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Potsdam Scheinehe: Razzia in Potsdam
Lokales Potsdam Scheinehe: Razzia in Potsdam
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11:41 12.09.2017
Quelle: dpa (Symbolbild)
Potsdam

Die Polizei ist am Dienstagmorgen bundesweit mit Razzien gegen Scheinehen vorgegangen. Insgesamt seien dabei 41 Objekte, eines davon in Potsdam, durchsucht worden. Jeweils eines davon befand sich in Potsdam, Frankfurt am Main und im sächsischen Görlitz. Schwerpunkt war Berlin. Dort waren 400 Polizisten im Einsatz. Ein Mann und vier Frauen wurden verhaftet, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Sie sollen die Köpfe einer Schleuserbande sein. Im Visier der Ermittler stehen Männer aus Nigeria, die durch Scheinehen mit Frauen aus Portugal Aufenthaltserlaubnisse für die EU erhalten haben sollen.

Eine Reihe von Urkundenfälschungen

Gegen den 50-Jährigen und die Frauen im Alter von 46 bis 64 Jahren sei im Vorfeld der Aktion Haftbefehl erlassen worden, so der Sprecher. Sie sollen Portugiesinnen für Scheinehen mit nigerianischen Männern angeworben haben. Die Männer aus Afrika hätten so eine EU-Aufenthaltskarte erhalten, die in der Regel für fünf Jahre ausgestellt wird. Dafür seien eine Reihe von Urkundenfälschungen begangen worden.

Seit November 2016 mehr als 70 Fälle

Nach Angaben des Bundespolizeisprechers sind der Staatsanwaltschaft Berlin, die seit November 2016 in den Fällen ermittele, mehr als 70 Fälle bekannt. Die nigerianischen Männer hätten für die Scheinehe rund 13 000 Euro an die Schleuserbande zahlen müssen. Ein Teil des Geldes hätten die Portugiesinnen erhalten.

Bundesweit etwa 5000 Fälle pro Jahr

Es geht unter anderem darum, wie die Räumlichkeiten konkret aussehen - ob sie etwa überhaupt für ein Paar geeignet seien. Immer wieder stoßen Ausländerbehörden und die Polizei auf betrügerische Ehen und andere Verwandtschaftsmodelle, mit denen Männer und Frauen vorrangig aus Afrika und Asien an Aufenthaltserlaubnisse für Deutschland und die EU kommen. Zuletzt ging es im Juni um Scheinvaterschaften, die deutsche Männer bei schwangeren Asylbewerberinnen aus Vietnam, Afrika und Osteuropa anerkannten.

Auf diesem Weg erhielten die Frauen oder Mütter Bleiberecht in Deutschland. Die schwangeren Frauen bezahlten zum Teil mehrere tausend Euro an die Männer. Die neugeborenen Kinder erhielten dann automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft. Die Männer wiederum zahlten keinen Unterhalt an die Frauen, weil sie oft arbeitslos waren. Das übernahm dann der Staat. Das Bundesinnenministerium schätzte die Zahl der Fälle bundesweit auf eine Größenordnung im mittleren vierstelligen Bereich, also etwa 5000 Fälle pro Jahr.

Von MAZonline

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