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Potsdam Semmelhaack baut im Kirchsteigfeld
Lokales Potsdam Semmelhaack baut im Kirchsteigfeld
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17:37 21.01.2020
Neues Semmelhaack-Quartier an der Ricarda-Huch-Straße im Kirchsteigfeld Quelle: Semmelhaack
Satzkorn / Kirchsteigfdeld

Semmelhaack will im Kirchsteigfeld ein eigenes Quartier bauen. Das Elmshorner Unternehmen plant an der Ricarda-Huch-Straße auf einer gelegentlich für Volksfeste genutzten, verwilderten Brachfläche den Bau von etwa 150 Wohneinheiten. Wie Unternehmens-Chef Theodor Semmelhaack der MAZ sagte, soll ein Drittel öffentlich gefördert, also Sozialwohnungen werden, während zwei Drittel frei finanziert sind.

Die entsprechenden baurechtlichen Voraussetzungen für ein reines Wohngebiet sollen im Sommer 2020 vorliegen, kündigt Semmelhaack an. Dann geht das Genehmigungsverfahren los. Also kann der Geschäftsführer noch nicht sagen, wann Baustart ist und der Komplex bezugsfertig sein wird.  

Riegel in blassen Farben

Die Simulation zeigt einen langgestreckten, kammförmigen Komplex mit einer schrägen Lücke in Verlängerung der Johanna-Just-Straße, Semmelhaacks Anbindung an das 1991-97 von internationalen Architekten-Teams errichtete Kirchsteigfeld, damals ein buntes und variantenreiches Vorzeigeviertel, in viele Häuser und Wohnungen aberwitzige Grundrisse hatten und schwierig auszustatten waren. Semmelhaack dagegen meidet die Farbigkeit der Nachbarhäuser und kontrastiert mit blassgrauen Fassaden in simpler Formensprache; sogar die sonst im Viertel roten Spitzdächer sind hier grau, so zeigt es das Planungsbild.

Auch zwischen der nach rechts geknickten Ricarda-Huch-Straße und der Autobahn gibt es Wohnungsbaupläne. Hier soll –ebenfalls auf einer langjährigen Brache – ab kommendem Jahr der so genannte Drewitzpark enstehen als Wohn- und Büroviertels für 1500 Menschen und 4500 Arbeitsplätze. Die Egenter und Czischka GmbH und die Open Space Development wollen 120.000 Quadratmeter Büro- und 70.000 Quadratmeter Wohnfläche schaffen – darunter auch hier 30 Prozent Sozialwohnungen.

Abriss in Satzkorn geplant

Semmelhaack baut beinahe überall in Potsdam. Er reißt aber auch ab. In der Straße des Friedens von Satzkorn verfällt ein DDR-Block mit 24 Einheiten und wird beseitigt, sobald die letzten sechs Mieter ausgezogen sind. Gekauft hatte Semmelhaack das Haus am 18. Januar 2007 von der Stadt, schon damals mit 30 Prozent Leerstand, wie er sagt. Bedingungen, etwa zum Erhalt der Wohnungen, stellte die Stadt nicht. Mehr als eine Wärmedämmung an der linken Giebelseite spendierte das Unternehmen dem Block nicht, dessen ofengeheizte Wohnungen nur um die 50 Quadratmeter groß sind. Weil sie unter vier Euro kalt je Quadratmeter kosten, haben die verbliebenen Mieter nach Kenntnis von Ortsbeirats-Chef Dieter Spira „wenig Lust, da auszuziehen“. Und Semmelhaack macht keinen Druck, versichert er.

Baugenehmigungen schon erteilt

Die Bauverwaltung teilte der MAZ dazu mit, für das Grundstück seien im Oktober 2019 Baugenehmigungen für die Errichtung von acht Doppelhaushälften erteilt worden, vier Häusern also. Vorgesehen sei in dem Zusammenhang der Abriss des bestehenden DDR-Wohnblocks. Der Abriss müsse der Bauaufsichtsbehörde vorher angezeigt werden; das sei noch nicht geschehen.

Äußerlich ein Bild des Jammers, doch drinnen leben noch Mieter in kleinen, billigen Wohnungen mit Ofenheizung.

„Der Block ist unsanierbar“, behauptet Semmelhaack: „Wir machen ja alles mit was geht, aber das geht gar nicht.“ Das sieht Ortsbeirats-Chef Spira etwas anders: Schräg gegenüber hat die Gemeinde noch vor der Eingemeindung nach Potsdam 2003 einen gleich alten, kleineren Block mit acht Wohnungen darin saniert, also vor knapp 20 Jahren. Semmelhaack kam ein paar Jahre später in den Ort.

Wenn die Mieter ausziehen, will das Wohnungsunternehmen ihnen Umzugsangebote machen. Bei eigenen Objekten könne man ihnen preislich entgegenkommen, sagt der Chef, bei anderen Eigentümern vermitteln.

Von Rainer Schüler

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