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Potsdam Potsdamer Poetenpack feiert 20 Jahre und neue Bühne
Lokales Potsdam Potsdamer Poetenpack feiert 20 Jahre und neue Bühne
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17:15 24.02.2019
Der Grafiker Rayk Goetze (l.) ist ebenso wie Andreas Hueck seit dem ersten Tag dabei. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Mit einer rauschenden Partynacht hat das Poetenpack am Samstag seinen 20. Geburtstag begangen. Das größte Geschenk macht sich das freie Theater dabei selbst: Gleichzeitig wurde die Zimmerbühne als neue dauerhafte Spielstätte in der Brandenburger Vorstadt eingeweiht. Sie soll künftig ein weiteres Zuhause mit rund 80 Sitzplätzen bieten.

Gegründet wurde das freie Theater 1999 von Andreas Hueck. Der heute 50 Jahre alte Schauspieler und Regisseur firmiert als künstlerischer Leiter des Theaters. Er inszeniert, organisiert – und erinnert sich anlässlich des Jubiläums zurück an die Anfänge. „Ich war damals in meinem ersten Engagement an einem Theater“, sagt Andreas Hueck. „Als ich dann genügend Frustration über feste Strukturen verabreicht bekommen habe, war klar, es muss eine Alternative dazu geben.“

„Fast-Food-Mentalität“ der Stadttheater

Die Frustfaktoren waren nicht wenige, der Poetenpack-Gründer beklagt eine „Fast-Food-Mentalität“ der Stadttheater: „Es wird schnell produziert und genauso schnell wieder abgesetzt, für mutige Projekte gibt es kaum Unterstützung.“ Andreas Hueck wollte es anders machen. Leicht sei die Entscheidung nicht gewesen. Tagelang habe er gegrübelt, ob der Schritt in die Selbständigkeit der richtige sei. Und dann allen Mut zusammengenommen.

Die allererste Produktion, Shakespears Komödie der Irrungen, wurde an der Friedenskirche gespielt. Das Poetenpack tourt seitdem durch die Stadt, zahllose Spielorte finden sich in den Programmheften der Jahre. „Beim Ort ist es genau wie bei den Stücken und den Schauspielern, es muss einem nahe gehen und sich komplett richtig anfühlen“, sagt Andreas Hueck.

Dann entstehen Produktionen wie „Nathan der Weise“ aus dem Jahr 2015; die Profis standen gemeinsam mit geflüchteten Jugendlichen auf der Bühne. „Mein absolutes Highlight in all den Jahren“, sagt Andreas Hueck. „Es gab all diese Debatten um die Flüchtlinge und wir wussten, wir müssen jetzt den ’Nathan’ spielen, wir müssen über den eigenen Weg zur Religion reden.“ Aktualität will Andreas Hueck auch weiterhin auf die Bühne bringen. „Die Aufgabe dabei ist, den Zuschauer nicht zu beleidigen, sondern seine Phantasie als wichtigste Protagonisten miteinzubeziehen“, erklärt er.

Nicht immer leicht

Leicht war es nicht immer für das Poetenpack. Zwar ist die Förderung im Lauf der Jahre gestiegen, doch reicht sie nicht aus. Natürlich habe er auch mal ans Aufgeben gedacht, gibt Andreas Hueck zu. „Aber ich kann auch nicht locker lassen, wenn etwas für mich stimmig ist.“

Sechs Premieren stehen auf dem Spielplan des Poetenpacks für dieses Jahr, dazu zehn Repertoirestücke aus der Vergangenheit. Ein Kraftakt für das Poetenpack-Team, das auch zehn Mitarbeitern hinter der Bühne besteht. „das ist ein risikohaftes Jahr“, sagt Andfreas Hueck, „wir hoffen, dass wir die verschiedenen Hütten richtig voll kriegen.“ Verschiedene Spielorte in der Stadt – dieses Markenzeichen des Poetenpacks soll auch mit der neuen Zimmerbühne nicht verschwinden.

Von Saskia Kirf

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