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Potsdam Potsdamer Stadtverwaltung hat Rechnungen seit November nicht bezahlt
Lokales Potsdam Potsdamer Stadtverwaltung hat Rechnungen seit November nicht bezahlt
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01:16 24.05.2019
Das Potsdamer Rathaus musste schwere Versäumnisse eingestehen. Quelle: Peter Degener
Potsdam

Die Stadtverwaltung hat große Versäumnisse im Begleichen von Rechnungen für Schul-Technik eingeräumt. Wie Dieter Jetschmanegg, Dezernent der Zentralen Verwaltung, der MAZ am Dienstag sagte, sind bereits seit November vergangenen Jahres offene Rechnungen für unterrichtsnotwendige IT nicht beglichen worden.

Neue Task Force

Der CDU-Bildungspolitiker Clemens Viehrig hatte schwere Vorwürfe erhoben: Schulen seien in der Prüfungsphase „komplett abgekoppelt“ gewesen. Tatsächlich befänden sich, so Jetschmanegg, „eine Menge Rechnungen im Stau“. Betroffen waren unter anderem das Oberstufenzentrum I, das Bertha-von-Suttner-Gymnasium und die Lennéschule. „Wir haben jetzt eine Task Force gegründet, um diesen Berg schnellstmöglich abzuarbeiten“, versprach Dieter Jetschmanegg.

Eine Zahl der offenen Rechnungen konnte er indes nicht benennen, ebenso die Summe, welche die Stadt Potsdam den Dienstleistern schuldig blieb. Die akuten Probleme seien in der Zwischenzeit behoben worden. Er widersprach zudem der Darstellung, einzelnen Schulen sei sogar das Telefon abgestellt worden. „Lediglich an einer Schule ist das Telefon ausgefallen. Das lag an Bauarbeiten, bei denen eine Leitung durchtrennt wurde.“

Mehrere Gründe angeführt

Der Grund für den Rechnungsstau liegt Dieter Jetschmanegg zufolge zum einen im mehrfachen Zuständigkeitswechsel innerhalb des Rathauses, zum anderen fehle es an Personal. Wie berichtet sind im Rathaus derzeit 120 Stellen unbesetzt, viele davon in der IT.

Die Probleme im IT-Support, über die sich zuletzt die Voltaireschule beklagte, erklärt der Dezernent mit der Priorität, zunächst neue Technik an alle Schulen zu schaffen und anschließend die bestehende zu warten. „Wir werden den Rollout neuer PCs bis vor den Ferien abschließen und haben dann fast 2000 Rechner an Schulen installiert“, so Dieter Jetschmanegg, „das ist doch auch eine gute Nachricht.“

Tatsächlich habe man sich bewusst entschieden, den Neuinstallationen einen höheren Stellenwert als dem Support einzuräumen. Um solche Probleme künftig zu vermeiden, sei es denkbar, die Lehrer „ein Stück weit zu professionalisieren“ und ihnen im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten teilweise Administratorenrechte einzuräumen, sagte der Dezernent.

Von Saskia Kirf

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