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Potsdam Verletzungen, Brände, Müll: So war Potsdams Silvester 2018
Lokales Potsdam Verletzungen, Brände, Müll: So war Potsdams Silvester 2018
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00:20 04.01.2019
Die Stadtreinigung beseitigt Reste der Silvesternacht in der Brandenburger Straße Quelle: Foto: Detlev Scheerbarth
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Potsdam

In der Silvesternacht kam es in Potsdam zu mehreren schweren Verletzungen durch Pyrotechnik. In der Notaufnahme des Klinikums Ernst von Bergmann mussten so mehrere Verbrennungen im Gesicht, an den Händen und dem Auge behandelt werden. „Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg bei den Verletzungen zu verzeichnen, die durch Feuerwerkskörper verursacht wurden“, teilte Krankenhaus-Sprecherin Damaris Hunsmann mit.

Drei Männer in den Mittdreißigern erlitten durch Feuerwerk schwere Verletzungen an den Händen, teilte das Klinikum am Dienstagnachmittag mit. Alle drei Männer verloren dabei mindestens einen Finger. „Ob das durch unsachgemäßen Umgang war oder nicht, kann man derzeit nicht sagen,“ so Hunsmann. Die Patienten mussten operiert werden und bleiben vorerst im Krankenhaus. Kleinere Verletzungen und Verbrennungen konnten ambulant behandelt werden.

Zudem kamen sieben Patienten mit Augenverletzungen ins Klinikum, wovon drei Fälle schwerwiegend waren. Besonders tragisch: „Zwei Frauen traf es dabei, die unbeteiligt als Zuschauer am Rand standen“, sagt Hunsmann. Ob sie Folgeschäden davontragen werden, kann nach aktuellem Stand nicht ausgeschlossen werden. Die drei Patienten mit den sehr schweren Verletzungen müssen ebenfalls stationär betreut werden. Unter den vier leicht Verletzen war auch ein Kind – dieses konnten jedoch ambulant behandelt und wieder nach Hause entlassen werden.

Im Josefs Krankenhaus gab es ebenfalls eine Verletzung an der Hand durch einen Böller. Dazu mussten einige Schnittverletzungen, Verletzungen im Zusammenhang mit erhöhtem Alkoholkonsum sowie leichte Rauchvergiftungen behandelt werden.

Mit 35 Feuerwehr- und 75 Noteinsätzen hatte auch die Potsdamer Feuerwehr alle Hände voll zu tun. Unter anderem mussten sie ausrücken, weil in Babelsberg ein 67-jähriger Mann eine Rakete durch das offene Fenster in eine benachbarte Wohnung fliegen ließ. Der in Brand geratene Fensterrahmen konnte durch die Feuerwehr aber schnell gelöscht werden. Und durch einen Böller fingen in der Saarmunder Straße in der Waldstadt Balkonmöbel an zu brennen. Die 67-jährige Bewohnerin bemerkte das Feuer frühzeitig. Dadurch wurde Schlimmeres verhindert. Dazu brannten mehrere Mülltonnen im Laufe des Abends im Stadtgebiet.

Von mutwilligem Vandalismus blieb die Stadt glücklicherweise verschont. Der Neujahrsmorgen sei sehr ruhig für das Ordnungsamt verlaufen, teilte Rathaussprecherin Christine Homann mit. Bereits in der Silvesternacht ab drei Uhr begann die Stadtentsorgung mit den Aufräumarbeiten. Alexander Gröschl. diensthabender Disponent der Stadtentsorgung, sammelte mit seinem 25-köpfigen Team und drei Kehrmaschinen liegengebliebene Sektflaschen, Raketen und Luftschlangen ein. „Wenn der Berufsverkehr heute wieder losgeht, soll nicht mehr allzuviel herumliegen“, so Gröschl. Viel Müll habe es vor allem am Luisenplatz in der Innenstadt, am Johannes-Kepler-Platz am Stern sowie auf dem Stadtplatz am Schlaatz gegeben. „Es war aber alles machbar und im üblichen Maße“, erklärte Gröschl. Aktuellen Schätzungen zufolge könnten sich die Abfälle auf insgesamt fünf Tonnen summieren – genaue Ergebnisse können erst in den nächsten Tagen gemacht werden, wenn die Arbeiten vollständig beendet sind.

 

 

Von Anne Knappe

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