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Potsdam So stehen die Sterne für Potsdam
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06:30 31.12.2016
Die Historikerin und Astrologin Ania Dejewska hat ihr Büro im Rechenzentrum. Zum Erstellen eines Horoskops braucht sie keine Glaskugel, sondern einen Computer. Quelle: Foto: Christel Köster
Potsdam

Wäre Potsdam eine Frau, Ania Dejewska wüsste beim Blick auf das Papier mit den Kreisen, Strichen und Symbolen, welchen Charakter sie hätte. „Potsdam wäre eine sehr schöne Frau, die Luxus mag“, sagt die Astrologin. Hätte sie einen Mann mit dieser Geburtskonstellation vor sich, würde Ania Dejewska folgende Beschreibung abgeben: „Ein Mann, der unkonventionell handelt, ein Individualist, aber auch feinfühlig.“ Doch das Horoskop, das die 40-Jährige vor sich hat, gehört weder Mann noch Frau, sondern einer Stadt: Für die MAZ hat die Astrologin, die im Potsdamer Rechenzentrum ihr Büro hat, ein Horoskop der Landeshauptstadt erstellt und Prognosen für 2017 getroffen.

Potsdam, das am 3. Juli 993 erstmal urkundlich erwähnt wurde, ist im Sternzeichen Krebs „geboren“ und hat was die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft betrifft, viel Luft in der Geburtskonstellation. „Potsdam braucht Leute, die Erdgebunden sind“, erklärt Ania Dejewska – auch als Gegenpol zum vielen realen Wasser. Jungfrauen, Steinböcke oder Stiere an der Spitze täten der Landeshauptstadt gut. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) ist Steinbock – passt also. Ob er 2018 noch einmal antreten wird, steht allerdings nicht in den Sternen, wie die Astrologin erklärt. Ania Dejewska, die im Jahr 2000 zum Abschluss ihres Geschichtsstudiums von Polen nach Potsdam kam und auch in der deutsch-polnischen Kulturarbeit aktiv ist, betreibt Psychologische Astrologie. Diese begreift das Horoskop als Abbild seelischer Anlagen. Das bedeutet: Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich. Das Horoskop hilft nur, sich selbst besser zu kennen. Anzuraten wäre Jakobs also, sich im neuen Jahr für eine Kandidatur zu entscheiden. Denn der mögliche SPD-Nachfolger Mike Schubert ist Wassermann und damit ein Luft-Zeichen. Linken-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg, der es womöglich noch einmal wissen möchte, ist im Sternzeichen Widder geboren und demnach ein feuriges Element. Beides – zumindest aus Sternensicht – nicht perfekt für Potsdam. Insgesamt sei die Landeshauptstadt ihrem Wesen nach ideal für Dichter und Schreiber, überhaupt für Kreative. Auch Ausländer fühlen sich wohl. Was die Flüchtlingspolitik angehe würden im neuen Jahr – wie auch bei anderen Themenbereichen – „Ideen geprüft und Strukturen geschaffen“, so Dejewska. „Es kommt eine Zeit der Transformation“, meint sie beim Studium der für Laien kompliziert aussehenden Kreise mit astrologischen Symbolen. Mit einem speziellen Computerprogramm errechnet sie – vereinfacht gesagt – den Stand der Sterne zur Geburt und die sich daraus ergebenden Konstellationen für bestimmte Zeiträume. Netze müssten überprüft werden im neuen Jahr, liest sie daraus ab Damit könnten Straßennetze gemeint sein, aber auch, dass die Art der Kommunikation überdacht werden müsse. „Wir müssen auf die eigenen Kräfte aufpassen, uns auf Themen konzentrieren“, meint sie was Potsdams Politik 2017 angeht. Mit aller Macht etwas durchzudrücken werde schief gehen. Kleine Gruppierungen würden mehr Einfluss gewinnen, Bürgerbeteiligung werde weiter eine wichtige Rolle spielen.

2017 wird besser als 2016

Das Jahr 2017 dürfte insgesamt positiver verlaufen als das zu Ende gehende. „2017 ist das Jahr der Sonne, das bedeutet Lebensfreude und Optimismus“, erklärt Dejewaska, die in Berlin eine Astrologen-Ausbildung absolvierte. Potsdam werde 2017 die Möglichkeit haben, sich nach außen glänzend zu präsentieren. Das könnten Erfolge bei Messen sein, aber auch die im Januar anstehende Eröffnung des Museum Barberini stehe unter einem guten Stern. Also muss man kein Prophet sein um zu erkennen: Potsdam ist auch 2017 eine wahre Schönheit.

Von Marion Kaufmann

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