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Potsdam Große Hürden für Bau eines Spielplatzes
Lokales Potsdam Große Hürden für Bau eines Spielplatzes
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00:23 15.05.2018
Die Uetzer wünschen sich einen Spielplatz. Er könnte an der Längstseite des Gebäudes der Agro Uetz-Bornim GmbH (l.) entstehen – allerdings müssten die Kinder die L92 (r.) überqueren. Quelle: Nadine Fabian
Uetz

Das für August geplante Eröffnungsfest ist abgesagt: Bis dahin wird es den versprochenen öffentlichen Spielplatz im Potsdamer Ortsteil Uetz nicht geben. Dabei haben die Kinder des Dorfes im Oktober 2017 schon auf der Scholle gestanden und sich mit den Experten vom Grünflächenamt der Stadt und vom Kinder- und Jugendbüro alles ganz genau ausgemalt: Ein Klettergerüst und eine Rutsche haben sie sich gewünscht und mit Filzstift auf eine großes Blatt Papier gemalt, wo genau sie stehen sollen. Auch eine Nestschaukel, ein Fußballtor und ein Sandkasten haben auf der bunten Skizze ihren Platz gefunden. Die Erwachsenen haben sie um eine Bank und einen Papierkorb ergänzt. „Der Spielplatz ist ja nicht nur ein Treffpunkt für die Kinder – auch für die Eltern“, sagt Jens König, Vize-Ortsvorsteher und selbst Vater.

50.000 Euro sind im Haushalt reserviert

„Die Spielplatzversammlung im Herbst war sehr schön und hat große Hoffnungen geweckt“, sagt König. „Schon lange wünschen wir uns einen Spielplatz – theoretisch war alles perfekt.“ Doch nun ist das Projekt, dessen Planung die Stadt bereits im Mai 2015 angebahnt hat, für das 50000 Euro im Etat reserviert sind und das nun 2018 realisiert werden sollte, auf unbestimmte Zeit abgeblasen. Der Grund: Die Stadt hält den Standort inzwischen für ungeeignet.

Das große Problem ist demnach der Weg, den die Kinder nehmen müssten, um zum Spielplatz zu gelangen – er quert die Hauptstraße, die L 92. „Die Kinder, die schon zur Schule gehen und mit den Bus fahren, nehmen diesen Weg täglich“, sagt Jens König. Wer aber einen Spielplatz plant und baut, für den gelten andere Spielregeln. Der muss beachten, dass das Überqueren einer Hauptstraße ohne Querungshilfe für Kinder von sechs bis zwölf Jahren nicht zulässig ist – das besagt die DIN 18034 „Spielplätze und Freiräume zum Spielen – Anforderungen für Planung, Bau und Betrieb“.

Erforderliche Verkehrsinsel wäre Landmaschinen im Weg

„Man könnte eine Verkehrsinsel bauen“, sagt Jens König. „Das geht aber nicht. Die Verkehrsinsel wäre zu nah an der Einfahrt der Agro Uetz-Bornim GmbH und den Landmaschinen im Weg. Dass sich der Betrieb seit Jahren vergebens bemüht, dass er die Einfahrt weiter ins Dorf verlegen darf, ist eine andere Geschichte.“

Die Landeshauptstadt ist derweil um eine Lösung bemüht. Für Ende Mai ist laut Sprecherin Christine Hohmann eine Abstimmung aller beteiligten Bereiche der Verwaltung geplant, wie ein sicherer Zugang zu dem Grundstück, das bis zur Wende der Bolzplatz des Dorfes war, gewährt werden kann. Man gehe im Moment davon aus, dass man eine Lösung für das Grundstück finden kann.

Von Nadine Fabian

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