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Potsdam So schmeckt es in der Weinbar Piccolo Pane
Lokales Potsdam So schmeckt es in der Weinbar Piccolo Pane
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00:27 25.02.2019
Marcus Grosser-Schlepps, Geschäftsführer des Piccolo Pane zeigt ein italienisches Pane mit Rosmarinschinken und Pecorino. Quelle: Stefan Gloede
Potsdam

Stulle mit Brot, also das gleichermaßen einfache wie wunderbare Abendmahl mit Brot und Aufschnitt ist den Deutschen auf den Leib geschneidert und dieser Klassiker wird – zu Recht – niemals aus der kulinarischen Mode kommen. Andere Länder, anderes Abendbrot?

Jein. Im und mit Piccolo Pane gibt es eine italienische Antwort. Piccolo Pane, so heißt eine entzückende kleine Abendbrot- und Weinbar im Holländischen Viertel, in der ein dünnes, ohne Fett gebratenes Fladenbrot gebacken wird, das gleichermaßen kreativ wie bodenständig belegt wird: mit verschiedener Salami, mit Bresaola, Rosmarinschinken, mit Thunfisch, Pecorino, Mozzarella oder als Gemüsebeet mit Tomaten, Zucchini, Karotten, Paprika und Ruccola. Keine Butter, wenn Aufstrich, dann vornehmlich Frischkäse, das ist eine weitere mediterrane Note.

Bitte zugreifen: Zur Aufschnitt-Mixplatte gehören Bresaola, Prosciutto Crudo, Rosmarinschinken, Pecorino-Trüffel, Salami Milano, Ziegenfrischkäse und Tomaten mit Mozzarella Quelle: Stefan Gloede

Nicht, dass sich das Piccolo Pane versteckt. Der Eingang aber befindet sich in der Hofdurchfahrt und ein Aufsteller „Rokoko Zimmer“ mag bei Debütanten für Verwirrung sorgen. Was es mit dem Epochennamen auf sich hat, zeigt sich unverzüglich beim Betreten des kleinen Gastraumes. Wände und Decken werden von alten, teils verblichenen Malereien geziert – eine Entdeckung, die die Hausbesitzerin vor Jahren machte und die das Ganze frei legen ließ.

Gastro-Steckbrief

Piccolo Pane, Benkertstraße 21, 14467 Potdsam, Telefon 0173/609 37 11

Internetseite:

www.piccolo-pane.de

Innenplätze: ca. 26

Außenplätze: ca. 18

Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag 17 bis 22 Uhr,Freitag + Samstag 12 bis 22 Uhr

Piccolo Pane: 4,60 bis 9,50 Euro

Aufschnittplatten: 9,50 bis 18,50 Euro

Softdrinks: 0,33 l/3 bis 3,30 Euro

Wasser: 0,275 l/2,50 Euro

Bier: 0,5 l/3,80 bis 4,40 Euro

Wein:0,2 l ab 3,80 Euro

Der Raum steht heute unter Denkmalschutz. Blanke hölzerne Hochtische, Stühle und eine lange Wandbank nehmen sich zurück, damit die Spuren der Vergangenheit noch besser zur Geltung kommen. Der Ein-Mann-Service sorgt für gute Laune, so, als wäre man Italo-Abendbrot-Stammgast. Vor dem Brot der Wein oder das Bier. Als Vinothek gibt es auch einen Außer-Haus-Verkauf, Flaschen von der Angebotstafel ab elf Euro, eine Flasche Crémant für 14,50 Euro, bei den guten Qualitäten sehr faire Preise.

 Auch die offenen Italiener, der Hauswein 0,2 l für 3,80 Euro, ein Bardolino Classico 0,2 l 5 Euro, sind trinkfein kalkuliert. Das Bier ist regional, die Stange, Helles oder Saisonbiere gibt es in Flaschen von der Braumanufaktur Potsdam. Farbenfrohe Holztulpen läuten bereits den Frühling ein, gegen Winterblues wird saisonal auch warmes Piccolo Pane als „Raclette Variation“ angeboten.

Ein Fläschchen guten Weines ist bei der Mahlzeit nicht zu verachten. Quelle: Stefan Gloede

Die gemütliche, dezent musikalisch beschallte Stube mit Kamin, in dem Kerzen brennen, ist schnell bis fast auf den letzten Platz besetzt. Gut, wer reserviert hat. Eigentlich gehört keine Vorspeise zum Abendbrot, doch die an eine bayerische Brotzeit erinnernden italienischen Aufschnittplatten klingen zu gut. Die würde denn auch für Zwei ausreichen, ohne dass es ein Zuviel auf dem Teller gibt, aber das Essen mit den Fingern, was sich beim warmen, herzhaften Piccolo Pane mit Raclette-Käse und Milano-Salami fortsetzen lässt, trägt zum Spaß bei.

Aufschnittplatten und belegte Brote sind weniger eine Sache des Kochens denn des (guten) Produkteinkaufs und der Darbietung. Beides ist in der Weinstube mit ihrem stimmigen Konzept gegeben. Rustikal, unkompliziert mit netten Aufschnittteller-Details wie Gorgonzola nebst Walnüssen, würzige Piccolo-Pane-Stücke, Fenchelsalami, Rosmarinschinken, Oliven, Frisch- und Schafskäse im Schälchen, kurzum ein schmackhafter Durchmarsch. Man könnte sich das Pane damit belegen – so ist es wohl eigentlich gedacht – oder alles einzeln knabbern, das hat das italienische dem deutschen Abendbrot voraus.

Service, das bedeutet auch aktives Verkaufen. Ein herzliches „Schmeckt’s?“ und ein „Noch ein Weinchen?“ kommen charmant rüber und tragen zur herzlichen und geselligen Stimmung bei. Wenn der alte West-Reklamespruch „Heute bleibt die (eigene) Küche kalt“ heute Anwendung findet, dann ist mit dem Piccolo Pane die erfreuliche externe Abendbrot-Adresse gefunden.

Von Manuela Blisse

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