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Potsdam Regio-Bahn soll Pendler entlasten
Lokales Potsdam Regio-Bahn soll Pendler entlasten
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13:56 06.03.2014
Trams könnten auf DB-Gleisen fahren. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam/Teltow

Eine "Arbeitsgruppe Verkehr" (AGV), in der neben Potsdam der Landkreis Potsdam-Mittelmark sowie Kleinmachnow, Nuthetal, Schwielowsee, Stahnsdorf, Teltow und Werder vertreten sind, beschäftigt sich seit März 2013 damit.

Die AGV prüft unter anderem eine Verlängerung der Straßenbahn oder Regio-Stadtbahn nach Stahnsdorf/Teltow, nach Geltow und nach Saarmund sowie die generelle Einführung von "Zwei-Systembahnen", also Tram und Regio-Stadtbahn auf den gleichen Gleisen. Dazu hat sie zuerst einmal die Verkehrsströme geprüft und geschaut, woher die meisten Menschen in die Landeshauptstadt pendeln.

Mit gut 3000 Einpendlern pro Tag liegt die Region Beelitz-Michendorf-Seddin etwa gleichauf mit Werder, von wo aus ebenfalls 3000 Menschen täglich nach Potsdam fahren. Zwischen 2005 und 2012 ist diese Quote um sieben bis neun Prozent gestiegen. An zweiter Stelle liegen Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf mit knapp 2600 Pendlern pro Tag - allerdings fahren in diese Gemeinden wiederum auch gut 2800 Potsdamer jeden Tag zur Arbeit. Diese Strecke, in beide Richtungen, wird nach Einschätzung der Arbeitsgruppe auch weiteren Zuwachs verzeichnen.

Vor der Einführung eines Regio-Stadtbahnsystems gibt es noch viel zu prüfen, bescheinigt die AGV - in Sachen Infrastruktur, Technik und Betriebsablauf. Auch die Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und eventuelle Umbauten an Haltestellen sind noch weitgehend ungeklärt. In jedem Fall wären "erhebliche Investitionen" nötig - für Um- und Neubauten und die Anschaffung von Zügen. "Aus betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten kann sehr wahrscheinlich nicht nur eine Regio-Stadtbahnlinie betrieben werden", lautet das Fazit.

Die SPD nahm es dennoch mit Wohlwollen zur Kenntnis. "Gut, dass auf die anfängliche Skepsis für unsere Idee jetzt eine ernsthafte Auseinandersetzung folgt", freute sich Fraktions-Chef Mike Schubert, der sich "eine spürbare Entlastung des Straßenverkehrs" verspricht, "wenn wir attraktive Schienenangebote zum Pendeln schaffen".

Entlastung für Pendler könnte auch vom Bund und der Deutschen Bahn kommen. Die haben laut CDU-Kreisvorsitzender Katherina Reiche grünes Licht signalisiert für einen Ausbau der S-Bahn-Trasse von Teltow nach Stahnsdorf - ein Wunsch, den es dort schon seit Jahren gibt. Reiche, inzwischen Staatssekretärin beim Bundesverkehrsministerium, beschuldigte in der Presse das Land, den Ausbau der Linie 25 nach Stahnsdorf zu blockieren - und zwar seit mehr als 20 Jahren.

Als Hintergrund dafür vermutet Reiche, dass die Verlängerung Begehrlichkeiten anderer Speckgürtel-Kommunen wecken könnte, ebenfalls ans S-Bahn-Netz angeschlossen zu werden. Das Land hält dem entgegen, dass Bund und Bahn zwar die Strecke bauen würden, die Betriebskosten hingegen im Landeshaushalt zu Buche schlügen - und der habe dafür keinen Spielraum. Der Betrieb der Linien sei zudem unrentabel.

Von Jan Bosschaart und Stephan Laude

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