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Potsdam Restmüll-Entsorgung wird in Potsdam ab 2020 teurer
Lokales Potsdam Restmüll-Entsorgung wird in Potsdam ab 2020 teurer
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19:17 29.08.2019
Die Gebühren für die Entsorgung der dunklen Restmülltonnen wird steigen. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Die Abfallgebühren in Potsdam steigen ab 2020 leicht an. Die neue Gebührensatzung, die am Donnerstag von Nicole Prestin, Leiterin des Bereichs Öffentlich-Rechtliche Entsorgungsträger des Rathauses, vorgestellt wurde, sieht einerseits leicht sinkende Grundgebühren vor, andererseits wird die Verbrauchsgebühr für Restmüll je nach Größe der Mülltonne zwischen sechs und neun Prozent steigen.

Vier-Personen-Haushalt zahlt rund 225 Euro im Jahr für die Entsorgung

Beim Bioabfall steigt die Gebühr um bis zu zwei Prozent bei kleinen Tonnen – die Leerung der großen Tonnen wird dagegen sogar um bis zu drei Prozent günstiger.

Ein Rechenbeispiel: Potsdamer Vier-Personen-Haushalte mit eigener 80-Liter-Restmülltonne und 60-Liter-Biotonne müssen für 2020 mit Gebühren von 224,77 Euro rechnen – derzeit ergeben sich noch 220,23 Euro Gebühr.

Nicole Prestin ist Leiterin des Bereichs Öffentlich-Rechtliche Entsorgungsträger. Quelle: Peter Degener

Die Verwertung des Restmülls wird immer teurer

Die Verwaltung muss allerdings bei ihrer neuen Kalkulation auf Schätzwerte zurückgreifen. „Seit dem ersten Quartal läuft eine Ausschreibung über die Verwertung des Restabfalls, des Sperrmülls und des Bioabfalls. Die zu erwartenden Preise wurden deshalb nach aktuellen Marktpreisen geschätzt“, erklärte Prestin.

Gerade beim Restabfall wird die Verwertung voraussichtlich um 70 Prozent teurer. Die Stadt kalkuliert hier Mehrkosten von rund 1,6 Millionen Euro. Weil im Jahr 2018 etwa 1,3 Millionen Euro zuviel an Gebühren eingenommen wurden, die nun verrechnet werden, schlagen die hohen Entsorgungskosten nicht noch deutlich stärker auf die Abfallgebühren durch. Die Gesamtkosten für die Müllbeseitigung in Potsdam sind innerhalb von drei Jahren von 17,57 auf 19,9 Millionen Euro gestiegen.

Beigeordnete Brigitte Meier will neue Strategie, um Kosten niedrig zu halten

Grund für die steigenden Kosten sind höhere Sprit- und Personalkosten der Verwertungsunternehmen, sowie eine durch das Bevölkerungswachstum steigende Müllmenge, die abgegeben wird. „Die Verwertungsbetriebe am Markt haben Betriebserlaubnisse mit bestimmten Kapazitätsgrenzen“, erklärt Ordnungsbeigeordnete Brigitte Meier (SPD) dazu. Die Ausschreibungsergebnisse sind entsprechend teuer für die Stadt.

Sie will daher eine neue Strategie entwickeln, wie mit dem Potsdamer Müll künftig umgegangen wird, damit die Kosten nicht zu sehr steigen. „Wir müssen dabei auch über eine eigene Verwertung nachdenken und uns dafür vielleicht auch mit angrenzenden Kommunen in einem Zweckverband zusammentun“, so Meier.

Stadtentsorgung braucht zweiten Standort im Norden für effiziente Arbeit

Nach einem Vor-Ort-Termin bei der Potsdamer Stadtentsorgung seien ihr zwei weitere Probleme bewusst geworden: „Wir müssen uns um die Ver- und Entsorgung des Nordens kümmern.

Einerseits fahren Müllfahrzeuge von Drewitz dorthin, andererseits ist auch der fehlende Wertstoffhof ein Problem, weil die Bürger im Norden bis in den Süden fahren müssen“, so Meier. Die Transportkosten des Mülls schlagen zudem auf die Gebühren durch.

>>>Abfallgebühren sinken 2019

Von Peter Degener

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