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Potsdam Investor für die Brache vom Haus des Reisens
Lokales Potsdam Investor für die Brache vom Haus des Reisens
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17:12 18.04.2014
An der Yorckstraße Ecke Friedrich-Ebert-Straße stand das Haus des Reisens. Quelle: Christel Köster
Potsdam

In dieser Woche war den Angaben zufolge der Notartermin.

Seit 2008 bemühte sich die Pro Potsdam, das Grundstück an der Friedrich-Ebert-/Ecke Yorckstraße zu verwerten. Damals stellte man einen Bauantrag für den Neubau eines Geschäftshauses. Es folgte ein Workshop mit Stadtverordneten und Fachgutachtern, der in einer Überarbeitung des Bauantrages durch eine zeitgenössische Beton-Fassade mit darauf geätzter historischer Fassade mündete. Dafür wurde im November 2010 eine Baugenehmigung erteilt.

Dann aber folgte ein Beschluss der Stadtverordneten, nach dem die Pro Potsdam das Grundstück nicht wie genehmigt bebauen, sondern verkaufen sollte, um über Investoren die von Georg Christian Unger gestaltete historische Fassade der "Alten Post" originalgetreu wiederherstellen zu lassen. Eine erste Ausschreibung blieb ohne akzeptables Ergebnis, die Wiederholung auch.

Als Kompromiss stimmten die Stadtverordneten im April 2013 der Errichtung eines Neubaus mit einer Fassade nach dem Entwurf des Architekten Redlich in Anlehnung an den historischen Bau von Georg Christian Unger zu. Im März 214 ging bei der ProPotsdam das Angebot eines Kreditinstitutes zum Erwerb des Grundstückes ein, verbunden mit dem Angebot, die von der ProPotsdam beantragte und erwartete Baugenehmigung mit der von der Stadtverordnetenversammlung gewünschten Fassade unverändert umzusetzen.

Laut Pro-Potsdam-Geschäftsführer Horst Müller-Zinsius entlastet der besiegelte Verkauf die ProPotsdam "spürbar": "Nicht nur deckt der Kaufpreis den Grundstückswert und nahezu alle bisherigen Aufwendungen der Projektentwicklung, etwa für Abbruch, Workshop, Gebühren und erbrachte Planungsleistungen, sondern darüber hinaus müssen wir nun nicht mehr - wie ursprünglich erforderlich - neben der Kreditaufnahme auch noch über eine Millionen Euro weitere Eigenmittel für den Neubau aufwenden." Besonderer Dank gelte dem Stadtverordneten Wolfhard Kirsch (Bürgerbündnis), der laut Müller-Zinsius den Kontakt zum Kreditinstitut hergestellt und gepflegt hat. Der Neubau könnte nach früheren Angaben der Pro Potsdam in 18 Monaten errichtet werden.

Von Volker Oelschläger

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