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Potsdam Rathaus plant Zentraldepot
Lokales Potsdam Rathaus plant Zentraldepot
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10:43 30.11.2016
Hannes Wittenberg, stellvertretender Direktor des Potsdam-Museums, im Übergangsdepot auf Hermannswerder mit einer Fotografie von Max Baur. Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Die Stadt prüft die Errichtung eines Zentraldepots für kommunale Einrichtungen. Das hat Bürgermeister Burkhard Exner (SPD) im Finanzausschuss bekanntgegeben. Nach Angaben von Stefan Karau, Projektleiter im Fachbereich Verwaltungsmanagement, Stefan Karau, wurde eine Projektgruppe gebildet, in der der Bedarf für alle Bereiche der Verwaltung „im Komplex“ geprüft würden. Als potenzielle Nutzer nannte Karau im Kulturausschuss das Naturkundemuseum und das Stadtarchiv.

Bekannt gegeben wurden die Pläne für ein Zentraldepot bei der Diskussion eines Antrags der Linken, nach dem die Verwaltung ein Konzept zur langfristigen Sicherung der Depotausstattung für das Potsdam-Museum sowie die Stadt- und Landesbibliothek vorlegen sollte. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Karin Schröter bestätigte auf MAZ-Anfrage, dass die Fraktion ihren Antrag bis März zurück gestellt habe. Dann sollen die ersten Ergebnisse der Prüfungen zum Zentraldepot vorliegen.

In der öffentlichen Diskussion wird vor allem die Situation des Potsdam-Museums immer wieder thematisiert. 2012 konnte es mit der Ausstellung zum 300. Jubiläum Friedrichs des Großen seine neuen Ausstellungsräume im Alten Rathaus eröffnen. Die Depotfrage blieb ungelöst. Zum Thema wurden die auf Hermannswerder und in der Groß-Glienicker Waldsiedlung genutzten Räume lediglich im Zusammenhang mit einer Umnutzung als Flüchtlingsunterkunft. Auf Hermannswerder nahm man aus Kostengründen davon Abstand, in der Groß-Glienicker Waldschule zog das Museum in Nachbarräume um.

Zusätzlich zu den rund 1700 Quadratmeter umfassenden Räumen auf Hermannswerder und den rund 550 Quadratmetern in Groß Glienicke bezog das Potsdam-Museum im Sommer rund 120 Quadratmete auf dem Gelände der MAZ, die nach Angaben des Museums für das Hausarchiv benötigt werden. Mehrfach bekräftigten das Museum und der Förderverein den Bedarf eines zentralen Depotstandorts. „Perspektivisch halten wir daran fest, dass wir ein Depot haben und nicht wie jetzt drei Standorte“, sagte der stellvertretende Direktor Hannes Wittenberg. 3000 Quadratmeter werden nach Angaben von Museumschefin Jutta Götzmann insgesamt benötigt.

Die Misere des Potsdam-Museums

Die Depotsituation des Potsdam-Museums wird immer wieder thematisiert. Einer der Gründe dafür ist sicher, dass es im Gegenteil zu anderen Einrichtungen in Potsdam, nicht nur mit einem, sondern mit mehreren provisorischen Lagerstätten arbeiten muss.

Hoffnungen auf eine große Lösung parallel zum Umzug des Museums ins Alte Rathaus erfüllten sich nicht. Das neue Depot auf Hermannswerder blieb ein unvollendetes Provisorium, ergänzende Räume in Groß Glienicke und an der Friedrich-Engels-Straße folgten.

Viele Bestände auf Hermannswerder wurden laut Museumsdirektorin Jutta Götzmann seit dem Einzug mangels Platz noch nicht einmal ausgepackt. Ein weiterer Kritikpunkt ist die fehlende öffentliche Nutzbarkeit. Wunsch des Museums wäre ein fürs Publikum zugängliches Schaudepot.

In der Groß-Glienicker Waldschule, in der das Potsdam-Museum seit 2011 unter anderem die Sammlung der Galerie sozialistische Kunst verwahrt, haben auch andere Einrichtungen Platz gefunden. Das Naturkundemuseum verwahrt dort auf knapp 500 Quadratmetern viele seiner Tierpräparate. Die Stadt- und Landesbibliothek, die 2010 mit dem Umbau ihres Hauses am Platz der Einheit zum Bildungsforum eine komplette Magazinetage aufgeben musste, hat in der Waldschule rund 300 Quadratmeter angemietet. Rathausabteilungen wie das Stadtarchiv und die Schulverwaltung sind ebenfalls in Groß Glienicke präsent.

Nach Angaben von Projektleiter Karau wird das Thema eines Zentraldepots unter Einbeziehung der potenziellen Nutzer aufbereitet. Ziel sei ein „Konzept mit Synergieeffekten für die nächsten 30 Jahre“, sagte er im Kulturausschuss. Bürgermeister Exner sagte im Finanzausschuss, dass „nach Vorlage der Ergebnisse die erforderlichen Investitionen zu betrachten“ seien. Laut Karau können die Finanzfragen frühestens im Doppelhaushalt 2018/19 berücksichtigt werden.

Von Volker Oelschläger

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