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Potsdam Schneller Kohleausstieg – Demonstration in Potsdam zu Land und zu Wasser
Lokales Potsdam Schneller Kohleausstieg – Demonstration in Potsdam zu Land und zu Wasser
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17:57 18.08.2019
Ein Boot mit einem Banner. Der Kohleausstieg soll bis spätestens 2030 umgesetzt werden, forderten die Demonstranten. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Hunderte Kohlegegner haben am Sonntag in Potsdam auf dem Wasser und an Land für einen früheren Ausstieg aus der Braunkohle demonstriert. „Unter dem Motto „Schluss mit Kohle – Wasser, Dörfer, Klima retten!“ protestierten sie für konsequenten Klimaschutz.

Viele Menschen auf dem Wasser

Nach Angaben der Veranstalter nahmen etwa 350 Menschen in 120 Booten auf dem Wasser an der Protestaktion teil. Darunter waren Stand-Up Paddler, Kajaks, Segelboote und auch Flöße. Parallel dazu startete eine Demonstration an Land mit etwa 700 Demonstranten Richtung Innenstadt. Aus Berlin reihte sich eine Fahrraddemonstration mit etwa 70 Teilnehmern in die Proteste ein. Die Teilnehmer trafen zum Abschluss auf der langen Brücke vor dem Landtag zusammen.

„Wir fordern einen Kohleausstieg bis 2030“, sagte Eric Häublein vom Bündnis Kohleausstieg Berlin, der auf einem Floß die Innenstadt von Potsdam erreichte. Für Klimaneutralität werde ein konsequenter Ausbau der Erneuerbaren Energien in Brandenburg und Sachsen gebraucht. Von der neuen brandenburgischen Landesregierung forderten die Umweltschützer ein entschlossenes Handeln in Sachen Kohleausstieg. Kein Dorf dürfe mehr für die Kohle zerstört werden.

Probleme würden „unlösbar“

Für die Spree und die anderen Gewässer in der Lausitz werde dringend einen Notfallplan gebraucht, fügte die Vize-Vorsitzende des BUND Brandenburg, Franziska Sperfeld, hinzu. „Andernfalls werden die Probleme durch den tagebaubedingt stark gestörten Wasserkreislauf unlösbar.“

Unter anderem das Bündnis Kohleausstieg Berlin, Fridays for Future Potsdam und verschiedene Umweltverbände wie der BUND und Greenpeace hatten die Proteste organisiert.

40 Milliarden Euro für Strukturwandel

Das Bundeskabinett hatte im Mai Eckpunkte für den Kohleausstieg beschlossen: Für den Strukturwandel in der Lausitz, im Mitteldeutschen und im Rheinischen Revier sollen über die nächsten zwei Jahrzehnte insgesamt bis zu 40 Milliarden Euro vom Bund in die Länder fließen. Eine Regierungskommission hatte sich auf ein Konzept für einen Kohleausstieg bis 2038 geeinigt, die Regierung will dieses nun umsetzen. In den Regionen hängen noch Tausende Jobs an der Kohle.

Von RND/dpa

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