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Potsdam Potsdamer Schüler erhalten Rolf-Joseph-Preis
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10:59 06.11.2019
Schüler des Humboldt-Gymnasiums bekommen Rolf-Joseph-Preis Quelle: Ulrike Boni-Jacobi
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Potsdam

Ein Jahr lang erforschten sie jüdische Spuren in der Landeshauptstadt. Dafür widmeten 26 Schüler des Humboldt-Gymnasiums ihre Freizeit, durchforsteten Archive und besuchten Überlebende.

Nun wurde dieses Engagement ausgezeichnet. Vor kurzem nun konnten die Jugendlichen bei einer feierlichen Zeremonie im jüdischen Museum Berlin den Rolf-Joseph-Preis entgegennehmen. Der zum Gedenken an den Berliner Holocaust-Überlebenden verliehene Preis wird an Schüler verliehen, sich mit jüdischem Leben in der Vergangenheit und Gegenwart beschäftigen.

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Schüler erarbeiteten zwei Projekte

Jeweils 13 Achtklässler des Potsdamer Gymnasiums hatten sich, aufgeteilt in zwei Gruppen, im Rahmen des Religionsunterrichts auf Spurensuche begeben. Ein Projekt widmete sich dem Schicksal der jüdischen Familie Wohl aus Potsdam. Mittlerweile zeugen Stolpersteine in der Stahnsdorfer Straße von ihrer tragischen Geschichte.

Die andere Gruppe erarbeitete, unter anderem in Kooperation mit dem Förderverein des Potsdam-Museums, einen Online-Stadtplan mit jüdischen Orten in der Landeshauptstadt. Beide Projekte erhielten bei der Preisverleihung in Berlin jeweils einen Preis.

Großes Engagement an den Tag gelegt

Wie Ulrike Boni-Jacobi, die betreuende Religionslehrerin, erklärt, widmeten die Schüler für ihre Recherchen auch Nachmittage und Wochenenden, besuchten das Brandenburgische Landeshauptarchiv und redeten mit Nachfahren. Eine Schülerin recherchierte sogar in England.

Der Erhalt des Preises habe die Schüler „sehr gefreut und berührt“, erklärt Boni-Jacobi auf Anfrage der MAZ. „Gerade jetzt“, empfänden sie ihre Arbeit als sehr wichtig, erklärt die Lehrerin mit Blick auf den wachsenden Antisemitismus, aber auch Rassismus. „Es ist wichtig zu lernen, wie sich eine Demokratie – und das war die Weimarer Republik ja – verändern kann.“

Ein Teil Preisgeldes in Höhe von 300 Euro soll nun in eine gemeinsame Aktivität fließen, die Schüler überlegen noch. „Eventuell Schlittschuhlaufen“ verrät Boni-Jacobi. Den anderen Teil wollen die Schüler aber spenden – wahrscheinlich an Obdachlose.

Von Johanna Apel

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