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Potsdam Sascha Lobo kommt zum MAZ-Talk nach Potsdam
Lokales Potsdam Sascha Lobo kommt zum MAZ-Talk nach Potsdam
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12:05 09.10.2019
Sascha Lobo erklärt in seinem neuen Buch den Realitätsschock der vergangenen 30 Jahre. Quelle: Foto: Britta Pedersen/dpa
Potsdam

Wer hätte das gedacht? Damals, nach dem Fall der Berliner Mauer. Es sah so aus, als würde die Weltgeschichte sich doch zum Besseren hin bewegen. Als hätte sich die Vernunft durchgesetzt. Die Blöcke lösten sich auf, Diktaturen brachen zusammen, neue Demokratien wurden geboren. Ein Hauch von Liberalität wehte über den Globus. Und heute? Alles Schall und Rauch?

Wir erleben einen Realitätsschock

Der Klimawandel, der damals beherzt gestoppt werden sollte, ist schneller spürbar geworden, als gedacht. Weltweit sind Flüchtlinge unterwegs, auf der Suche nach einem besseren Leben oder einfach nur, um ihre Haut zu retten. Zugleich kippen Demokratien nach rechts. Der Bestand der Europäischen Union ist bedroht angesichts der Brexit-Pläne der Briten und anderen nationalistischen Abgrenzungsversuchen der vergangenen Jahre in Polen, Ungarn, Österreich oder Italien.

Die Welt ist innerhalb von dreißig Jahren eine andere geworden. Die Menschen erleben einen „Realitätsschock“, schreibt Sascha Lobo in seinem neuesten, gleichnamigen Buch, das im September erschienen ist (Kiepenheuer und Witsch, 352 Seiten, 22 Euro).

Der Blogger, Journalist und Internet-Aktivist versucht, darin zu erklären, warum die Welt innerhalb von wenigen Jahren offenbar aus den Fugen geraten ist. In zehn Kapiteln, die sich mit Themen wie Klimawandel, Migration, Rechtsruck, Künstlicher Intelligenz oder dem Aufstieg Chinas zur Wirtschaftsmacht befassen, versucht er nicht nur den Zustand der Welt zu beschreiben, sondern fragt zugleich nach Auswegen.

Lobo diskutiert mit Hannah Suppa

Lobos zentrale These lautet: Der Realitätsschock kommt vor allem dadurch zustande, dass Globalisierung und Digitalisierung nicht nur Wirtschaft und Politik, sondern vor allem unseren Alltag so rasant verändert haben, dass sich die Menschen nicht mehr auskennen. Lobo wäre nicht Lobo, wenn er nicht Auswege über eine kritische Auseinandersetzung mit neuen Technologien und Sozialen Medien sehen würde.

Am 23. Oktober diskutiert Sascha Lobo im Potsdamer Waschhaus mit Hannah Suppa, der ehemaligen Chefredakteurin der MAZ und heutigen Chefredakteurin Digitale Transformation im Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

***

MAZ-Talk mit Sascha Lobo: Mittwoch, 23. 10. 2019, 20 Uhr im Waschhaus Potsdam. Moderation: Hannah Suppa. Eintritt ab 10 Euro (zzgl. Vorverkaufsgebühren); 10 % AboPlus-Rabatt für MAZ-Abonnenten). Tickets unter www.ticketeria.de.

Von Mathias Richter

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