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Potsdam Karten, Trockenheit, Wetter: Die Feuerwerkersinfonie am Wochenende in Potsdam
Lokales Potsdam Karten, Trockenheit, Wetter: Die Feuerwerkersinfonie am Wochenende in Potsdam
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07:02 11.07.2019
Lichtspektakel der Extraklasse sind auch wieder bei der 18.Feuerwerkersinfonie über dem Wiesenpark im Volkspark Potsdam zu erwarten. Quelle: Bernd Gartenschläger
Bornstedter Feld

Die 18. Feuerwerkersinfonie am Freitag und Samstag wird international: Zum ersten Mal geht mit den „New Fireworks Do Brasil“ aus Rio de Janeiro ein nicht-europäisches Team an den Start bei dem Top-Event im Volkspark, an dem insgesamt vier Spitzen-Feuerwerker teilnehmen.

Wer jetzt allerdings hofft, dass die Lateinamerikaner mit ihren Feuerwerkskörpern einschlägige karnevaleske Motive an den Nachthimmel zaubern, dürfte enttäuscht werden. Die Brasilianer bleiben sittsam. Schließlich handelt es sich bei der Feuerwerkersinfonie um eine Familienveranstaltung.

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Dennoch: Das Feuerwerkerteam von der Copacabana zeichne sich schon durch „eine andere Handschrift“ aus, berichteten Olaf Jöllenbeck, kommissarischer Leiter des Park- und Veranstaltungsmanagements der kommunalen Pro Potsdam, sowie Volker Schwarz, langjähriger Koordinator der Feuerwerkerteams, am Mittwoch bei der Präsentation des diesjährigen Programms.

Potsdams zweitgrößtes Event

„Ähnlich wie die Italiener, Spanier und Portugiesen sind die Brasilianer eher verspielt“, so Schwarz über die Kunst der Brasilianer. Ungewöhnlich ist der Weg, wie die Meister des Himmelszaubers ihren Weg nach Potsdam fanden. „Sie haben die Feuerwerkersinfonie im letzten Jahr besucht, um sich einen Eindruck zu verschaffen, und sich im Anschluss daran um die Teilnahme beworben“, erzählte Schwarz. Nach einem Auswahlverfahren standen die vier Finalisten fest.

Nakaja Art aus Polen war schon 2017 dabei

Eines der beiden Teams, die am Freitagabend ab 22.30 Uhr an den Start gehen werden, ist Nakaja Art. Das erfahrene Unternehmen aus Polen war schon 2017 bei der 16. Feuerwerkersinfonie in Potsdam dabei.

2017 war Nakaja Art mit dem Thema „From Poland with Love“ angetreten. Das poetische Motto der Polen lautet: „Wir malen feurige Landschaften“.

Daneben ist das Team aus Krakau viel unterwegs, unter anderem bei Festivals in Polen, Malta und Spanien.

Richtig groß zum Einsatz kam Nakaja Art unter anderem anlässlich der Feierlichkeiten zum 800-jährigen Jubiläum der Stadt Opole, einer Partnerstadt von Potsdam.

Rund 10 000 Euro bekommt jedes Team für seinen Auftritt im Volkspark, als Beitrag für die Materialkosten. Zur Gänze würde dieser Betrag selten ausreichen, hieß es dazu am Mittwoch von Seiten der Veranstalter. Deshalb würden viele noch aus eigener Tasche draufzahlen, um ihren künstlerischen Ehrgeiz bei den anspruchsvollen Choreographien in die Tat umgesetzt zu sehen – und das kostet eben.

Tatsache ist, dass das zweitägige Event – das zweitgrößte Potsdams nach der Schlössernacht – eine beachtliche Strahlkraft entwickelt hat. 18.000 Besucher kamen im Vorjahr; davon 40 Prozent aus Potsdam. In den Spitzenjahren 2007 und 2011 sahen jeweils 25 000 Gäste das Höhenspektakel, zu dem man sogar seinen Picknickkorb und Getränke mitbringen darf – mittlerweile fast eine Rarität bei Events.

„Pyrogenie“ kann Innenräume und Meer

Ebenfalls am ersten Abend der Feuerwerkersinfonie am Start: Pyrogenie GmbH, die Sieger des Vorjahres. Es ist zwar ein junges Unternehmen aus Berlin, aber mit einem „alten Hasen“ als Geschäftsführer. Ingo Schubert leitet die Berliner Firma und kann auf mehr als zehn Jahre Erfahrung als Pyrotechniker in verantwortlicher Position zurückblicken.

Das Unternehmen hat nicht nur die klassische Feuerwerksshow – ob mit oder ohne Musik, Bengalillumination oder Höhenfeuerwerk – im Angebot. Es importiert und vertreibt Pyrotechnik für Profi-Pyrotechniker.

Zu den spektakulären Locations, an denen das Pyrogenie-Team Feuerwerke schießt, zählt der Ostsee-Strand. Aber auch im Innenbereich sind der Feuerwerker-Fantasie dank „raucharmer und rückstandsfreier Produkte“ wenig Grenzen gesetzt – egal, ob bei Büffeteröffnungen oder bei Produktpräsentationen.

Deutschlandweit rangiert es unter den Top-Feuerwerker-Ereignissen; spielt in einer Liga mit „Rhein in Flammen“, „Kölner Lichter“, dem Internationalen Feuerwerkswettbewerb in den Herrenhäuser Gärten in Hannover.

Hohe Sicherheitsvorkehrungen

Besonders im Fokus der diesjährigen Feuerwerkersinfonie steht – vor dem Hintergrund der Trockenheit und dem vor zwei Wochen ausgesprochenen Grillverbot – das Thema Sicherheit. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Maßnahmen noch einmal „deutlich aufgestockt“ worden, hieß es am Mittwoch.

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Konkret bedeutet das: Innerhalb und außerhalb wird die Feuerwehr präsent sein, mit drei Tanklöschfahrzeugen und einem Gruppenlöschfahrzeug. Darüber hinaus kommt in unmittelbarer Nachbarschaft eine achtköpfige Brandwachkolonne des Sicherheitsdienstleisters zum Einsatz, die je nach Windrichtung positioniert wird. Auch die Feuerwerker-Teams selbst sind für den Notfall gerüstet, indem sie noch zusätzliche Löschmittel bereithalten.

„Bavaria Fireworks“ mit Potsdamer Wurzeln

Bavaria Fireworks wird mit seinem Feuerwerk am Sonnabend zu erleben sein. Das bayerische Unternehmen aus Traunstein – mitten in der malerischen Alpin-Welt gelegen – gibt es seit 2010 und hat schon an diversen Feuerwerkswettbewerben teilgenommen. Schon bei der 15. Potsdamer Feuerwerkersinfonie im Jahr 2016 war Bavaria mit dabei.

Spannend ist die Geschichte von Firmengründer Udo Neumann. Der war ursprünglich studierter Theologe – aus Potsdam, wo er zu DDR-Zeiten lebte und bei den Gemeindepädagogen am Neuen Garten den Studien nachging.

Bavaria Fireworks ist einer der wenigen Herstellerbetriebe für Großfeuerwerk und Präzisionspyrotechnik in Deutschland.

Das sprichwörtliche „Spiel mit dem Feuer“ ist dank Digitalisierung weitaus kontrollierbarer geworden. Lagen früher noch gut 15 bis 20 Kilometer an Leitungen zwischen den Feuerwerkseffekten und dem Schaltpult, wird heute alles per Funk gezündet. Weiterer Vorteil: Wegen der digitalen Steuerung der Abschüsse könnten die Feuerwerke jederzeit gestoppt werden, erläuterte Schwarz. Und: „Im Volkspark gehen wir über die Vorgaben des Sprengstoffgesetzes noch hinaus, etwa bei den Abständen zum Publikum und zur Wohnbebauung.“

Publikum und Jury stimmen ab

Die Besucher können auch diesmal wieder per Telefonvoting über das jeweils beste Feuerwerk des Abends abstimmen. Die Telefonleitungen sind an beiden Abenden bis jeweils 23.45 Uhr geöffnet. Unter den Teilnehmern des Publikumsvotings werden rund 125 Gutscheine, Freikarten und Ehrenkarten für Kulturevents verlost.

„New Fireworks do Brasil“ kennen die Stars

New Fireworks Do Brasil aus Rio de Janeiro – ebenfalls am Samstag im Wettbewerb – wurde im Jahr 2000 gegründet und nimmt seit 2015 auch an europäischen Feuerwerkswettbewerben teil.

In der Vergangenheit haben die Lateinamerikaner Stars wie Katy Perry, J-Lo, Eminem und Bruno Mars bei ihren Auftritten mit Feuerwerken begleitet. Das Team hat in der Nähe von Rio de Janeiro seinen Sitz. Sie wurden von der World Record Company für ihre Shows ausgezeichnet und gewannen internationale Wettbewerbe wie 2013 das Shanghai Jinshan International Beach Music Fireworks Festival in China.

Über den Gesamtsieger entscheidet eine Jury mit Sozialdezernentin Brigitte Meier (SPD), Ex-Turbine-Trainer Bernd Schröder, Volker Theobald vom Entwicklungsträger Bornstedter Feld, Agnes von Matuschka, Standortmanagerin für den Wissenschaftspark Golm, Anna Sprockhoff, Leiterin der MAZ-Lokalredaktion in Potsdam, sowie die Feuerwerksexperten Markus Klatt und Ralph Prinz.

Hier bekommt man Karten

Karten im Vorverkauf sind erhältlich unter www.feuerwerkersinfonie.de und www.reservix.de. Beim Telefon-Voting kann für die ersten Feuerwerke (Nakaja Art und Bavaria Fireworks) unter der Nummer 01378-260 560-1 angerufen werden. Für die zweiten Feuerwerke (Pyrogenie und New Fireworks do Brasil) lautet die Nummer 01378-260 560-2

So wird das Wetter am Wochenende.

Und nicht zuletzt: das Wetter. Keiner mag im Regen sitzen, auch wenn es den trockenen Bögen guttun würden. Dennoch wäre ein Regenschirm oder die Regenjacke ratsam. Ebenso wie warme Kleidung. Am Freitagabend besteht eine Regenwahrscheinlichkeit von 75 %. Dabei werden Temperaturen bis 18 Grad erwartet.

Der Samstag sieht da schon besser aus. Bei bis zu 21 Grad könnte es bei einer Regenwahrscheinlichkeit von zehn Prozent trocken bleiben.

Von Ildiko Röd

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