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Potsdam Potsdams Stadtverordnete erteilen OSZ-Rettung Absage
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Potsdams Stadtverordnete erteilen OSZ-Rettung Absage

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11:26 04.11.2021
Potsdams parteilose Bildungsbeigeordnete Noosha Aubel und der CDU-Bildungspolitiker Clemens Viehrig haben unterschiedliche Ansätze zum Umgang mit dem OSZ 1.
Potsdams parteilose Bildungsbeigeordnete Noosha Aubel und der CDU-Bildungspolitiker Clemens Viehrig haben unterschiedliche Ansätze zum Umgang mit dem OSZ 1. Quelle: MAZ
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Potsdam

Die Potsdamer CDU ist mit ihrem Rettungsplan für das Oberstufenzentrum 1-Technik gescheitert. Die Situation der Oberstufenzentren wurde am Mittwoch in der Stadtverordnetenversammlung heiß diskutiert.

Wie berichtet, hatten die Stadtverordneten im Juni beschlossen, dass die Gesamtschule am Schloss ab dem nächsten Schuljahr in die Räume des Oberstufenzentrums 1 an der Jägerallee ziehen soll. Ein paar hundert Meter weiter an der Pappelallee wird ein neues Gymnasium entstehen.

Verwaltung setzt sich durch

Doch die Umnutzung der Garde-Ulanen-Kaserne, die derzeit noch dem Oberstufenzentrum (OSZ) eine Heimat bietet, stellt offenbar letztlich niemanden wirklich zufrieden: Das OSZ selbst will nicht umziehen – und schon gar nicht, wie aktuell geplant, aufgespaltet werden und künftig an das OSZ 3 in der Berliner Straße und die Fontane-Oberschule in der Waldstadt angegliedert werden.

Mit ihrem Antrag für die Stadtverordnetenversammlung wollte die CDU-Fraktion den Plan noch stoppen - doch das ist nach einer angeregten Debatte der Stadtverordneten den Unionspolitikern nicht gelungen. Der von CDU-Fraktionschef Matthias Finken vorgetragene CDU-Antrag auf eine Überweisung in den Bildungsausschuss wird abgelehnt; ein Antrag der Verwaltung hingegen in den Bildungsausschuss überwiesen.

Angebote in Potsdam halten

Zum Auftakt der Debatte hatte Larsen Hähle, Schulleiter des OSZ-Technik in den ehemaligen Reitställen der Garde-Ulanen, Rederecht. Eindringlich fordert er mehr Zeit. „Geben Sie uns die Zeit, um in Ruhe für Alle befriedigende Lösungen zu finden.“ Man solle „In Ruhe miteinander reden, nicht unter Zeitdruck. Und nicht die, die am lautesten reden, haben Recht“.

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Kulturbeigeordnete Noosha Aubel (parteilos) erklärte in der Debatte die Hintergründe der Entscheidung, etwa dass man die Angebote der Oberstufenzentren in Potsdam habe halten wollen. Das soll mit dem Verwaltungsantrag gelingen, der zunächst die Aufteilung der OSZ-Bildungsgänge konkretisiert. Demnach ziehen die Handels-Ausbildungen und die Gestaltungstechnischen Assistenten schon ab dem kommenden Schuljahr ins OSZ 2 in der Waldstadt. An der Fontane-Oberschule, ebenfalls in der Waldstadt, entsteht eine Filiale des Oberstufenzentrums 1 für die Fachabiturienten. Friseure und Grundbildungskurse werden ans Oberstufenzentrum „Johanna Just“ in der Berliner Straße verlegt.

Der CDU-Bildungspolitiker Clemens Viehrig zeigt sich entsetzt ob der Beschlusslage. „Es zeugt schon von Ignoranz, sich den aktuellen Folgen zu verschließen und dieses bildungspolitische Raumharakiri weiter zu treiben“ sagt er.

Von Ildiko Röd und Saskia Kirf