Stadt erlaubt Verzehr / Minister hilft Gemeinde - Separate Kita-Räume für Muttermilch – MAZ - Märkische Allgemeine
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Potsdam Separate Kita-Räume für Muttermilch
Lokales Potsdam Separate Kita-Räume für Muttermilch
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19:27 20.01.2013
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POTSDAM / POTSDAM/SCHWIELOWSEE

. Dieselben Vorsichtsmaßnahmen gälten auch für das Mitbringen von selbst gekochten Speisen – wenn ein Kind Allergiker ist und Kita-Essen nicht verträgt. In diesen Fällen fordert das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt von den Kitas einen separaten Raum für Lagerung und Behandlung (zum Beispiel Erwärmen oder Portionieren). „Unter diesen Bedingungen steht aus unserer Sicht dem Mitbringen von Muttermilch in eine Kita nichts entgegen“, so Verwaltungssprecher Brunzlow. Die Neuregelung des Rechtsanspruches auf einen Kitaplatz, die ab dem Sommer greift und mehr kleine Kinder in die Einrichtungen bringen dürfte, „hat keinen Einfluss auf die bisherige Praxis“, sagte Brunzlow.

Laut europäischem Lebensmittelrecht müssen Kitas als Lebensmittelunternehmen angesehen werden, da sie Lebensmittel verarbeiten und an andere ausgeben.

Streit um die Abgabe von Muttermilch in Kitas war in der Nachbargemeine Schwielowsee entbrannt (MAZ berichtete). Die Verwaltung verbietet dort Eltern per Betreuungsvertrag das Mitbringen von Muttermilch im Fläschchen. Kinderärzte halten das für diskriminierend, weil die Frauen nicht arbeiten gehen könnten.

Sozialminister Günter Baaske (SPD) zeigt Verständnis für die Entscheidung der Gemeinde. Problematisch sei auch die Verabreichung von Medikamenten, die manche Kinder benötigen, sagt er. „Wenn Sie separate Kühlschränke in den Kitas brauchen, stellen Sie einen Antrag auf Förderung aus Lottomitteln. Ich finanziere sie Ihnen“, schlug Baaske vor.

In Schwielowsee habe noch nie eine Mutter abstillen müssen, bevor sie ihr Kind in die Kita bringt, beteuerte Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU). Sie bot Müttern an, ihre Kinder jederzeit in den Kitas stillen zu können.

Im konkreten Fall habe im Vorjahr eine einzige Familie in Caputh darauf bestanden, ihr drittes Kind in eine staatliche Einrichtung zu geben und es mit Muttermilch füttern zu lassen. Die Gemeinde habe eine Ausnahme gemacht und eigens eine Mitarbeiterin für ein halbes Jahr eingestellt. „Der Betreuungsaufwand ist so hoch, dass unser Personalschlüssel von einer Erzieherin für sechs Kinder nicht ausreicht“, erklärte Hoppe. Darum werde Familien in solchen Fällen die Tagespflege empfohlen, was die Eltern bislang auch akzeptierten. (uw/HH)

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