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Potsdam Potsdams Linke fordert Erweiterung der städtischen Musikschule „Johann Sebastian Bach“
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Potsdams Linke fordert Erweiterung der Städtischen Musikschule „Johann Sebastian Bach“

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12:47 27.01.2021
Kinderchor und Orchester STRINGendo der Städtischen Musikschule „Johann Sebastian Bach“ in Potsdam. (Archivbild)
Kinderchor und Orchester STRINGendo der Städtischen Musikschule „Johann Sebastian Bach“ in Potsdam. (Archivbild) Quelle: promo
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Potsdam

Weil in der Städtischen Musikschule „Johann Sebastian Bach“ Wartezeiten bis zu zwei Jahren anfallen, fordert Potsdams Die Linke eine Erhöhung der Kapazitäten in der Schule. Das teilte Die Linke am Mittwoch mit. Im Ausschuss für Bildung und Sport sei deutlich geworden, dass aktuell von 24 angebotenen Fächern nur in drei Fächern minimale Restkapazitäten bestünden. „In allen anderen Fällen bestehen Wartezeiten von einem halben bis über zwei Jahren, bei Klavier mit 218 Wartenden“, heißt es in der Mitteilung, die von der Linke-Stadtverordneten Tina Lange verfasst wurde.

Da die Musikschule insbesondere von Kindern und Jugendlichen genutzt wird, sei dieser Zustand nicht hinnehmbar, „zumal auch die Musikschule sich dem gestiegenen Bedarf einer wachsenden Stadt anpassen muss“. Bei langen Wartezeiten sinke erfahrungsgemäß insbesondere bei jüngeren Schüler:innen das Interesse bei längerer Wartezeit. Nicht selten würden Interessenten auch auf private Schulen ausweichen. „Öffentliche Musikschulen sind jedoch ein sehr wichtiger Beitrag zur kulturellen Bildung und insbesondere für einkommensschwache Personen oder Familien ein Schlüssel zur Welt der Musik“, heißt es vonseiten der Linken. „Aus diesem Grund müssen kurzfristige Kapazitätserhöhungen geschaffen werden, insbesondere räumlich und personell.“

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Dritter Musikschulstandort gefordert

Im Detail fordern die Linken Stadtverordneten, zunächst kurzfristig eine übergangsweise Eröffnung eines dritten Musikschulenstandortes sowie langfristig einen dritten Standort zu etablieren. In dem Zuge sollen auch die Personalkapazitäten erhöht werden. Außerdem sollen Möglichkeiten gefunden werden, bei den besonders beliebten Instrumenten, wie Geige oder Klavier vorhandene Plätze frei zu machen, indem man eine Leistungserfassung einführt.

„Einige Musikschüler:innen gehen eher aus Pflichtgefühl den Eltern gegenüber als aus eigenem Antrieb in den Unterricht“, sagt Tina Lange auf Nachfrage. Mit einer niedrigschwelligen Prüfung könne getestet werden, ob wirklich Interesse an dem Instrument bestehe oder ob der Platz nicht für jemanden freigemacht werden könnte, der wirkliche Freude daran hätte. „Wir wollen natürlich niemandem dem Platz wegnehmen, es geht uns auch nicht um Leistungsnachweise auf Hochschulniveau, sondern lediglich um eine sinnvolle Möglichkeit, neue Plätze zu schaffen“, sagt Lange. Heike Lupuleak, die Direktorin der Bach-Musikschule haben den Vorschlag im Bildungsausschuss wohl selbst eingebracht.

Die Linke fordert, einen Beschluss dieser Punkte in der Stadtverordnetenversammlung, der Ausschuss für Bildung und Sport soll bis November 2021 über das Endergebnis unterrichtet werden. Darüber hinaus soll dem Ausschuss im Mai 2021 ein Zwischenbericht vorgelegt werden, um zum kommenden Schuljahr bereits erste Maßnahmen ergreifen zu können. Wichtig sei dabei, zu wann die einzelnen Punkte umsetzbar wären und welche Kosten sie verursachen würden.

Von MAZonline

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