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Potsdam Zeitplan für „Familie Grün“
Lokales Potsdam Zeitplan für „Familie Grün“
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00:20 05.01.2019
„Familie Grün“ um 2005 bei einem Reparaturtermin mit Carola Buhlmann und Joachim Buhlmann. Quelle: Märkische Allgemeine/Michael Hübner
Innenstadt

Die bei Potsdamern und Gästen der Stadt beliebte Keramik-Figurengruppe Familie Grün soll noch in diesem Jahr in die Brandenburger Straße zurückkehren. Das hat Rathaussprecherin Christine Homann zum Jahreswechsel auf MAZ Anfrage bekannt. Die von der Fahrländer Künstlerin Carola Buhlmann (1926-2014) gestaltete Familie mit Vater, Mutter und Sohn war 1980 im Zuge der Neugestaltung der Brandenburger an der Ecke Lindenstraße aufgestellt worden.

Im Laufe der Jahre waren die Plastiken immer wieder beschädigt worden. Im November 2013 wurde die Familie schließlich wegen konstruktiver Mängel demontiert und in der Werkstatt der Baudenkmalpflege Roland Schulze eingelagert. Die Wiederaufstellung als Kopie in einer robusteren Ausführung ist schon mehrfach angekündigt worden. Allerdings hatte die Stadt noch nie einen konkreten Termin dafür genannt. Grund war die fehlende Finanzierung.

Familie Grün 1981 in der damaligen Klement-Gottwald-Straße. Quelle: Christel Köster

Rathaussprecherin Hohmann sagte nun: „Die Kopie wird voraussichtlich im vierten Quartal 2019 am ursprünglichen Standort Brandenburger/Ecke Lindenstraße aufgestellt.“ Auch die Finanzierung sei geklärt, sagte sie: „Für das Projekt stehen ausreichend Mittel zur Verfügung. Auf Grundlage des Kostenschätzung wurden städtische Haushaltsmittel in Höhe von 45 000 Euro im Haushalt eingestellt. Zusammen mit den eingenommenen Spendengeldern stehen derzeit 47 430 Euro zur Verfügung.“ Nach früheren Schätzungen sollte die Neuanfertigung und Aufstellung der Figuren rund 30 000 Euro kosten.

Das Vergabeverfahren zur Herstellung der Kopie ist laut Homann „noch nicht abgeschlossen“: „Die Leistungen werden voraussichtlich ab Januar 2019 ausgeführt.“ Der Verbleib der originalen Familie Grün sei noch offen. Diskutiert wurde in der Vergangenheit die dauerhafte Präsentation der Figuren in einem geschützten Raum wie dem Potsdam-Museum: „Über den weiteren Umgang mit den originalen Figuren der Familie Grün ist die Landeshauptstadt Potsdam mit der Tochter der verstorbenen Künstlerin im Gespräch“, sagte Christine Homann.

Vater Grün mit den Zwillingen und Restaurator Michael Groth in der Werkstatt der Baudenkmalpflege Roland Schulze. Quelle: Bernd Gartenschläger

Über eine Kopie für die Figurengruppe wurde schon diskutiert, als Vater, Mutter und Sohn noch in der Brandenburger Straße standen. Immer wieder hatten Vandalismus und Ungeschick den Plastiken zu schaffen gemacht. Mal war ein Schuh angeschlagen, mal eine Schulterpartie. Totalazsfälle gab es etwa im Winter 1989, als Vater Grün von einem Lkw zermalmt wurde, und Ende 2008, als der Sohn wohl beim Abbau des Weihnachtsmarktes so schweren Schaden nahm, dass die Stadt bei der KEramikerin eine neue Jungenfigur in Auftrag geben musste.

In der Denkmalpflegewerkstatt von Roland Schulze wird der originale Junge ebenso wie sein damals gestalteter Zwilling aufbewahrt. Zu den Legenden, die sich um die Figurengruppe ranken, gehört ein Mädchen als viertes Familienmitglied. Katja Buhlmann, die Tochter der Keramikerin, dementiert das doch ebenso wie Denkmalpfleger Schulze, der mit der Figurengruppe ebenfalls bestens vertraut ist.

Eigentlicher Grund für eine Neuanfertigung mit robusterem Material jedoch die seinerzeit von der Keramikerin gewählte Konstruktion mit Bewehrungsstählen im Inneren, die im Laufe der Jahre Rost ansetzten, an Volumen gewannen und schließlich gegen die Keramik drückten wie Eiter in einem entzündeten Zahn. Befallene Partien wie ein Arm der Mutter zeigten zunächst feine Risse, bevor es im Januar 2013 eine komplette Muskelpartie am Unterarm absprengte. Wie die Konstruktion der Kopien gestaltet wird, soll im Zuge der Ausschreibung geklärt werden.

Von Volker Oelschläger

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