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Potsdam Stadtverordnete stimmen für Grundschule am Filmpark Babelsberg
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Potsdams Stadtverordnete stimmen für Grundschule am Filmpark Babelsberg

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16:14 03.06.2021
Im Modell der Medienstadt steht die Schule bereits. Sie soll links der geschwungenen Heinrich-George-Straße entstehen.
Im Modell der Medienstadt steht die Schule bereits. Sie soll links der geschwungenen Heinrich-George-Straße entstehen. Quelle: Peter Degener
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Babelsberg

Für den Bau der Grundschule am Filmpark Babelsberg ist der nächste Schritt geschafft. In nicht-öffentlicher Sitzung haben die Stadtverordneten am Mittwochabend beschlossen, dass die Stadt die Schule durch den Filmpark-Chef Friedhelm Schatz in öffentlich-privater Partnerschaft errichten soll. „Es war ein Sofortbeschluss, was ich sehr begrüße, damit wir nicht noch mehr Zeit verlieren“, sagte Bildungsbeigeordnete Noosha Aubel (parteilos) der MAZ.

Kommunalaufsicht kann erst jetzt entscheiden

Die größte Hürde steht allerdings noch immer bevor, denn die Kommunalaufsicht des Innenministeriums hat das letzte Wort. „Dort wird nun geprüft, ob die Realisierung durch den privaten Investor mindestens genauso wirtschaftlich ist, wie ein Schulbau durch die Stadt selbst“, so Aubel. Denn üblicherweise baut der Kommunale Immobilienservice (Kis) für die Stadt. Im Fall der Filmpark-Grundschule soll aber auf einem Privatgrundstück gebaut und anschließend an die Stadt vermietet werden. Die langfristige Rechnung wird deshalb genau betrachtet. Wie teuer die Grundschule wird, ist noch geheim. Weder die Stadt noch der potenzielle Bauherr Friedhelm Schatz sagen auf Anfrage etwas zum Finanzrahmen, bevor die Kommunalaufsicht entschieden hat.

Noosha Aubel hofft auf ein Ergebnis innerhalb der nächsten drei Monate. Alle Unterlagen seien bereits vorbereitet gewesen und teils zur Verfügung gestellt – jedoch fehlte bislang der formal notwendige Beschluss für die Prüfung. Sie sei „verhalten optimistisch, dass wir die Schule wie geplant zum Schuljahr 2023/24 eröffnen“. Sollte die Kommunalaufsicht dem Plan nicht zustimmen, muss der nahegelegene Sportplatz Sandscholle für den Schulbau genutzt werden. Es ist das einzige geeignete Grundstück in städtischer Hand, dass in dem Bereich zur Verfügung steht.

Von Peter Degener