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Potsdam Nahe bei SPD und den Anderen
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14:57 27.05.2019
Saskia Hüneke bekam am Sonntag eines der besten Wahlergebnisse. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Die langjährige Potsdamer Stadtverordnete Saskia Hüneke hat zur Kommunalwahl am Sonntag mit 3802 Stimmen das viertbeste Ergebnis bekommen. Und sie ist die Frau mit den meisten Stimmen. Hier ihre Wahlanalyse.

Welche kommunalpolitischen Erklärungen haben Sie für den Wahlerfolg der Grünen?

Saskia Hüneke: Wir haben es im Wahlkampf wirklich erlebt, dass es den Leuten wichtig ist, wie mit der Frage des Klimawandels umgegangen wird. Zum anderen war es ihnen bezogen auf die Potsdamer Ebene wichtig, dass wir eine behutsame Stadterneuerung wollen. Das haben wir schon immer in unseren Wahlprogrammen gehabt. Und dass wir jetzt auch bei dieser sehr rasanten Entwicklung, die Potsdam genommen hat, Nachdenklichkeit signalisiert haben. Dass wir gesagt haben, wir wollen das eigentlich behutsamer gehandhabt haben, als es in letzter Zeit an manchen Stellen sichtbar geworden ist. Hinzu kommt das ganz dringend Probleme, wie wird Mobilität organisiert in dieser Stadt, so dass das für die Leute auf der Straße auch erträglich ist und man trotzdem gut von A nach B kommt. Das, denke ich, ist ein ganz brennendes Thema. Und da freue ich mich riesig über dieses Wahlergebnis, weil es signalisiert, dass wir mit unseren Thesen genau richtig liegen.

Zu welchen anderen Fraktionen sehen Sie die größten inhaltlichen Schnittmengen? Sehen Sie die Möglichkeit für ein rot rot-grünes Bündnis?

Zur Bündnisfrage möchte ich mich jetzt gar nicht äußern. Aber ich sehe natürlich große Schnittmengen in der Klimapolitik sowohl mit der SPD als auch mit der Fraktion Die Andere. Ich sehe große Schnittmengen mit diesen beiden Fraktionen zur Frage der Mobilität und wie das zu organisieren ist. Die Frage der behutsamen Stadtentwicklung wiederum ist mittlerweile sehr deutlich in der SPD und vor allem auch beim Oberbürgermeister angekommen. Das freut mich auch sehr.

Die Linken ringen gerade mit einem generellen Verzicht auf die Forderung nach einem dritten Havelübergang. Wären sie dann auch potenziell Bündnispartner?

Wir wissen, dass es bei der Linken dazu unterschiedliche Positionen gibt. Wir haben immer sehr bedauert, dass bei der Linken nicht die Position so klar geäußert worden ist, dass die Netzverknüpfung keine Lösung der Verkehrsprobleme für Potsdam darstellt. Das betrifft auch den Straßenbau im Allgemeinen. Wir müssen die öffentlichen Mittel vorrangig für den Umweltverbund, für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs einsetzen, und das ist schon schwer genug. Und da ist es gar keine Frage, da kann man keine Parallelfinanzierung für eine Erweiterung des Straßennetzes hinbekommen. Wenn die Linken sich dazu jetzt klarer äußern, dann muss man damit umgehen.

Von Volker Oelschläger

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