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Potsdam Projektentwickler helfen dem „Heimatstern“
Lokales Potsdam Projektentwickler helfen dem „Heimatstern“
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21:23 26.02.2018
Geschäftsführer Jan Kretzschmar (l.) und Bauleiter Robert Kögler auf der Baustelle des Campus Filmpark in Babelsberg. Quelle: Heinz Helwig
Potsdam/Potsdam-Mittelmark

Für Jan Kretzschmar, Geschäftsführer der KWDevelopment GmbH in Berlin, ist soziales Engagement selbstverständlich. Darum zögerte er auch nicht lange, als er in der MAZ von der diesjährigen Weihnachtsaktion las. 500 Euro spendet die KWDevelopment für den „Heimatstern“ der Potsdamer Kinder. „Wenn wir ihnen damit helfen können, machen wir das gern“, sagt der Investor. Er findet die Idee der Wabenwand und ihrer Gestaltung „besonders innovativ“.

Die Projektentwicklungsgesellschaft entwickelt derzeit einen Campus am Filmpark Babelsberg und das Brunnenviertel in der Waldstadt. Sie hat in Beelitz-Heilstätten ein Refugium nicht nur für Künstler geschaffen und wird dem Ort ein völlig neues Zentrum geben. Das Unternehmen unterstützt seit Jahren die Kinder- und Jugendarbeit des Potsdamer Ringerclubs Germania, nicht nur weil Kretzschmar selbst früher einmal 25 Jahre lang auf der Matte des Vereins stand.

„Es gibt nur wenige Dinge, die die Menschen so zueinander bringen wie der Sport“, sagt der Unternehmer. Durch die Aktion „Fair Ringer“ habe der Verein großen Zulauf von Kindern aus den internationalen Ringer-Hochburgen wie Syrien, Iran und Irak. „Bei den Wettkämpfen begegnen sich die Eltern der Kinder, lernen sich kennen und knüpfen Kontakte“, so Kretzschmar. Auch die Watzeck-Stiftung in Berlin, die sich um benachteiligte Kinder kümmert, erhält zuweilen eine Zuwendung der Gesellschaft.

Sein junges Unternehmen mit aktuell 36 Mitarbeitern ist selbst noch im Kindesalter. Vor fünf Jahren ist Kretzschmar mit seiner Firma in die Selbstständigkeit gestartet. In dieser Zeit hat die Gesellschaft aber schon rund 2000 Wohnungen in Berlin und Brandenburg gebaut und sich auf einen durchschnittlichen Jahresumsatz von 65 Millionen Euro in der Bautätigkeit und 80 Millionen Euro in der Projektentwicklung hochgearbeitet. Mehr als die Hälfte aller Wohnungen sind für Wohnungsbaugesellschaften entstanden, viele davon als Sozialwohnungen, wie beispielsweise bei den Gärten der Welt in Berlin. Davor war der gelernte Baufacharbeiter mit Abitur aus dem ehemaligen Bau- und Montagekombinat (BMK) Ost 15 Jahre lang für das Bauunternehmen Kondor Wessels tätig, zunächst als Mitarbeiter in der Projektentwicklung, dann als Projektleiter. Nachdem der Run auf Einfamilienhäuser vorüber war, begann Kretzschmar 2003 Geschosswohnungsbau zu entwickeln.

„Wenn wir eine leere Fläche in einer interessanten Lage sehen, prüfen wir, ob wir sie kaufen können und was wir daraus machen würden“, beschreibt Kretzschmar. Dabei hat er nicht nur die Wohnungen im Blick, sondern zugleich auch immer die Infrastruktur. Wer eine Wohnung sucht, will auch Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungen in seiner Nähe haben, sagt der Projektentwickler. Damit stößt er in den Kommunalverwaltungen allerdings nicht immer auf ein partnerschaftliches Mitdenken, musste er schon mehrfach feststellen. Dass die KWDevelopment neben dem Campus in der Stahnsdorfer Straße in Potsdam ohne ausdrückliche Aufforderung eine Kita baute, störte die Stadtväter nicht. Für den Einkaufsmarkt im Studentenviertel musste er dagegen hartnäckig kämpfen. Mit Filmpark-Chef Friedhelm Schatz will Kretzschmar noch eine Grundschule sowie ein Themen-Hotel beispielsweise mit einer Miss-Piggy-Suite für Gäste der Medienstadt entwickeln.

Den Schwerpunkt ihrer Arbeit im nächsten Jahr will die Projektentwicklungsgesellschaft in den Standort Beelitz-Heilstätten legen. Dort werden im Quadranten D die neuen Wohnungen im ehemaligen Pavillon und der Wäscherei der früheren Lungenheilstätten fertig. Für das zukünftige Ortszentrum im Quadranten C soll 2018 der Grundstein für bis zu 1000 Wohnungen gelegt werden. Aber auch in Potsdam wird sich einiges tun. So sollen Ende Februar/Anfang März die ersten der 380 Miet- und Eigentumswohnungen im Brunnenviertel übergeben werden. Dann wird es allmählich auch Zeit für das geplante Ärztehaus, dessen Bau im März begonnen werden soll. Hinzukommen sollen außerdem eine Pflegeeinrichtung und betreutes Wohnen, eine Kita mit 130 Plätzen sowie ein kleiner Gewerbehof.

Von Heinz Helwig

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