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Potsdam Beigeordnete will Bahnhofskiez im Auge behalten
Lokales Potsdam Beigeordnete will Bahnhofskiez im Auge behalten
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06:21 02.07.2019
Auch mit Überwachungskameras will die Polizei die Sicherheit am Potsdamer Hauptbahnhof verbessern. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Immer wieder geraten der Potsdamer Hauptbahnhof und seine Nachbarschaft in die Schlagzeilen. Diebstähle, Alkoholexzesse, handgreifliche Zankereien, Drogendelikte, sexuelle Belästigungen – die Liste der Vorfälle ist lang und vielschichtig. Gerade muss sich vor dem Landgericht ein 21-Jähriger verantworten, der einen anderen Mann am Dönerimbiss niedergestochen haben soll.

Seit Wochen zeigen Polizei und Ordnungsamt verstärkte Präsenz

Polizei und Stadt halten den Bahnhof und die vorgelagerte Freundschaftsinsel inzwischen für eine Kriminalitätsschwerpunkt – auch das Sicherheitsgefühl der Bürger dort habe sich verschlechtert. Vor Wochen schon haben Polizei und Ordnungsamt daher in den Nachmittags- und Abendstunden die offene und verdeckte Präsenz verstärkt – wie Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke der MAZ sagte für mindestens ein Jahr, „auf jeden Fall so lange, bis das Problem entschärft ist.“ Man werde die Kriminalität am Bahnhof und auf der Freundschaftsinsel zwar nicht beseitigen, aber doch zurückdrängen können.

Sozialbeigeordnete will Bahnhof mit der Polizei begutachten

In Fragen von Sicherheit und Ordnung hat in der Landeshauptstadt die neue Beigeordnete Brigitte Meier (SPD) das Sagen. Schon vor ihrem Dienstantritt am gestrigen Montag hat sie sich den Bahnhof näher angesehen. „Ich habe keinen schlechten Eindruck“, sagt sie: „Aber ich war zugegeben auch tagsüber dort, nicht in den Abendstunden.“ Das wolle sie mit der Polizei gern nachholen.

„Eine Stadt, in der man sich nicht bedroht fühlen muss“

„Der Hauptbahnhof ist ein Ort, auf den man gucken muss. Er ist aber kein Hotspot. Da gibt’s sicher schwierigere Orte in der Republik. Dennoch muss man die Sache ernst nehmen.“ Generell sei Potsdam eine Stadt, in der man zu jeder Tages- und Nachtzeit spazieren und radfahren könne, ohne Angst haben oder sich bedroht fühlen zu müssen. „Das ist Lebensqualität“, betont Brigitte Meier, die es aus Bayern nach Brandenburg gezogen hat.

In München hat sie viele Jahre in der Stadtpolitik und auch in der Stadtverwaltung gewirkt – seit 1996 war sie Stadträtin, von 2010 bis 2016 Sozialreferentin. „Aus dieser Erfahrung heraus kann ich sagen: Die beste Sicherheitspolitik ist eine gute Sozialpolitik“, so Brigitte Meier. „Wir haben in München zum Beispiel bewusst und sehr viel in die schwierigeren Quartiere investiert.“

Von Nadine Fabian

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