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Potsdam St. Josefs-Krankenhaus: „Wir sind besser aufgestellt denn je“
Lokales Potsdam St. Josefs-Krankenhaus: „Wir sind besser aufgestellt denn je“
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06:04 18.07.2019
Das St. Josefs am Park Sanssouci gilt mit 230 Betten als kleines Krankenhaus. Quelle: Friedrich Bungert
Potsdam

Schreck am St. Josefs-Krankenhaus der Alexianer am Park Sanssouci: Die Studie der Bertelsmann-Stiftung, der zufolge mehr als die Hälfte aller Kliniken in Deutschland – vor allem die kleineren – zu schließen sind, hat die Patienten verunsichert.

„Wir haben in den vergangenen Tagen mit vielen Patienten in unserem Haus gesprochen: Nein, wir schließen nicht! – Wir bleiben selbstverständlich und sind besser aufgestellt denn je“, sagt Oliver Pommerenke, Geschäftsführer des St. Josefs-Krankenhauses und des Evangelischen Zentrums für Altersmedizin (EZA). Zuvor hatten bereits die Landesregierung und die Landeskrankenhausgesellschaft die Forderungen und Vorschläge der Bertelsmann-Stiftung entschieden zurück gewiesen.

„Jeder braucht Kooperationspartner“

„Man hat in der Studie eine Region als Beispiel angeführt, die mit dem Land Brandenburg nicht zu vergleichen ist“, sagt Oliver Pommerenke. „Selbst in Potsdam haben wir nicht zu viele Krankenhausbetten.“ Münster habe zum Beispiel ein ähnlich großes Einzugsgebiet wie Potsdam: „Dort hält man 4000 Betten vor – bei uns sind es rund 1500“, so Pommerenke. Er halte es außerdem für sinnvoll, dass Patienten die Wahl haben, in welches Krankenhaus sie sich begeben: „Vielfalt belebt auch in unserer Branche das Geschäft.“ Grundsätzlich sei es so, dass kein Krankenhaus – auch nicht die großen – allein bestehen können, sagt Pommerenke: „Jeder braucht Kooperationspartner“.

Oliver Pommerenke ist seit 2016 Regio­nal­ge­schäfts­führer der Alexianer St. Josef Potsdam GmbH. Quelle: Friedrich Bungert

Das St. Josefs sei für 90 Prozent der Alltagskrankheiten geeignet und halte zudem eine erweiterte Notfallversorgung vor. „Wir sind als Grund- und Regelversorger sehr gut gewappnet“, so Pommerenke. Spezialfälle, vor allem auf dem Gebiet der Neuro-, Thorax- und Herzchirurgie, sollte ohnehin nicht jeder behandeln. Derartige Patienten gebe das St. Josefs ab – auch an das städtische Ernst-von-Bergmann-Klinikum. „Wir betrachten das Bergmann nicht als Konkurrenz“, sagt Pommerenke. „Wir sehen uns als Partner, um in der boomenden Stadt Potsdam und dem Umland eine gute Versorgung sicherstellen zu können.“

Der Verbund christlicher Kliniken ist weiter in Arbeit

Mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit arbeiten die Alexianer derweil weiter mit dem Oberlinhaus daran, ihre Einrichtungen – allen voran das St. Josefs-Krankenhaus, die Oberlin­klinik und das Evangelische Zentrum für Altersmedizin – zu einem christlichen Klinik-Verbund zusammenzuschließen. „Wir ergänzen uns hervorragend und liefern als Dreier-Konstrukt ein Komplettangebot“, sagt Pommerenke.

Die Alexianer beschäftigen bundesweit 16 800 Menschen, davon allein in Potsdam 1100 und am St. Josefs-Krankenhaus 560.

Von Nadine Fabian

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