gumbrecht. Statt den „Dinge dieser Welt“ also einen „tieferen Sinn“ zuzuschreiben, wie es der Tradition des Abendlandes seit 2000 Jahren entspricht, plädiert Gumbrecht hier dafür, sich auf das unmittelbare Erleben der Dinge einzulassen. Gumbrecht hat im akademischen Betrieb viele Neider, ich mag ihn sehr.

Was ist Ihr absolutes Lieblingsbuch? Das ist schwierig, das kann ich so nicht sagen. Drei Bücher sind mir aus unterschiedlichen, letztlich auch entwicklungspsychologischen Gründen nahe. „Wem die Stunde schlägt“ von Hemingway: existenzphilosophischer Granit stieß auf pubertierendes Weichholz; „Der Mann ohne Eigenschaften“ von Musil: unbarmherzige, in dieser Breite fast unmöglich zu erreichende Präzision fesselte den ziellosen schweifenden verwirrten aber vital zu was-auch-immer entschlossenen jungen Erwachsenen. Und die „Kulturgeschichte der Neuzeit“ von Egon Friedell: dies ist ein so ungemein freies, in den Himmel ragendes Buch, ich habe größte Ehrfurcht vor Friedell, der sich der SA 1938 durch einen Sprung aus dem 3. Stock entzog, mit den Worten an die untenstehenden Passanten: „Treten Sie bitte beiseite, ich springe“.

Wo lesen Sie am liebsten? Im Zug.

Haben Sie ein Lieblingsgenre? Nein

Was genau mögen Sie am Lesen? Literatur hat mir vollkommen andere, mir vorher fremde Denkformen und Fühlformen aufgezeigt, als die mich jeweils umgebende Realität mir jemals hätte zeigen können. Ich wäre also ein Anderer gewesen, denn Identität bildet sich durch Begegnungen.

Lesen Sie Bücher klassisch auf Papier oder elektronisch? Auf Papier. Das Innehalten, umblättern, irgendwo aufschlagen die Notizen, Knicke, Spuren- all das gehört für mich untrennbar zum Prozess einer Lesereise. Neurologen haben doch längst gezeigt, dass tiefes Erleben erst durch diese ganzen Vorgänge möglich ist.

Worüber würden Sie gerne ein Buch schreiben? Was wäre der erste Satz? „Wenn man die Meinung der meisten Wissenschaftler, die sich mit der menschlichen Wahrnehmung beschäftigen, teilt, dass nicht die Sinnesorgane, sondern der Geist bestimmt, wie die Wirklichkeit für uns nicht nur aussieht, sondern sich auch anfühlt, dann war es vielleicht gar nicht so schlimm, dass erstens seine Eltern ihn nie gewollt, nie gefühlt und deswegen auch nie beachtet hatten (paradoxerweise bei gleichzeitigem Dauerterror) und dass zweitens Marlene ihn in den 5 Jahren ihrer Beziehung (die er ganz im Sinne der schon erwähnten wissenschaftlichen Lehrmeinung durchaus tragischerweise für Liebe hielt) ungefähr alle zwei Stunden mit einem anderen Mann betrogen hatte.“ Das Buch wäre also über den darwinistischen Alptraum „Lebenslauf“.

Wo kaufen Sie Ihre Bücher am liebsten? Hier und da...

Florentine Joop – am liebsten beim Warten

Florentine Joop – Kinderbuchillustratorin, Malerin, Autorin. Quelle: E-Mail-MVD

Welches ist das erste Buch, an das Sie sich erinnern können? Das erste Buch, an welches ich mich genau erinnern kann, war „Die kleine Raupe Nimmersatt“ von Eric Carl. Aber ziemlich zeitgleich auch an „Wo die wilden Kerle wohnen“ von Maurice Sendak. Das war das Buch, mit dem ich mir lesen beigebracht habe. Das klingt jetzt strebermäßiger, als es war, denn ich war es leid, immer auf das Vorlesen zu warten, ich wollte selbst bestimmen.

Was lesen Sie aktuell? Die Geschichte der Margarete von Valois, geschrieben von ihr selbst. Klingt jetzt auch mehr nach Bildungsbürgertum, ist aber reines Interesse an der blutigen Bartholomäusnacht, von einer Augenzeugin niedergeschrieben.

Was ist Ihr absolutes Lieblingsbuch? Meine absoluten Top-Five-Bücher of all Time: 1. „High Fidelity „ von Nick Hornby.

Wo lesen Sie am liebsten? Beim Warten, egal wo.

Haben Sie ein Lieblingsgenre? Nein. Nur Krimis mag ich nicht, ich gehe schon gern mit einem Steven King oder Clive Barker in die Badewanne, aber Märchen oder Fantasy ist auch ganz weit vorn dabei.

Was genau mögen Sie am Lesen? Dass man nie ein gutes Buch ganz gelesen hat. Ich lese Bücher, die ich liebe mindestens einmal im Jahr noch mal. Dabei fallen einem nach Jahren immer noch Stellen auf, die man überlesen hat. Und Bücher wachsen mit. So verstehe ich manche Bücher heute ganz anders, als noch mit Mitte 20. Für gute Filme gilt das allerdings auch… und für gute Musik… und für Kunst sowieso ...

Lesen Sie Bücher klassisch auf Papier oder elektronisch? Also ich versuche mich ja immer wieder daran, Texte elektronisch zu lesen, aber irgendwie bleiben mir diese Texte nicht so in Erinnerung. Da bin ich wohl ein wenig zu old school. Und es fehlt der Geruch des Buches.

Worüber würden Sie gerne ein Buch schreiben? Was wäre der erste Satz? Über Vampire, die Grufti-Szene in den 80ern und 90ern oder über erwachsene Liebe. Ein Buch über die vielen ersten Sätze, die ich schrieb und dann das Buch nicht mehr angefasst habe. Ein Buch über das positive kreative Scheitern. Erster Satz: „Ich hoffe, dass dies nicht der erste Satz bleibt.“

Wo kaufen Sie Ihre Bücher am liebsten? Klassisch old school im Bahnhofskiosk

Wie kommen Sie zu Ihrer Bücher-Auswahl? Ich schaue mir, wie bei Wein, die hübschen Etiketten an, also die Cover und dann nehme ich mir einen Arm voll hübscher Bücher mit, stelle sie in Regal und lese zum 100. Mal „ Die Nebel von Avalon“.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Buches? Mehr gute Autoren, die wieder Zeit bekommen sich zu entwickeln, Fehler zu machen, exzentrische Bücher, leise Bücher, laute Schreiber, krasse Themen, junge Frauen mit unentschlossener Lebenshaltung, freundliche Männer, die über Liebe schreiben, Frauen die über Morde schreiben. Vampirbücher ohne Happy End! Märchenbücher ohne niedliche Illustrationen.

Steffen Schroeder - am liebsten im Bett

Der Schauspieler und Autor Steffen Schroeder posiert am 10.03.2017 im Cafe Heider in Potsdam für die Kamera. Quelle: Friedrich Bungert

Welches ist das erste Buch, an das Sie sich erinnern können? Das waren „Die Abenteuer der Familie Mellops“ von Tomi Ungerer. Sehr schön bebilderte Abenteuergeschichten einer Schweine-Familie. Die ersten selbst gelesenen Sätze vergisst man nicht.

Was lesen Sie aktuell? Gerade habe ich sehr gerne „Fliegen“ von Albrecht Selge gelesen. Die Geschichte einer älteren Frau, die ihre Wohnung verliert und mithilfe einer BahnCard 100 in Zügen lebt. Ungewöhnlich, und besonders auch sprachlich herausragend.

Was ist Ihr absolutes Lieblingsbuch? Ach, da gibt es viele, z.B.: „Kanada“ von Richard Ford, „Dshamilja“ von Tschingis Aitmatov, „Goat Mountain“ von David Vann.

Wo lesen Sie am liebsten? Im Bett, im Café, im Zug.

Haben Sie ein Lieblingsgenre? Nein. Kommt immer aufs Buch an.

Was genau mögen Sie am Lesen? In Geschichten eintauchen. Die Bilder im eigenen Kopf sind doch häufig die besten…

Lesen Sie Bücher klassisch auf Papier oder elektronisch? Ich bin ein Haptiker. Ich möchte ein Buch in der Hand halten, das Papier fühlen. Wenn es schön gebunden ist und ein hübsches Cover hat, um so besser.

Worüber würden Sie gerne ein Buch schreiben? Was wäre der erste Satz? Ich habe ja bereits ein Buch geschrieben. 2020 kommt mein erster Roman. Mehr wird nicht verraten!

Wo kaufen Sie Ihre Bücher am liebsten? Natürlich bei einem Buchhändler, der was von Büchern versteht. In Potsdam z.B. gerne bei der Buchhandlung Wist.

Wie kommen Sie zu Ihrer Bücher-Auswahl? Empfehlungen, Geschenke, Rezensionen. Und oft bin ich neugierig, was der Autor/ die Autorin, die ich gerade lese, noch so verbrochen hat.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Buches? Dass vor allem wir Eltern uns trotz viel Arbeit, Stress etc., uns die Zeit nehmen, unsere Kinder an Bücher heranzuführen. Es gibt ja doch sehr viel andere verlockende Konkurrenz...

Antje Rávic-Strubel – am liebsten mit Espresso

Antje Rávic Strubel - Schriftstellerin Quelle: S.Fischer/Zaia Alexander

Welches ist das erste Buch, an das Sie sich erinnern können? „Jana und der kleine Stern.“ – Es ging um ein Kind, das jede Nacht zu einem Stern hinaufschaut, bis das Unwahrscheinliche möglich wird: sie reden miteinander, freunden sich an.

Was lesen Sie aktuell? Virginia Woolfs „Ein Zimmer für allein“, Erzählungen von Flannery O’Connor und Essays der schwedischen Autorin Sarah Danius.

Was ist Ihr absolutes Lieblingsbuch? Das wechselt je nach Stimmungslage. Immer wieder kehre ich zu Joan Didion, Samuel Beckett, Vladimir Nabokov oder Gertrude Stein zurück.

Wo lesen Sie am liebsten? Überall, wo es guten Espresso und viele Kissen gibt.

Was genau mögen Sie am Lesen? Dass es mich im besten Fall zum Denken bringt und die Sprache mich entzündet.

Lesen Sie Bücher klassisch auf Papier oder elektronisch? Ausschließlich Bücher, die nach Büchern duften mit Seiten, die beim Umblättern rascheln.

Wenn Sie ein Buch über Ihr Leben schreiben würden, was wäre Ihr erster Satz? „Alles war wie immer anders.“

Wo kaufen Sie Ihre Bücher am liebsten? In kleineren Buchhandlungen, deren Sortiment mich überraschen kann, weil es subtil Geschmack, Denkweise und Weltsicht der Buchhändlerin widerspiegelt.

John von Düffel – am liebsten am Wasser

John von Düffel – Dramaturg und Schriftsteller. Quelle: Katja von Düffel

Welches ist das erste Buch, an die sie sich erinnern können? Die Bibel. Merkwürdigerweise war das mein erstes Literaturerlebnis. Die Schöpfungsgeschichte und dann, ganz besonders, die Geschichte der Brüder Kain und Abel!

Was lesen Sie aktuell? Ich lese nach vielen Jahren noch einmal wieder: „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ von Christiane F. – Das war ein Kultbuch meiner Jugend, und ich bin sehr neugierig, wie viel davon heute noch gütig ist.

Was ist Ihr absolutes Lieblingsbuch? „Herz der Finsternis“ von Joseph Conrad – eine Wasserreise den Kongo hinunter ins schwarze Herz der Zivilisation.

Wo lesen Sie am liebsten? Am Wasser. Und überhaupt im Freien. Oder im Zug, mit einem Seitenblick aus dem Fenster.

Was genau mögen Sie am Lesen? Die Welten, die durch Sprache entstehen, und dass man mit der Sprache eines Buches auch die Welt, in der man lebt, neu sehen und beschreiben lernt.

Lesen Sie Bücher klassisch auf Papier oder elektronisch? Klassisch! Da sich elektronische Lektüre und Wasser nicht vertragen.

Worüber würden Sie gerne ein Buch schreiben? Am liebsten würde ich einmal ein Buch schreiben, das nur aus Naturbeschreibungen besteht, ein literarisches Stillleben, ganz unaufgeregt. Wie wenn man in einem schönen Garten sitzt oder am Ufer eines Flusses und aufs Wasser schaut.

Wo kaufen Sie Ihre Bücher am liebsten? Beim Buchhändler um die Ecke – aus Liebe und Überzeugung.

Bettina Jahnke – am liebsten im Liegestuhl

Bettina Jahnke – Regisseurin und Intendantin des Hans-Otto-Theaters. Quelle: Bernd Gartenschläger

Welches ist das erste Buch, an die sie sich erinnern können? „Lütt Matten und die weiße Muschel“ von Benno Pludra: Lütt Matten, ein Fischerjunge von der Ostsee ist verzweifelt, weil er in seiner selbstgebauten kleinen Reuse keinen Fisch fängt. Er träumt von der sagenumwobenen weißen Muschel, die angeblich den Fisch bringt und so fährt er eines Nachts hinaus auf den Bodden, um sie zu suchen. Ein Sturm kommt auf, er kommt in große Gefahr und wird von seinem Vater und den Fischern gerettet. Bisher hatte ihn der Vater mit seiner schlechtgebauten Reuse nur ausgelacht und verspottet, jetzt bauen sie gemeinsam eine professionelle Reuse und Lütt Matten fängt seinen ersten Fisch.

Was lesen Sie aktuell? „Das Leben des Vernon Subutex“ von Virgine Despontes.

Was ist Ihr absolutes Lieblingsbuch? „Das achte Leben (für Brilka)“ von Nino Haratischwili.

Wo lesen Sie am liebsten? Im Liegestuhl auf dem Balkon oder im Garten.

Was genau mögen Sie am Lesen? Die Auszeit und das Eintauchen in eine andere Welt.

Lesen Sie Bücher klassisch auf Papier oder elektronisch? Ich lese sehr gern ein richtiges Buch aus Papier, auf Reisen und im Urlaub aber aus Platzgründen auch gern elektronisch.

Worüber würden Sie gerne ein Buch schreiben? Ich habe überhaupt keine Ambitionen selber zu schreiben, da ich als Regisseurin meine Geschichten auf der Bühne erzählen kann.

Wo kaufen Sie Ihre Bücher am liebsten? In der Buchhandlung.

Michael „Bodenski“ Boden – am liebsten am Strand

Bodenski - Musiker, Dichter, Gitarrist und Mitgründer von Subway to Sally Quelle: promo

Was lesen Sie aktuell? T. C. Boyle „Das Licht“

Was ist Ihr absolutes Lieblingsbuch? T. C. Boyle „World’s End“ (man erkennt den Fan).

Wo lesen Sie am liebsten? Im Urlaub am Strand, aber auch mal sonntags auf der Couch.

Was genau mögen Sie am Lesen? Die Langsamkeit, und dass alles im eigenen Kopf neu entsteht, was ein anderer sich so ähnlich mal ausgedacht hat.

Lesen Sie Bücher klassisch auf Papier oder elektronisch? Inzwischen auch elektronisch, einfach unschlagbar für Fernreisen, wenn der Lesestoff garantiert nicht ausgeht.

Wenn Sie ein Buch über Ihr Leben schreiben würden, was wäre Ihr erster Satz? „Ich hatte ja keine Ahnung.“

Wo kaufen Sie Ihre Bücher am liebsten? Bei einem großen Onlineversandhändler.

Amy Mußul – am liebsten auf dem Steg am See

Amy Mußul – Schauspielerin, bekannt u.a. als Kommissarin Kim Nowak in der ZDF-Serie "Soko Leipzig“. Quelle: Stefan Gloede

Welches ist das erste Buch, an das Sie sich erinnern können? Harry Potter war auf jeden Fall das erste Buch, dass ich verschlungen habe. Ich war 10 Jahre alt und bin quasi mit Harry Potter aufgewachsen. Jedes Jahr fieberte ich dem neuesten Band entgegen und habe diese zauberhafte Welt für mich entdeckt.

Was lesen Sie aktuell? Aktuell komme ich leider fast nur dazu meine Drehbücher für „SOKO Leipzig“ zu lesen. Da wir meistens 4 Bücher gleichzeitig drehen, muss man immer alle Geschichten im Kopf haben und es fällt schwer noch andere Bücher parallel zu lesen. Aber in der letzten Drehpause habe ich „Traumsammler“ von Khaled Hosseini gelesen.

Was ist Ihr absolutes Lieblingsbuch? Khaled Hosseini habe ich zuvor durch den wunderbaren Roman „Drachenläufer“ für mich entdeckt. Ich finde, der Autor hat ein unglaubliches Gespür dafür, diese schwere, tragische Geschichte über Freundschaft und Verrat packend und sprachlich dennoch fein und leicht zu erzählen. Er zeichnet seine Figuren mit so viel Liebe und offenbart mit voller Wucht den Kontrast zwischen der einstigen Schönheit Afghanistans und der dramatischen Entwicklung dieses spannenden Landes.

Wo lesen Sie am liebsten? Auf unserem Steg an dem See an dem meine Eltern wohnen. Oder am Strand im Urlaub.

Haben Sie ein Lieblingsgenre? Das Genre ist für mich nicht entscheidend. Im Vordergrund stehen für mich die Geschichten und ihre Figuren. Aber ich liebe es beim Lesen in komplett andere, fiktive oder mir unbekannte Welten einzutauchen. Außerdem mag ich total gerne Buchreihen, bei denen man sich länger und intensiver vom Geschehen mitreißen lassen kann.

Was genau mögen Sie am Lesen? Es gehört zu meinen Beruf und meinem Wesen, mich für Menschen, ihre Geschichten, ihre Gedankenwelt zu interessieren und mit meiner Fantasie zu spielen. Beim Lesen kann man all seinen Gedanken freien Lauf lassen, träumen, Bilder kreieren, sie aber für sich behalten und sich in einer fernen Welt verlieren. Das Medium Buch ist hierbei zur Abwechslung ein anderes Medium, als das Medium Film, in dem ich mich üblicherweise bewege. Mich mit einem Buch und einer heißen Schokolade in eine Decke zu kuscheln und dabei dem Alltag zu entfliehen, entspannt mich total.

Lesen Sie Bücher klassisch auf Papier oder elektronisch? Klassisch auf Papier ist auf jeden Fall das schönere Leseerlebnis, aber da ich oft unterwegs bin und reise, bin ich mittlerweile auch auf elektronisch umgestiegen. Es ist einfach praktisch, überall spontan je nach Laune ein Buch herunterzuladen und nicht alles herumschleppen zu müssen.

Worüber würden Sie gern ein Buch schreiben? Ich wünschte, ich könnte ein Buch schreiben. Oder ich wünschte, ich würde mir zutrauen ein Buch zu schreiben und einfach den Mut haben loszulegen. Aber ich denke, ich lasse mich lieber von Büchern in den Bann ziehen.

Wo kaufen Sie ihre Bücher am liebsten? Mittlerweile bestelle ich meistens elektronische Bücher. Aber ich lasse mir gerne richtige Bücher aus Papier schenken.

Antonello Manacorda – auch am liebsten im Zug

Antonello Manacorda – Geiger, Dirigent und künstlerischer Leiter der Kammerakademie Potsdam Quelle: Nikolaj Lund

Welches ist das erste Buch, an das Sie sich erinnern können? Primo Levi „Se questo é un uomo“ – Eine autobiografische Geschichte über einen Überlebenden von Auschwitz. Was lesen Sie aktuell? Ein Buch über die Uraufführungen der Brahms-Sinfonien. Was ist Ihr absolutes Lieblingsbuch? Elias Canetti „Die gerettete Zunge“. Wo lesen Sie am liebsten? Im Zug. Was genau mögen Sie am Lesen? Ich lese zum Lernen.

Wenn Sie ein Buch über Ihr Leben schreiben würden, was wäre Ihr erster Satz? „Ich wollte anscheinend immer ein Dirigent sein...“

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