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Potsdam Scholle 34 wird zum Lottenhof
Lokales Potsdam Scholle 34 wird zum Lottenhof
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10:32 11.09.2019
Anja Heigl, Wenke Wulf, Su Schnorbusch und Annette Paul (v.l.) vom Stadtteilnetzwerk am Eingang zum „Lottenhof“ mit einem Entwurf für den künftigen Nachbarschaftstreff in der ehemaligen Ausflugsgaststätte. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam-West

Der Nachbarschaftsgarten „Lottenhof“ in Potsdam-West ist für den Deutschen Nachbarschaftspreis nominiert. Das hat Annette Paul, die Geschäftsführerin des Stadtteilnetzwerks Potsdam-West, am Dienstag bekannt gegeben.

Das Nachbarschaftsprojekt auf dem Gelände der früheren Ausflugsgaststätte Charlottenhof firmierte bisher mit Anspielung an die Adresse in der Geschwister-Scholl-Straße unter dem Namen „Scholle 34“ und galt als Ableger des Atelier- und Begegnungshauses Scholle 51.

Tanzveranstaltung 1971 im Saal der Gaststätte. Quelle: MAZ/Annelies Jentsch

Um Verwechslungen auszuschließen und das eigene Profil herauszuheben, habe es unter den Vereinsmitgliedern und anderen Aktiven eine Umfrage gegeben. Weitere Vorschläge waren etwa „Charlottengarten“, „Lotte 34“ oder auch „Hülle & Fülle“. Die Entscheidung über die drei Bundessieger im Wettbewerb um den mit insgesamt 50.000 Euro dotierten Deutschen Nachbarschaftspreis wird am 24. Oktober in Berlin verkündet.

Das Grundstück des „Lottenhofs“ wurde nach jahrelangem Leerstand und Verfall seit dem Jahreswechsel 2013/14 von Anwohnern und Aktiven des Netzwerks systematisch von Unrat beräumt und für die öffentliche Nutzung hergerichtet.

Aslan Bahtiyar (l.), der letzte Wirt der „Trattoria Charlottenhof“. Quelle: Bernd Gartenschläger

Namhafte Projekte sind der Nachbarschaftsgarten mit mittlerweile 27 Beteiligten, ein Werkhaus mit Fahrrad- und Holzwerkstatt und ein Kulturhof, auf dem im Sommer zu Freilichtkino- und Tangoabenden eingeladen wurde.

Es gibt eine Bücher-Telefonzelle und einen von Jugendlichen zum Club umgebauten Bauwagen. Herzstück aber ist der von Pylonen gehaltene Saal der einstigen Ausflugsgaststätte mit seinen 300 Quadratmetern, zuletzt Ort der Discothek „Charly“.

Auf 2,5 Millionen Euro werden die Sanierungskosten für den Glasbau geschätzt, die Stadt hat Hilfe zugesagt. Auch die Schlösserstiftung als Grundstückseigentümerin ist seit Jahren mit Wohlwollen dabei.

Mehr zur Geschichte des Lottenhofs

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Seit fast sechs Jahren ist das Stadtteilnetzwerk Potsdam-West auf dem Gelände des einstigen Ausflugsrestaurants „Charlottenhof“ aktiv. Ein Rundgang.

Über eine „Letter of Intent“ genannte Absichtserklärung hat sie dem Stadtteilnetzwerk einen Erbpachtvertrag über 40 Jahre zugesagt, wenn die Sanierung finanziell gesichert ist. Ohne die Sicherung durch das Stadtteilnetzwerk sähe der Bau wohl noch anders aus, vermutete am Dienstag Stiftungsvertreter Holger Schäfer: „Hätte es noch länger leer gestanden, würde es wahrscheinlich gar nicht mehr so stehen.“

Mit einem Imagefilm, der am Montag den Rathaus-Fraktionen vorgestellt wurde, will das Netzwerk nun eine weitere Spendenkampagne eröffnen.

Info Mehr im Internet auf http://stadtteilnetzwerk.de/lottenhof/

Von Volker Oelschläger

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