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Potsdam Rathaus plant Zulagen für Ingenieure und Sozialberufe
Lokales Potsdam Rathaus plant Zulagen für Ingenieure und Sozialberufe
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19:45 16.11.2018
Im Rathaus Potsdam denkt man über Zulagen für bestimmte Berufsgruppen nach., um die Personalnot zu lindern. Quelle: MAZ/Michael Hübner
Potsdam

Um den Personalmangel in der Verwaltung zu lindern, will man im Rathaus auf Zulagen für bestimmte Berufsgruppen setzen. Der Kommunale Immobilienservice (Kis) hat mehrere Stellen ausgeschrieben, die eine Fachkräftezulage ermöglichen. Das teilte Bernd Richter, der Werkleiter des Kommunalen Immobilienservice, am Freitag im Werkausschuss mit.

Rathaus verspürt Not bei bestimmten Berufen

Stadtsprecher Stefan Schulz bestätigte auf MAZ-Anfrage, dass eine entsprechende Richtlinie erarbeitet wird. „Diese Frage wird in den Gremien des Hauses debattiert und steht zur Entscheidung an. Andere Kommunen, etwa Berlin, zahlen in bestimmten Bereichen besser als die Stadt Potsdam und deshalb verspüren wir in der Verwaltung eine gewisse Not“, so Schulz.

Profitieren würden dann nicht nur die Ingenieure, die der Kommunale Immobilienservice so dringend braucht, sondern auch andere Berufsgruppen, etwa in den Sozialberufen. Wie stark sich die Entscheidung, die als Teil der laufenden Verwaltung nicht durch das Stadtparlament muss, finanziell auswirkt, war am Freitag nicht zu erfahren.

Gerade bei Ingenieuren gibt es einen harten Kampf mit dem freien Markt

„Die Personalsituation ist angespannt, das kann man nicht anders sagen. Gerade bei Ingenieurberufen gibt es in ganz Deutschland einen ganz harten Kampf mit dem freien Markt“, erklärte Werkleiter Richter. „Wir versuchen deshalb die Ausschreibungen attraktiver zu gestalten und kommunizieren darin, dass wir die Fachkräftezulage gerne anwenden, wenn die Bewerber die Bedingungen dafür erfüllen“, so Richter.

Kis-Werkleiter Bernd Richter vor dem Potsdamer Rathaus Quelle: Christel Köster

Kis hat erste Ausschreibungen schon attraktiver gestaltet

Derzeit gebe es bereits fünf Ausschreibungen mit entsprechenden Ankündigungen. „Wir hoffen, dass das Früchte trägt und zu mehr Bewerbungen führt. Leider betrifft es bisher nur das Ingenieurpersonal“, sagte Richter dem Ausschuss. Sobald über die Anwendungsrichtlinie der Stadt entschieden würde, könne er auch andere Ausschreibungen auf dieser Art aufwerten. Schon jetzt haben die veränderten Ausschreibungen laut Richter bereits zu einzelnen Nachverhandlungen des bestehenden Personals des Kommunalen Immobilienservice geführt.

Duales Studium in Kooperation mit der FHP und BTU soll langfristig helfen

Um langfristig qualifizierte Bauingenieure an sich zu binden, regt Richter zudem einen dualen Studiengang an. Dazu sollen noch dieses Jahr Gespräche mit der Fachhochschule Potsdam (FHP) und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) stattfinden.

Weil nicht alle Stellen besetzt sind, spart der Kis derzeit allerdings auch Geld ein. Seit Jahresbeginn musste für Personalkosten etwa eine halbe Million Euro weniger aufgewendet werden musste, als im Wirtschaftsplan veranschlagt war.

Von Peter Degener

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