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Potsdam Streit um Uferweg am Tiefen See
Lokales Potsdam Streit um Uferweg am Tiefen See
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19:12 07.08.2018
Gesperrter Uferweg am Groß Glienicker See. Am Grundstück der Villa Tummeley verhindert ein Bauzaun den Durchgang . Quelle: Bernd Gartenschläger
Berliner Vorstadt

Im Streit um den ankündigten Verzicht auf eine mögliche Verlängerung des Uferwegs am Tiefen See dringt die SPD auf eine rasche politische Lösung. Oberbürgermeisterkandidat Mike Schubert erklärte am Dienstag: „Auch wenn der Uferweg Teil eines gültigen und nicht mehr anfechtbaren Bebauungsplanes ist und der Weg an der Villa Tummeley vertraglich gesichert ist, kann ich jeden verstehen, der nach den Erfahrungen mit Potsdamer Uferwegen lieber gleich ein Stück mehr Weg umsetzen will, als auf die Umsetzung des ganzen Weges zu warten.“

Wie berichtet, will die Stadt auf die Verlängerung des 600 Meter langen Uferweges der Schiffbauergasse um weitere 100 Meter über das Grundstück der Villa Tummeley verzichten, bis auch die Öffnung der nächsten Grundstücke bis zum mehrere 100 Meter entfernten Aldi-Markt verfügbar sind. Man wolle die Besucher nicht in eine Sackgasse führen, hatte Rathaussprecherin Christine Homann auf MAZ-Anfrage erklärt. Ihre Mitteilung sorgte bei Bürgerinitiativen, aber auch bei den Oberbürgermeisterkandidaten von Grünen, Linken und Anderen für Kritik. „Die Stadt sollte jede Gelegenheit nutzen, den Uferweg zu verlängern“, forderte Walter Raffauf von „Griebnitzsee für Alle“. Matthias Frey von „Freies Groß Glienicker Ufer“ nannte die Sorge vor einer Sackgasse eine „Schutzbehauptung“. Janny Armbruster (Grüne) fragte, was der Landschaftsplan zur Schaffung eines durchgängigen Uferweges überhaupt wert sei, wenn die Stadt an einer Stelle mit klarer Rechtslage Verzicht übt.

Schubert sagte, „eine Verständigung im Bauausschuss zu weiteren Teilabschnitten sollte gleich nach der Sommerpause erfolgen“. SPD-Kreischef David Kolesnyk erklärte: „Kein Uferweg wird aufgegeben.“ Die SPD stehe „zur weiteren Umsetzung der Zugänglichkeit der Ufer in Potsdam. Das gilt für den Griebnitzsee, in Groß Glienicke, die Speicherstadt und die Berliner Vorstadt gleichermaßen.“ Kritik äußerte Kolesnyk an CDU-OB-Kandidat Götz T. Friederich. Der forderte zum Uferweg für die Berliner Vorstadt: „Eine grundsätzliche Planung aufsetzen und prüfen, ob und inwieweit ein derartiger Uferweg überhaupt insgesamt realisiert werden kann.“ Kolesnyk sagte: „Es verwundert, dass die CDU trotz bestehender Konzepte immer nach neuen grundsätzlichen Masterplänen ruft, ohne selbst mal Position zu beziehen. Will ihr Kandidat vor der Oberbürgermeisterwahl nicht verraten, wo er steht?“

Von Volker Oelschläger

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