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Potsdam Potsdam bekommt bald grüne Tram-Gleise
Lokales Potsdam Potsdam bekommt bald grüne Tram-Gleise
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06:34 02.05.2018
Rasen statt Schotter: Chemnitz macht’s vor. Quelle: Falk Arnhold
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Innenstadt

Die Umgestaltung aller Schottergleise des Potsdamer Straßenbahnnetzes in Rasengleise würde etwa sieben Millionen Euro kosten. Das sagte Oliver Glaser, Geschäftsführer des Potsdamer Verkehrsbetriebs (Vip), im Umweltausschuss.

Wie berichtet, fordert die Grünen-Fraktion eine Überprüfung aller Schottertrassen darauf, ob eine Umwandlung in begrünte Gleise sinnvoll und möglich ist. Laut Glaser gibt es noch 16 Kilometer Schottergleise im Vip-Tramnetz. Indes wurde der neue Streckenabschnitt zum Campus Jungfernsee bereits als Rasengleis errichtet. Bei künftigen Baumaßnahmen auf Schotterstrecken – wo nur Straßenbahnen und keine Busse fahren – sind Rasengleise ebenfalls vorgesehen. Als Beispiel nannte Glaser die geplante Erneuerung der Tramstrecke in der Heinrich-Mann-Allee.

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Schotter und Rasen müssen sauber voneinander getrennt werden

Den Rasen einfach auf dem Schotter wachsen zu lassen, funktioniere dagegen nicht, erklärte Glaser. Das Wurzelwerk würde die Federwirkung des Schotters einschränken und könnte sogar die Isolationswirkung des Gleisbetts aufheben, was zur Korrosion der Schienen führt. Bei einem Rasengleis sind der Schotter und die grüne Deckschicht darüber sauber voneinander getrennt.

Das Gras bietet vor allem ökologische und ästhetische Vorteile. Die Grünen erhoffen sich zudem die Reduzierung von Feinstaub und eine stärkere Schadstoffbindung, die Verbesserung des Stadtklimas sowie weniger Lärm und Erschütterungen. Vor allem kann bei Rasengleisen auf den Einsatz des umstrittenen Pestizids Glyphosat verzichtet werden. Die Vip-Gleise werden bislang zweimal jährlich mit Hilfe von Glyphosat von Unkraut befreit – dafür haben die Verkehrsbetriebe eine Sondergenehmigung. Wegen der aktuellen Diskussion prüfe man aber den Einsatz von Alternativen, teilte ein Sprecher mit. Die Grünen fordern den kompletten Verzicht auf Glyphosat im Potsdamer Stadtgebiet. Das empfiehlt nun auch der Umweltausschuss.

Von Peter Degener

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