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Potsdam Ein Freudentag für Potsdams Tierfreunde
Lokales Potsdam Ein Freudentag für Potsdams Tierfreunde
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21:09 28.12.2014
Auch Susann Prinzessin von Preußen packte mit an. Quelle: Christel Köster
Potsdam

Verspätetes Weihnachtsgeschenk für alle Tierfreunde: Nach jahrelanger Quartiersuche konnte am Sonntag endlich der symbolische erste Spatenstich für ein neues Tierheim vollzogen werden. Der Tierschutzverein Potsdam (TSV), die Tierrettung Potsdam und die BI "Potsdam braucht ein Tierheim" hatten auf das Zwei-Hektar-Areal an der Michendorfer Chaussee eingeladen und trotz der bitterkalten Temperaturen kamen viele Enthusiasten zum ersten Arbeitseinsatz, um den Fußweg freizuschippen.

Unter den Premierenbesuchern: TSV-Mitglied Susann Prinzessin von Preußen mit Ehemann Franz Friedrich und Ex-Stadtwerkechef Peter Paffhausen, der den Verein ehrenamtlich unterstützt und schon am Sonnabend an einer Vorab-Führung teilnahm. Auch viele künftige Nachbarn nutzten die Gelegenheit zum Lokalaugenschein und boten wie Anwohner Michael Leimberg aus Wilhelmshorst spontan Hilfe an: "Ich kann mir gut vorstellen, mich später mit den Hunden zu beschäftigen."

Seit 2007 hat Potsdam kein eigenes Tierheim mehr, Ende Dezember nun der langersehnte Baustart. Auf dem Zwei-Hektar-Gelände an der Michendorfer Chaussee fand der offizielle Spatenstich für ein neues Tierheim statt. Dabei wurde eines klar: Der Zustand der Gebäude ist äußerst schlecht.

Auf dem Waldgelände stehen fünf Flachbauten mit insgesamt 3000 Quadratmetern Grundfläche, die zu DDR-Zeiten eine Schwerhörigenschule und von 1992 bis 2003 ein Asylbewerberheim beherbergten. Danach standen die Häuser leer. Dementsprechend desolat ist ihr Zustand, nicht zuletzt wegen des Vandalismus: Überall Glasscherben auf den Böden, leere Fensterhöhlen, herausgerupfte Leitungen und Löcher dort, wo die Heizungen und Sanitäranlagen waren. Das Abwassersystem führt ins Nichts.

Kaufpreis: 121.000 Euro

  • Der TSV erhielt 2013 den Zuschlag für das Grundstück, obwohl er mit einer Kaufsumme von 121.000 Euro deutlich weniger als der Mitbewerber bot.
  • Der Verein hat Rücktrittsrechte, etwa bei unzumutbaren Kosten im Falle von Kampfmittelfunden und "schädlichen Bodenverunreinigungen".
  • Anfang 2015 werden die Gespräche mit der benachbarten Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) über Zufahrt und Leitungsrechte weitergeführt.

Unter der vergammelten Oberfläche schlummert aber Potenzial. Die Bausubstanz ist relativ intakt und im Erdreich könnten noch die alten Leitungen für Heizung, Strom und Wasser liegen, hofft TSV-Chef Niklas Wanke. Vorerst darf der Verein allerdings nur Sicherungsmaßnahmen durchführen, weil noch keine Baugenehmigung vorliegt. "Das dauert voraussichtlich ein halbes Jahr", so Wanke. Auch die Kommunalaufsicht hat laut Wanke noch kein grünes Licht für den Verkauf des städtischen Grundstücks an den Verein – Kaufpreis: 121.000 Euro – gegeben.

In der zweiten Jahreshälfte möchte der TSV, der sich derzeit um 30 Tiere kümmert, eines der Häuser beziehen und sich an der Ausschreibung der Stadt für die Fundtierbetreuung beteiligen. Bis Ende 2015 werden die Fundtiere ins Tierheim Zossen gebracht.

Von Ildiko Röd

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