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Potsdam Orthodoxe bekommen endlich ihr Gemeindezentrum
Lokales Potsdam Orthodoxe bekommen endlich ihr Gemeindezentrum
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07:27 29.08.2019
Neubau des Gemeindezentrums der orthodoxen Kirchengemeinde, Perspektive: Eingang Puschkinallee. Quelle: Visualisierung: Architekturbüro van Geisten.Marfels
Alexandrowka

Nach jahrelangen Bemühungen ist der Durchbruch da: Potsdams russisch-orthodoxe Gemeinde bekommt endlich ihr Gemeindezentrum. Das haben Erzpriester Anatolij Koljada und sein Sohn, Diakon Daniel Koljada, im Vorfeld der feierlichen Einweihung des Grundstückes auf der Spitze des Kapellenbergs bekannt gegeben.

Die Zeremonie findet am 15. September anlässlich des 190. Jubiläums der russisch-orthodoxen Alexander-Newski-Kirche statt. Um 12 Uhr zieht eine Prozession zum Baugrundstück, das in den Wald zwischen der Kirche und dem Jüdischen Friedhof am Pfingstberg hineingebaut werden soll. Baustart soll laut Diakon Koljada im Frühjahr 2020 sein. Bereits Ende 2016 wurde ein positiver Bauvorbescheid erteilt, doch danach fehlt es an Geld. Nun hat die Gemeinde knapp ein Viertel der veranschlagten zwei Millionen Euro Baukosten sammeln können – genug, um das Projekt in Angriff nehmen zu können. Zudem hofft man auf einen günstigen Grundstückspachtvertrag mit der Stadt. Immerhin platzt der winzige Kirchenraum angesichts der etwas mehr als 800 eingetragenen Mitglieder aus allen Nähten. Hinzu kommt noch einmal dieselbe Zahl an Gläubigen, die keine Mitglieder der Gemeinde sind.

Doch wie wird sich das neue Gemeindezentrum auf dem Kapellenberg dem Betrachter präsentieren? 2015 finanzierte die Stadt einen Wettbewerb für das Gemeindezentrum, bei dem der Entwurf des Potsdamer Architekturbüros Van Geisten/Marfels ausgewählt wurde.

Niedliche russische Zuckerbäckerarchitektur ist es keine geworden. Stattdessen planen die Potsdamer Architekten ein modernes Gebäude mit viel Holz, das aus zwei oberirdischen Baukörpern – schlichten, kubischen Zweigeschossern – und einer großzügigen Unterkellerung besteht. Nutzfläche: 800 Quadratmeter.

In der Projektbeschreibung heißt es: „Das neue Gemeindehaus wird das neue Entree der Alexander-Newskij-Gemeinde auf dem Kapellenberg. Die Baukörper bilden eine Geste des Einladens, des Öffnens; gleichzeitig begleitet und führt die geschwungene, längliche Form der Gebäude den Besucher auf dem Weg zur Gemeinde.“

Das Zentrum ist in drei Bereiche aufgeteilt: Im nördlichen Flügel befinden sich der Kunst-Kirchen-Laden und die Dienstwohnung der Gemeinde. Im südlichen Flügel sind das Foyer mit dem Treppenhaus und dem Aufzug sowie der Speisesaal mit Küche und die Seminarräume. Über das Foyer wird auch der dritte Bereich des Gemeindezentrums, das Untergeschoss mit Versammlungsraum und Nebenräumen sowie Baptisterium – der Taufkapelle – erschlossen.

Von Ildiko Röd

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