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Potsdam SAP Innovation Center braucht mehr Platz
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17:06 01.05.2015
Vor Beginn des Stadtforums im Treffpunkt Freizeit (v.l.): Planerin Stefanie Raab, Architekt Mike Herud, Wirtschaftsförderchef Stefan Frerichs, Birgit Katharine Seemann (Fachbereich Kultur und Medien), Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), Katja Dietrich-Kröck (Wirtschaftsministerium) und Brigitte Faber-Schmidt (Kulturland Brandenburg) und die bündnisgrüne Stadtverordnete Saskia Hüneke. Quelle: Bernd gartenschläger
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Gerade erst vor etwas mehr als einem Jahr eröffnet, platzt das SAP Innovation Center am Jungfernsee bereits wieder aus allen Nähten. Für etwa 150 Software-Entwickler ist das Gebäude ausgelegt gewesen. Ein zweites Haus in Form einer „großen Werkhalle“ muss nun also her, das 2016 eröffnet werden soll. Optisch soll sich der zweite Bauabschnitt an Industriearchitektur anlehnen, verriet Architekt Mike Herud vom Stuttgarter Büro Scope am Donnerstagabend beim Potsdamer Stadtforum im Treffpunkt Freizeit. Auch das erste Gebäude des Potsdamer SAP Innovation Center wurde bei Scope geplant.

Im SAP Innovation Center bietet Software-Unternehmer und SAP-Aufsichtsratschef Hasso Plattner jungen Entwicklern beste Bedingungen beim Ertüfteln neuer Software-Programme. Für die innovativen Raumkonstruktionen war Herud verantwortlich. „Individualität und Kommunikation spielen eine große Rolle“, sagte der Stuttgarter Architekt. Durchs Center verstreut sind beispielsweise Plätze, an denen man sich austauschen und wohlfühlen kann, die hip eingerichtete Wohnzimmerecken wirken. Dazu gibt es Büros, die sich dank flexibler Wände bei Bedarf vergrößern lassen, dazu sogar einen Fitnessraum. „Dem Nutzer wird nicht aufgedrückt, wie und wo er zu arbeiten hat“, so Herud. Kreative brauchen eben Freiheit, sich zu entfalten.

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Beim Stadtforum beschäftigte man sich diesmal mit der Kreativwirtschaft in Potsdam. Zu der gehören Software-Entwickler, ebenfalls Designer, Verleger, Filmleute, Musiker oder Journalisten. Brandenburgweit macht die Kreativwirtschaft – dessen Zentrum sich in der Landeshauptstadt befindet – 2,52 Milliarden Euro Jahresumsatz, hat rund 47 000 Beschäftigte in 5671 Unternehmen. Tatsächlich spielen Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) zufolge Informationstechnik (IT) und Design eine immer größere Rolle in der Stadt. Wirtschaftsförderchef Stefan Frerichs schwebte gar eine „Kreativbude mit IT-Freaks“ vor. Technische Bedürfnisse müssten definiert werden, dann seien vielleicht auch Räume im Rechenzentrum möglich. Ja, beim Stadtforum ging es auch um die Zwischennutzung des Rechenzentrums seitens Potsdamer Künstler. Jakobs zeigte sich „begeistert vom Elan der Kulturlobby“, die maßgeblich für das Betreiber- und Nutzungskonzept verantwortlich ist. Jakobs: „Das Kreativhaus Rechenzentrum wird ein spannendes Experiment.“

Von Ricarda Nowak

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