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Potsdam Potsdamer Stadtkanal sorgt weiterhin für Diskussionen
Lokales Potsdam Potsdamer Stadtkanal sorgt weiterhin für Diskussionen
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23:55 21.11.2019
Im Moment überwindet man per Brücke nur Rasen. Quelle: foto: Bernd Gartenschläger
Innenstadt

„Wir wollen alle dafür sorgen, dass Potsdam eine lebenswerte Stadt bleibt“. Mit diesen Worten leitete Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) das 66. Stadtforum ein. Damit fand er vereinende Worte für ein Thema, das seit Jahren diskutiert wird. Die Rede ist vom Potsdamer Stadtkanal, in dessen Zeichen die Veranstaltung im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte stand.

Unter dem Thema „Der Potsdamer Stadtkanal – Wie geht es weiter?“ kamen am Donnerstagabend etwa 120 Leute in den voll besetzten Saal des Kutschstalls zusammen. Brigitte Faber-Schmidt, Geschäftsführerin des Hauses, moderierte durch den Abend. Die Veranstaltung, so Schubert, sei dazu da, darüber gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Er selbst habe eine „große Affinität zum Projekt“. Aber, auch das erklärte der Oberbürgermeister: „Das ist kein Projekt für die nächsten zwei Jahre“. Vielmehr müsse man einen Zeitraum von 30 Jahren ins Auge fassen.

Nächste Schritte weiterhin unklar

Das wollten nicht alle Anwesenden hinnehmen. Siegfried Benn vom Förderverein für die Wiederherstellung des Stadtkanals plädierte dafür, zumindest mit einem Teilabschnitt zeitnah anzufangen. Man müsse die Förderungen, die Land und Bund anbieten würden, nutzen. Dem pflichtete auch Willo Göpel vom Bauverein Potsdamer Stadtkanal von 1722 bei. Man könne beispielsweise mit der Kellertorbrücke oder einem Kanalabschnitt zwischen Heilig-Geist-Straße und der ehemaligen Berliner Brücke beginnen.

Bernd Rubelt, Baubeigeordneter der Stadt, verwies darauf, dass man im Umgang mit Fördermitteln sehr vorsichtig umgehen müsse. Es bedürfte noch weiterer Prüfung, bevor man weitere Schritte einleiten könne. Man müsse etwa den nachhaltigen Hintergrund des Projekts prüfen.

Würde der Kanal dem Klima helfen?

Um Nachhaltigkeit ging es auch beim Vortrag des Klimaforschers Jürgen Kropp. Dieser referierte, inwiefern Städte zu den veränderten Klimabedingungen beitragen können. Sein Fazit: Der Kanal könne tendenziell einen kühlenden Effekt haben. Jedoch sei noch dahingestellt, wie weitreichend dieser sei.

An dem Abend wurde auch nach Siegen und Kiel geschaut. Die beiden Städte hatten in den vergangenen Jahren ihre Gewässer in der Stadtmitte wiederhergestellt.

Lesen Sie hierzu auch:

https://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam/Stadtkanal-Potsdamer-Rathaus-laesst-Foerdermittel-ungenutzt

https://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam/Bekenntnis-zum-Potsdamer-Stadtkanal-gefordert

Von Johanna Apel

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