Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Straßenfußball: Fairer Kick der Flüchtlingsteams auf dem Potsdamer Luisenplatz
Lokales Potsdam Straßenfußball: Fairer Kick der Flüchtlingsteams auf dem Potsdamer Luisenplatz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:33 28.09.2019
Auch die Bornstedter Kickers stellten Teams beim Straßenfußball am Luisenplatz. Quelle: Varvara Smirnova
Innenstadt

Kurz vor dem Ende der Interkulturellen Woche 2019 zieht Potsdams Integrationsbeauftragte Magdolna Grasnick eine positive vorläufige Bilanz. Die Veranstaltungen seien grundsätzlich sehr gut besucht gewesen, sagte sie am Rande des Straßenfußballturnier für Geflüchtete am Sonnabend auf dem Luisenplatz: „Ich habe nicht nur den Kern der Akteure gesehen, sondern auch viele neue Gesichter. Ich erkenne eine positive Wahrnehmung bei den Bürgern und in der Verwaltung, wie vielfältig Potsdam geworden ist.“

Platz und Tore sind klein beim Straßenfußball. Quelle: Varvara Smirnova

Allein beim Straßenfußball beteiligten sich 20 Teams mit zusammenmehr als 80 Kickern aus allen Potsdamer Wohnheimen sowie aus Unterkünften in Eberswalde, Wünsdorf und Doberlug-Kirchhain. In Vierer- oder Fünferteams – sie trugen mit unter die Namen „Unser Spaßverein Potsdam“, „Die 3 lustigen 2 Goldbärchis“ oder „Männer mit Perspektive“ – spielten sie in Fünf-Minuten-Partien auf drei kleinen, hoch eingezäunten Spielfeldern.

Spieler setzen Fairplayregeln ohne Schiedsrichter um

„Wir sind super zufrieden mit der Resonanz“, sagte Projektkoordinator Marcus Penke von der Brandenburgischen Sportjugend. Im Aktionsturnier lernten die Spieler an diese spezielle Spielform kennen, bei der es keine Schiedsrichter gibt, sondern die Spieler die Fairplay-Regel selbst vereinbaren und durchsetzen – dafür gibt es zusätzliche Punkte. Ziel ist es, sie für den Sport in Vereinen zu begeistern.

Fairplay-Pokal für das Team von „Wildwuchs 1“

Bei den Kindern bis 14 Jahre gewann „Barcelona Handelshof“ vor „Lerchensteig 1“. Bei den Älteren siegten die Bornstedter Kickers vor „Unser Spaßverein Potsdam“ und „Straßenkickers“. Fairplay-Sieger wurde „Wildwuchs 1“.

Gefördert wurde das Projekt aus dem Programm „Integration durch Sport“ beim Landessportbund. „Es geht uns um die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungshintergrund in den Sport“, erklärte Programmleiter Uwe Koch, „gleichzeitig sensibilisieren wir die Sportvereine für das Thema und beraten sie.“

Förderfonds mit 250.000 Euro jährlich

Er schätze den Migrantenanteil unter Sportvereinsmitgliedern auf fünf Prozent – bei einem Anteil von zehn Prozent der großen Gruppe der Menschen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung. Und er weiß, dass es außer der großen Hilfsbereitschaft auch Widerstand und Ablehnung gegenüber der Integration gibt. „Da entstehen Konflikte. Deshalb beraten wir die Vereine auch bei der interkulturellen Verständigung und wollen Mut machen“, sagt Koch.

Das Programm hat einen Förderfonds über 250.000 Euro für Projekte und fördert zusätzlich Veranstaltungen. Etwa 1000 Ehrenamtliche sind dabei, etwa als Übungsleiter oder Helfer. Davon hat die Hälfte selbst einen Migrationshintergrund.

Von Alexander Engels

Der Verkehrsbetrieb übernimmt alle Mobilitätsfragen im Potsdamer Hauptbahnhof. Das Reisezentrum der Deutschen Bahn schließt und wird zur „Mobi-Agentu“ umgebaut, die Zug- und Nahverkehrstickets anbietet sowie Touristen informiert.

28.09.2019

Der tschechische Roman „Nationalstraße“ berichtet vom rechtsradikalen Außenseiter Vandam, am Hans-Otto-Theater wird seine Vita konzentriert und ohne Kitsch erzählt – nur in Monologen

29.09.2019

Die neuen Namen für die wiedererstehenden historischen Straßen am Alten Markt in Potsdam sind in der Kritik. Der Kulturausschuss hatte sich für drei Frauennamen ausgesprochen. Dagegen sind nun die Initiative Mitteschön und die CDU Potsdam-West.

28.09.2019