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Potsdam Stadt will Graffitis schneller entfernen lassen
Lokales Potsdam Stadt will Graffitis schneller entfernen lassen
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18:35 15.03.2019
Schmierereien in der Gartenstadt Drewitz sind schon lange ein Ärgernis für die Bewohner und ihre Gäste. Quelle: Volker Oelschläger
Potsdam

Die Stadt will das Beseitigen von Graffiti auf städtischen Objekten beschleunigen. Dazu hat die Verwaltung erstmals einen Rahmenvertrag ausgeschrieben. Dort sind regelmäßige Kontrollen an bestimmten kommunalen Objekten, Kunstwerken und Ingenieurbauwerken wie Brücken vorgesehen.

Wenn die Stadt Schmierereien meldet, müssen sie nach 48 Stunden weg sein

Bei konkreten Hinweisen durch die Stadt müssen Schmierereien „spätestens 48 Stunden nach Meldung“ entfernt werden. „Verschmutzungen jeglicher Art mit staatsfeindlichem, sexistischem, antisemitischem Inhalt sind spätestens 24 Stunden nach Meldung durch den Auftragnehmer zu beseitigen“, heißt in der Ausschreibung.

„Wir haben bereits gute Erfahrung mit Rahmenverträgen gemacht, etwa im Bereich Grünflächen oder bei der regelmäßigen Kontrolle der Kunstwerke im öffentlichen Raum“, erklärte Stadtsprecherin Christine Homann. „Je nach Größe rechnen wir damit, dass die Entfernung künftig ein bis vier Wochen schneller geschieht“, erklärt sie. Die Zeitspanne hat mit verschiedenen Ausschreibungsfristen zu tun, die ohne den Rahmenvertrag gelten. Da bei größeren Schäden auch die Reinigung teurer wird, sind manche Schmierereien bislang deutlich länger sichtbar.

Ab Juli soll der Rahmenvertrag gelten

Ab Juli sollen die Verträge für vier Jahre gelten. Über die geschätzten Kosten für die Entfernung wollte die Verwaltung auf Anfrage mit Verweis auf die laufende Ausschreibung keine Angaben machen.

Insgesamt 201 Kunstwerke und Denkmäler im öffentlichen Raum sind im Rahmenvertrag enthalten. Die Objekte sind in drei Risikoklassen für Vandalismus eingeteilt. In der Kategorie „hoch“ findet sich bei den Kunstwerken unter anderem die stählerne „Wasserharfe“ am Ufer des Schillerplatzes. Häufig beschmiert wird demnach auch die lange Backsteinmauer, die entlang der Fußgängertreppe von der Weinbergstraße hinauf zur Gregor-Mendel-Straße führt.

Brücken und Unterführungen werden kontinuierlich beschmiert

Auch die Reste der Berliner Mauer und andere Teile der früheren Grenzanlagen sind in der Liste erfasst. Einige Ingenieurbauwerke wie die Fußgängerbrücke über die Alte Fahrt oder die Lange Brücke samt Unterführungen sind aufgeführt, da diese „kontinuierlich“ beschmiert werden. Die Lärmschutzwand der Nuthestraße entlang des Babelsberger Parks ist ebenso aufgeführt. Allein dort rechnet die Verwaltung mit 250 Quadratmeter Schmierereien pro Jahr.

Von Peter Degener

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