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Potsdam Rehazentrum kündigt 40 Mitarbeitern
Lokales Potsdam Rehazentrum kündigt 40 Mitarbeitern
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01:15 07.09.2018
Das RZP am Klinikum Ernst von Bergmann schließt zum Jahresende. Krankenhaus Klinikcampus Reha Quelle: Peter Degener
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Innenstadt

Die Auflösung des Rehazentrums Potsdam (RZP) in der Gutenbergstraße führt zu rund 40 Kündigungen. Betroffene Mitarbeiter demonstrierten deshalb bereits am Montag vor dem Stadthaus und forderten Hilfe bei der Suche nach einem Ausweichstandort für das Rehazentrum.

Wie berichtet, muss die ambulante Reha-Klinik zum Jahresende schließen, da das Klinikum Ernst-von-Bergmann einen Eigenbedarf für das Gebäude am Rande des Klinikcampus’ angemeldet hat.

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Die Mitarbeiter waren Ende August auf einer Betriebsversammlung über die Kündigungen informiert worden. Recura-Sprecher Thomas Lehmann äußerte gegenüber der MAZ die Hoffnung, dass zahlreiche der Mitarbeiter an den stationären Reha-Kliniken in Beelitz-Heilstätten unterkommen. „Die ambulante Nachsorge in der Nähe des Krankenhauses sahen wir allerdings als eine unserer Aufgaben“, bedauert er den Verlust des Angebots für die Patienten.

Mutterfirma will Mitarbeiter in Beelitz-Heilstätten unterbringen

Die Mutterfirma des RZP, die Recura Kliniken GmbH aus Beelitz-Heilstätten, hatte sich nach Angaben von Sprecher Lehmann seit Ende 2017 um einen Ausweichstandort bemüht – bis zuletzt allerdings erfolglos. Als Ursache nannte Recura in einer Mitteilung den Mangel an Gewerbeimmobilien und die hohen Mieten. Allerdings habe man als Reha-Klinik auch besondere strukturelle Erfordernisse an die Räume. Zudem wollte man weiterhin in zentraler Lage in Potsdam bleiben.

Es habe auch „längere Gespräche“ mit dem Klinikum gegeben, um eventuell anderswo auf dem Campus unterzukommen, was letztendlich nicht gelang. Seit 2012 war das RZP an der Gutenbergstraße untergebracht.

Das RZP befindet sich auf dem Areal des Klinikum Ernst von Bergmann an der Gutenbergstraße. Quelle: Peter Degener

Bergmann-Klinikum benötigt Räume als Ausweichlösung für Umbauten

Klinikumssprecherin Damaris Hunsmann sagte auf MAZ-Anfrage, dass es keine Kündigung gegeben habe, sondern der Mietvertrag einvernehmlich aufgelöst worden sei.„Der Bedarf an Flächen entsteht durch die anstehenden Baumaßnahmen“ begründet Damaris Hunsmann den Eigenbedarf des Krankenhauses.

Das Bettenhaus C soll in den nächsten Jahren saniert werden und gemeinsam mit zwei weiteren Gebäuden um eine neunte Etage aufgestockt werden. „Um während der Bauphase die Patienten ohne Einschränkungen betreuen zu können, werden weitere Räume auf dem Gelände benötigt“, so Hunsmann.

Von Peter Degener