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Potsdam Schon 300.000 Euro Schaden im Kirchsteigfeld
Lokales Potsdam Schon 300.000 Euro Schaden im Kirchsteigfeld
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21:46 05.03.2014
Neu Fahrland/Kirchsteigfeld

Bei Brandanschlägen im Kirchsteigfeld ist bislang einen Schaden von 300.000 Euro entstanden. Diese Zahl hat jetzt das Innenministerium herausgegeben. Die Schäden gehen auf neun Mülltonnen- und drei Fahrzeugbrände zurück, bei denen insgesamt elf Autos zerstört oder beschädigt wurden. Am 19. Januar waren gleich drei Fahrzeuge zerstört worden, fünf trugen Beschädigungen davon, am 8. Januar zerstörten Flammen zwei Fahrzeuge.

Wie das Innenministerium außerdem mitteilt, hat es am 12. Februar erneut einen Zwischenfall gegeben. Dabei wurde ein Kleintransporter in Mitleidenschaft gezogen. Die Ermittlungen dauern an, heißt es in der Mitteilung, die auf eine Kleine Anfrage des Potsdamer CDU-Landtagsabgeordnete Steeven Bretz zurückgeht.

"Branddelikte nehmen einen Anteil von 3,1 Prozent an der Gesamtkriminalität des Stadtteils ein", heißt es in dem Bericht. Trotz der unaufgeklärten Taten sieht das Ministerium "keinen Straftatenschwerpunkt" im Kirchsteigfeld. Potsdamweit liegt der Anteil an Brand-Straftaten bei 0,8 Prozent der Gesamtkriminalität.

Am 19. Januar brannten mehrere Pkw unter einem Carport eines Mehrfamilienhauses in der Bettina-von-Arnim-Straße im Kirchsteigfeld. Durch die Hitzeentwicklung wurden vier weitere Fahrzeuge beschädigt. Zehn Personen mussten ihre Wohnungen verlassen.

CDU-Mann Bretz ist "enttäuscht von den Ausführungen der Landesregierung". Diese werde "dem subjektiven Sicherheitsgefühl der Bürger vor Ort nicht gerecht". Mehr Polizeipräsenz sei nötig in dem verunsicherten Stadtteil. Stattdessen ergehe sich die Regierung in Statistiken", kritisiert Bretz. Nach Aussage des Ministeriums gibt es nach derzeitigem Ermittlungsstand keinen Zusammenhang zwischen Mülltonnebränden der Jahre 2012 bis 2014 in Potsdam auf der einen sowie den Autobränden von Januar 2014 auf der anderen Seite. Ebenso wenig lasse sich eine Verbindung zu Fahrzeugbränden in Neu Fahrland von 2012 erkennen.

Von Ulrich Wangemann

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