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Potsdam Schlösserstiftung zeigt Potsdam kalte Schulter
Lokales Potsdam Schlösserstiftung zeigt Potsdam kalte Schulter
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19:36 17.10.2013
Blick auf das Stadtschloss in Potdam. Quelle: MAZonline
Potsdam Innenstadt/berlin

74 überlebensgroße Figuren in Dachhöhe setzten der barocken Fassade des Schlosses in Dachhöhe einst die Krone auf. Etwa 20 davon haben die Zerstörung durch Krieg 1945 und Abriss 1959/60 überlebt und wurden zum Teil auch schon mit Spendenmitteln restauriert. Weitere acht Originale stehen seit 1966 auf den Seitenflügeln der Humboldt-Universität Unter den Linden in Berlin. Die "Dauerleihgaben" befinden sich nach wie vor im Eigentum der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten.

Befürworter eines originalgetreuen Wiederaufbaus wie Joachim Kuke vom Verein Potsdamer Stadtschloss haben darauf gesetzt, dass die in Berlin aufgestellten Figuren zurück an ihren Ursprungsort nach Potsdam verfrachtet werden. Doch daraus wird wohl nichts. Denn zwei wesentliche Institutionen wenden sich offenbar dagegen. Zum einen die in Potsdam ansässige Schlösserstiftung selbst, die zu bedenken gibt, dass die Skulpturen in Berlin eine empfindliche Lücke reißen würden. Zum anderen das Berliner Landesamt für Denkmalpflege, dessen abschließendes Votum aber noch nicht vorliegt. Einige Argumente sind bereits durchgesickert. So wurde die nach dem Krieg wieder aufgebaute Humboldt-Universität von der DDR 1975 unter Denkmalschutz gestellt. Unter diesen Schutz fiele auch die bemerkenswerte Einbeziehung der historischen Originale aus Potsdam. Denkmalpfleger fühlen sich für die Rekonstruktion nicht vorhandener Bauwerke prinzipiell nicht zuständig. Deshalb gab es in ihren Reihen auch nur wenige, die den Wiederaufbau des Stadtschlosses befürwortet haben.

Bisher hat niemand ermittelt, was einem Auftraggeber am Ende teurer zu stehen kommt: das Herstellen von Repliken oder ein Umzug der acht Sandsteinfiguren. Die wurden Mitte des 18. Jahrhunderts im antiken Stil von den beiden Bildhauern Johann Gottlieb Heymüller und Leonhard Storch angefertigt. Von einigen wenigen sind noch Bruchstücke erhalten. Im Mai 2012 schlossen zwei Potsdamer Restauratoren die Restaurierung einer Herkules-Skulptur ab. Den erhaltenen Torso komplettierten sie, Rumpf und Beine wurden gereinigt, Risse und Fehlstellen geschlossen. Edelstahlstäbe garantieren die sichere Statik. Dafür war eine 30.000 Euro-Spende notwendig. Insgesamt hat der Verein Potsdamer Stadtschloss bisher die Sanierung von vier Figuren ermöglicht. Ob sie standfest genug sind, um auf dem Gesims dauerhaft zu stehen, soll ein Gutachten ermitteln.

Von Karim Saab

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