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Potsdam Neue Rolltreppen lassen auf sich warten
Lokales Potsdam Neue Rolltreppen lassen auf sich warten
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13:57 29.10.2019
Die Rolltreppen am Potsdamer Hauptbahnhof machen immer wieder Probleme. Quelle: MAZonline
Potsdam

Gesperrte Rolltreppen, defekte Aufzüge: Um die Barrierefreiheit ist es am Potsdamer Hauptbahnhof oft schlecht bestellt. Die Deutsche Bahn (DB) hat nun angekündigt, dieses Dauer-Ärgernis zu beseitigen – allerdings nicht sofort. Demnach sollen die Rolltreppen und einer der Fahrstühle bis 2022 erneuert werden. Das teilte die Leiterin des Regionalbereiches Ost der DB Stationen & Service, Jeannette Winter, in einem Gespräch mit Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) am Montag im Rathaus mit.

Austauschprogramm mit dem Bund

Der Oberbürgermeister hatte sich im Sommer an die Deutsche Bahn gewandt und seine Sorge über die fehlende Barrierefreiheit wegen langer Ausfälle der Rolltreppen und Fahrstühle an verschiedenen Bahnstationen in der Stadt zum Ausdruck gebracht. Jeannette Winter sagte nun: „Das Thema Verfügbarkeit von Aufzügen und Fahrtreppen ist uns besonders wichtig. Neben der elektronischen Überwachung und einer damit verbundenen Verkürzung von Reparaturzeiten, konnten wir gemeinsam mit dem Bund ein Austauschprogramm für die kommenden Jahre initiieren. Davon profitieren auch die Reisenden am Hauptbahnhof.“ Die Regionalleiterin hat in dem Gespräch unter anderem die Situation der alten Rolltreppen am Hauptbahnhof erläutert und Verbesserungen angekündigt. Im Detail: Der störanfällige Aufzug im Hauptbahnhof (Zugang Gleis 2/4) soll im ersten Halbjahr 2020 ausgetauscht werden. Voraussichtlich 2020 werden die Rolltreppen auf den Bahnsteigen 6/7, im Jahr 2021 auf den Bahnsteigen 2/4 und im Jahr 2022 auf den Bahnsteigen 1/3 erneuert.

Schubert: Bahnhöfe und ihr Umfeld attraktiver gestalten

Weitere Themen des Gesprächs waren die Entwicklung der Bahnhöfe in Potsdam und deren Umfeld sowie die gemeinsame „Mobiagentur“ am Hauptbahnhof. „Wir haben in einem ersten gemeinsamen Gespräch über die Qualität und Sicherheit sowie den Ausbau der Bahnhöfe Pirschheide und Marquardt gesprochen“, sagt Mike Schubert. „Es ist unser gemeinsames Ziel, die Bahnhöfe in der Landeshauptstadt und deren Umfeld attraktiver zu gestalten.“

Zwei neue Außenbahnsteige am Bahnhof Pirschheide

Bereits im Mai 2019 haben die Deutschen Bahn und Brandenburgs Infrastrukturministerium eine Vereinbarung zum Ausbau der Bahnhöfe getroffen. Demnach soll nicht nur bis 2022 die Barrierefreiheit am Hauptbahnhof verbessert werden, auch zwei neue Außenbahnsteige am Bahnhof Pirschheide würden gebaut – dort soll die Regionalbahn 22 vom und zum Flughafen Schönefeld halten soll. Die Planungen für Pirschheide sind laut Bahn bereits in vollem Gange. Damit soll der Bahnhof ab Ende 2023 wieder ein Umsteigepunkt zu Bus und Bahn werden. „Wir sind sehr froh, dass der Ausbau am Bahnhof Pirschheide erfolgt und damit die Station attraktiver für die Pendlerinnen und Pendler wird“, so Mike Schubert.

Offensive am Bahnhof Marquardt

Ebenfalls bei der Deutschen Bahn nicht im Fokus: der Bahnhof Marquardt. Die Landeshauptstadt möchte den Bahnhof zu einer Mobilitätsdrehscheibe für den Norden ausbauen. Dort sollen P&R-Parkplätze entstehen und Busstopps eingerichtet werden, um Satzkorn, Fahrland und Krampnitz an den Bahnhof und damit an die Regionalbahn 21 in die Potsdamer Innenstadt und nach Berlin anzuschließen. Laut Schubert habe man vereinbart, einen gemeinsamen Vor-Ort-Termin mit Bürgerinnen und Bürgern zu veranstalten, bei dem der geplante Ausbau nebst den Möglichkeiten eines barrierefreien Zugangs erläuert wird. Die Info-Runde soll im kommenden Jahr stattfinden.

Von MAZonline

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