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Potsdam Potsdams OB Schubert für Notrufsäulen an Badeseen
Lokales Potsdam

Stadtverordneter will Notrufsäule am Groß Glienicker See.

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15:16 25.05.2021
So könnte das aussehen: Notrufsäule in Falkensee am Neuen See
So könnte das aussehen: Notrufsäule in Falkensee am Neuen See Quelle: Fotomontage: Volker Oelschläger/ DLRG
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Groß Glienicke

Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) möchte Notrufsäulen an mehreren unbewachten Potsdamer Badseen haben. In einem Facebook-Post begrüßte er am Dienstag einen Vorschlag des Stadtverordneten Andreas Menzel (BVV/Freiie Wähler), an der Groß Glienicker Badewiese eine solche Säule nach Falkenseer Vorbild aufzustellen, damit in Notfällen schnell Hilfe gerufen werden kann, auch wenn Badegäste kein Handy dabei haben.

Schubert versprach, den Vorschlag zügig zu prüfen und schlug vor, solche Notrufe auch an anderen Gewässern zu installieren, die ohne Bademeister sind, etwa am Baggersee im Wohngebiet Am Stern.

Stadtverordnete müssen entscheiden

Der Ortsbeirat Groß Glienicke unterstützt den Vorstoß Menzels, der dazu einen Dringlichkeitsantrag an die kommende Stadtverordnetenversammlung gestellt hat. Die Badestelle am Groß Glienicker See hat keinen Betreiber und ist keine städtische Einrichtung Potsdams.

Menzel zufolge soll die Säule an der so genannten Badewiese solarbetrieben und damit unabhängig vom Stromnetz sein. Der Antragsteller verweist auf solche Säulen in Falkensee als Beweis für die Nützlichkeit.

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„Eine Notrufsäule erhöht die Sicherheit der dort Badenden, da schnelle Hilfe geholt werden kann“, unterstreicht Menzel seinen Vorstoß: „Beim Ertrinken kommt es auf jede Minute an!“ Menzel hält die Investition für „bei gesundem Menschenverstand sinnvoll“, kann aber die Kosten nicht beziffern.

Notruf nutzt Solarstrom

Die Notrufsäulen in Falkensee sind etwa zwei Meter hoch und beziehen ihren Strom über kleine Solarpanele, die oben auf ihrer Kopfseite montiert sind. Wolfgang Kuklinski, Einsatzleiter bei der örtlichen Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), berichtet, dass die Björn Steiger Stiftung bereits 165 Notrufsäulen in ganz Deutschland aufstellen lassen hatte, es bis dato aber keine einzige im Land Brandenburg gab. Die ersten beiden kamen nach Falkensee an den Neuen See.

Wie Menzel gegenüber der MAZ berichtete, würde die Notrufsäule am Groß Glieniecker See rund 3000 Euro, das Fundament und Installation zusätzlich 1000 Euro kosten – plus Wartungskosten. Noch werden Spender gesucht.

Von Rainer Schüler