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Potsdam Stammbahn in Kambodscha
Lokales Potsdam Stammbahn in Kambodscha
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17:22 06.09.2013
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Potsdam/ Erlangen

Bei seiner Suche nach neuen Marken stieß der Sammler bei einer belgischen Internet-Auktion auf einen Briefmarken-Kleinbogen aus Kambodscha. Anbieter war ein Händler aus Israel. Klebes bot als einziger und ersteigerte das gute Stück für einen Euro.
Die Portokosten waren viel höher als die Briefmarke selbst. „Auf dem Unikat ist der Eröffnungszug der Berlin-Potsdamer Eisenbahn vom Oktober 1838 mit der Lokomotive Pegasus zu sehen“, erzählt Klebes der MAZ.

Diese Bahn, die sogenannte Stammbahn – fuhr demnach vor genau 175 Jahren zum ersten Mal zwischen den beiden Städten. „Es kommt oft vor, dass auf Briefmarken exotischer Staaten Bahnen sowie Lokomotiven europäischer oder amerikanischer Herkunft abgebildet sind“, erklärt Klebes. „Diese Staaten haben selbst oft keine eigene Eisenbahn.“ Drei Jahre nach den Kambodschanern brachte die Deutsche Bundespost Berlin zum 150-jährigen Bestehen der Bahnlinie eine Briefmarke heraus, die merkwürdigerweise genau das gleiche Motiv zeigt. Es ist der Berliner Bahnhof der Berlin-Potsdamer Eisenbahn. Berlins erster Bahnhof für die Strecke nach Potsdam. Er stand vor dem „Potsdamer Thore“ am Potsdamer Platz. Die Vorlage beider Marken ist ein Gemälde aus dem Bildarchiv der Stiftung „Preußischer Kulturbesitz“.

Günther Klebes machte uns bereits im Dezember 2012 auf eine kuriose Briefmarke aufmerksam: In Burundi ziert der Talent-2-Zug eine Briefmarke. Quelle: MAZ

Auf die Kuriosität der Eisenbahnnostalgie aus dem Jahr 1985 ist Günther Klebes erst vor ein paar Wochen gestoßen. Der 65-Jährige sammelt nach eigenem Bekunden begeistert „alles, was mit der Bahn zu tun hat – außer echten Lokomotiven“. Bei ihm zu Hause stehen Modelle und historische Uniformmützen (die sogenannten „Rotkäppchen“) neben zahllosen selbst geschossenen Fotos und Alben voll einschlägiger Telefonkarten und Briefmarken.

Daneben arbeitet der Schulbusfahrer ehrenamtlich bei der Bahnhofsmission. Als Hobby nennt er „Bahn fahren“, und selbst auf Hochzeitsreise ist er vor 30 Jahren mit dem Glacier- Express gefahren.
Vor gut zwei Jahren fuhr er gar im Führerstand eines ICE in Richtung Berlin, die Frau durfte derweil im Abteil auf ihn warten.

Von Jürgen Stich

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