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Potsdam Schubert macht dem Extavium neue Hoffnung
Lokales Potsdam Schubert macht dem Extavium neue Hoffnung
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19:22 07.11.2019
Das Extavium hat seinen Sitz mittlerweile Am Kanal. Quelle: Foto: Bungert
Innenstadt

Zuletzt wurde dem Mitmachmuseum Extavium die Förderfähigkeit von der Stadt abgesprochen. Nun hat Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) das direkte Gespräch mit den Machern der Einrichtung in der Straße Am Kanal gesucht – und überraschend für neue Hoffnung gesorgt.

„Es besteht grundsätzlich Einigkeit über das Interesse von Politik und Verwaltung, ein solches Angebot in der Wissenschaftsstadt Potsdam zu haben“, sagte Schubert auf Anfrage der MAZ im Nachgang eines Vor-Ort-Termins am Donnerstag.

Extavium: „Bislang wurde aneinander vorbei geredet“

„Sehr gut und positiv“ sei der Termin laut Schubert gewesen, was auch Anna Leetz vom wissenschaftlichen Leitungsteam des Extaviums so sieht. „Bislang haben wir und die Verwaltung aneinander vorbei geredet. Jetzt wurde uns erstmals richtig zugehört“, sagt sie der MAZ.

Das Museum habe eine jährliche Deckungslücke von 200.000 Euro, die Schließung droht.

Im Hauptausschuss war noch vor einer Woche das Betriebskonzept als weder nachhaltig noch tragfähig von der Verwaltung kritisiert worden. Für zwei verschiedene Förderanträge, die Personalkosten über 200.000 Euro und weitere 384.000 Euro für ein Klima-Schulprojekt umfassten, sei ein positiver Bescheid nicht zu erwarten – die Einrichtung stand damit vor dem Aus.

Personalförderung soll erörtert werden – Stadtverordnete entscheiden

Nun sagt Schubert: „Ein Antrag über den Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro, der im zuständigen Geschäftsbereich derzeit als nicht entscheidungsreif angesehen wird, soll in einem Fachgespräch erörtert werden, um gegebenenfalls eine Lösung der förderhemmenden Punkte zu finden.“

Der umfangreichere Antrag für das Klimaprojekt werde dagegen nicht weiter geprüft.

Nun sind die Stadtverordneten am Zug, die darüber entscheiden müssen, ob ein Kinder-Mitmachmuseum dauerhaft gewollt ist und von der Stadt subventioniert werden soll.

Schubert will prüfen, ob ein solches Angebot in die Biosphäre passt

„Eine Möglichkeit wäre die Prüfung, ob ein solches Angebot in die Biosphäre passt. Konzept und Partner wären dann offen“, so Schubert zur langfristigen Perspektive. Anna Leetz hatte sich für das Gespräch Unterstützung von der Linken-Fraktion geholt, die „als einzige die Idee unseres naturwissenschaftlichen Angebots unterstützen.“

„Ich begrüße, dass erstmalig nach vorn gerichtete Gespräche zum Erhalt der außerschulischen Bildungseinrichtung seitens der Verwaltung geführt wurden“, kommentierte der Linken-Stadtverordnete Sascha Krämer.

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