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Potsdam So ist es an Heiligabend bei der Potsdamer Feuerwehr
Lokales Potsdam So ist es an Heiligabend bei der Potsdamer Feuerwehr
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12:13 24.12.2019
Oberbürgermeister Mike Schubert besucht am Heiligabend die Hauptfeuerwache Potsdam. Foto: Friedrich Bungert Quelle: Friedrich Bungert
Potsdam

Ein ganz normaler Arbeitstag ist Heiligabend für die Potsdamer Berufsfeuerwehr –zumindest fast. Knapp 40 Feuerwehrleute sind im Einsatz und sorgen dafür, dass die 180.000 Einwohner der Landeshauptstadt sicher durch die Feierlichkeiten kommen. „Wir haben aber auch hier ein bisschen Weihnachtsstimmung“, sagt Feuerwehrchef Ralf Krawinkel.

Stollen für die Einsatzkräfte

Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD), der den Einsatzkräften am Morgen seinen traditionellen Besuch abstattete, brachte den ebenso traditionellen Weihnachtsstollen für die Kaffeepause der Berufsfeuerwehr mit. „Mein Vater, der mittlerweile über 80 ist, backt den zu Hause ja traditionell immer noch selbst“, verriet Schubert. Früher habe die damals in Sachsen wohnende Familie extra einen Ausflug nach Ostberlin gemacht, um die begehrten Zutaten für das Gebäck zu erstehen. „und noch heute ist das für mich ein fester Termin im Kalender, ich mache extra früher Feierabend, um beim Anschnitt dabeizusein.“

Stippvisite in der Leistelle. Quelle: Friedrich Bungert

Für die Feuerwehrmänner und -frauen hat Mike Schubert zwar gekauften Stollen, aber die Freude ist trotzdem groß. „Essen ist unheimlich wichtig in so einem Dienst“, sagt Henning Hagen. Der 33-Jährige ist im 24-Stunden-Einsatz, von acht Uhr am Morgen des 24. Dezember bis acht Uhr am ersten Feiertag. Er fungiert als Einsatzleiter und erledigt Büroarbeiten. „Eben so, wie es immer ist“, sagt Henning Hagen. Bis auf den Besuch des Oberbürgermeisters eben, und bis auf das Festessen. „Abends haben wir Gans mit Klößen und Rotkohl, ganz klassisch“, sagt Hagen, „da freuen wir uns auch tatsächlich schon drauf. Mittags gibt’s bei der Feuerwehr, ebenfalls typisch für unsere Region, Kartoffelsalat und Würstchen.

Baumbrände sind selten

Einsatztechnisch ist es zu Weihnachten eher ruhig. „Es ist zum Beispiel kein Vergleich zu Silvester“, sagt Rainer Schulz, Chef der Gefahrenabwehr und zuständig für die Freiwilligen und die Berufsfeuerwehren in Potsdam. Auch die gefürchteten Baumbrände seien eher untypisch, sagt er. „Wenn überhaupt, dann treten die eher zu Silvester hin auf, wenn die Bäume trocken sind.“ Die größte Gefahr seien allerdings die Balkonbrände durch Böller und Raketen –wenn die trockenen Bäume schon aus den Wohnzimmern geräumt und draußen gelagert werden. „Da können wir nur warnen“, sagt Rainer Schulz. „Aber an Weihnachten ist es entspannter, die Leute sind zuhause und passen aufeinander auf.“ Die meisten Einsätze seien Rettungsdienstfahrten –Alltag eben.

Potsdams höchster Weihnachtsbaum? Auf jeden Fall einer der auffälligsten am Schlauchturm der Feuerwehr. Quelle: Friedrich Bungert

„Die Schicksale machen auch an Weihnachten keine Pause“, sagt Feuerwehrchef Ralf Krawinkel dazu. Er sei gut in Potsdam angekommen Krawinkel wurde erst im Sommer aus Kassel in die Stadt geholt –und habe viele gute, konstruktive Gespräche in der Leitstelle geführt. Nun müsse man gemeinsam die Herausforderungen des nächsten Jahres stemmen – aber zuerst sei nun der mitgebrachte Stollen dran.

Von Saskia Kirf

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