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Potsdam Rückkehr zur Sternschnuppe ungewiss
Lokales Potsdam Rückkehr zur Sternschnuppe ungewiss
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18:37 02.04.2017
Seit Jahren wird die Kita bei laufendem Betrieb saniert – seit den Bränden steht sie leer. Quelle: Bernd Gartenschläger
Am Stern

Die Kinder der Awo-Kita „Sternschnuppe“ werden wohl nicht mehr in diesem Jahr in ihr angestammtes Haus in der Max-Born-Straße im Wohngebiet Am Stern zurückziehen können. Laut dem Kommunalen Immobilienservice (Kis) ist mit der Fertigstellung des Gebäudes nicht vor Ende 2017 zu rechnen. Das Haus war bei zwei Bränden innerhalb weniger Wochen beschädigt worden – wie stark, das ist laut Stadtsprecherin Friederike Herold noch nicht klar.

Wie berichtet, hatte es am 17. Februar zum ersten und am 5. März zum zweiten Mal Feueralarm gegeben. Die Polizei hat in beiden Fällen zum Verdacht der Brandstiftung ermittelt und die Sache inzwischen der Staatsanwaltschaft übergeben. Zurzeit werden laut Stadtsprecherin Reinigungsarbeiten in allen Gebäudeteilen ausgeführt. Fast alle Räume seien durch Rauch und Ruß in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Reinigung würde mindestens bis zur zweiten Aprilwoche dauern.

Rund 180 Kinder und 30 Mitarbeiter mussten nach dem Brand aus ihrem vertrauten Haus ausziehen – sie wurden auf drei Kindertagesstätten in der Stadt verteilt. Das habe Dank der unkomplizierten Hilfe durch den Internationalen Bund (IB) gut geklappt, sagt die Chefin des Awo-Bezirksverbandes, Angela Basekow. So sei es auch gelungen, die Kinder mit ihren Bezugserziehern und Freunden in den Gruppen zusammen zu lassen. „Sehr zur Freude der Kinder und natürlich der Eltern“, so Angela Basekow. Geschwister, die in unterschiedlichen Gruppen waren, habe man an einem Standort belassen, so dass die Eltern nur eine Anlaufstelle haben. „Sicher, die Kinder mussten Gewohntes verlassen und einige haben traurig reagiert.“ Inzwischen seien die Kinder aber gut angekommen und würden sich freuen, eine neue Umgebung kennenzulernen.

Worüber sich derweil die Arbeiterwohlfahrt freut: „Bereits am ersten Tag haben wir viele Hilfsangebote von Eltern erhalten“, sagt Angela Basekow. Das habe vieles erleichtert. Dennoch würden im Alltag wieder und wieder neue Regelungsbedarfe entstehen. „Ob dass immer gleich Beschwerden sind, ist schwer einzuschätzen“, so Basekow. „Durch eine gute Erreichbarkeit können viele Fragen im Alltag geklärt werden. Es ist und bleibt bis zum Rückzug in die gewohnte Kita eine Ausnahmesituation. Wir danken dem IB und seinen Mitarbeitern und Eltern sowie den Mitarbeitern und Eltern der Awo, die täglich diese Situation begleiten.“

Die 30 Sternschnuppen-Kinder unter drei Jahren sind in der IB-Kita „Sportakus“ in Drewitz untergebracht, 100 Kinder von drei bis sechs und ihre Erzieherinnen in der IB-Kita „Kinderinsel“ am Schlaatz. Die 48 Hortkinder werden in der Schule „Am Pappelhain“ betreut. Für sie besteht die Chance, früher als vom Kis in Aussicht gestellt, zur „Sternschnuppe“ zurückzukehren. Die Awo habe laut Angela Basekow diverse Gutachten – etwa von einem Biochemiker – beauftragt. Die Ergebnisse sollen in den nächsten Tagen vorliegen. „Dann werden wir mit dem Gesundheitsamt eine mögliche Rückkehr der Hortkinder in nicht vom Brand betroffene Räume besprechen. Danach sollten jeweils einzeln abtrennbare Gruppenbereiche saniert werden. Diese könnten wir dann schrittweise auch für die weiteren Kitakinder in Betrieb nehmen. Dafür sind wir auf die Unterstützung des Kis als Gebäudeeigentümer angewiesen.“

Ein herber Rückschlag für die Sanierung

In der Awo-Kita „Sternschnuppe“ werden rund 170 Kinder von 0 Jahren bis ins Grundschulalter betreut.

Das Gebäude wurde in den 1980er Jahren errichtet und ist über 30 Jahre alt.

Die Sanierung der Kita wurde im Jahr 2005 mit der Planung und dem Bauantrag angebahnt.

Die Arbeiten im und am Haus haben 2010 begonnen und werden bei laufendem Betrieb und in verschiedenen Bauabschnitten ausgeführt.

Bis zum Jahr 2016 wurden dafür 3 Millionen Euro aufgewendet.

In diesem Jahr sollte der letzte Bauabschnitt der Innensanierung im Mittelteil des Zweigeschossers durchgeführt werden. Der Abschluss der Gesamtmaßnahme war für 2018 geplant.

Die Höhe des durch die Brände entstandenen Schadens kann laut Stadt erst nach Abschluss der Reinigungs- und Gutachterarbeiten beziffert werden. Der Sachschaden sei aber erheblich, da der Brand bereits fertigsanierte Bereiche zerstört hat. nf

Von Nadine Fabian

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