Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Verkehr so laut, „als ob ein Maschinengewehr schießt“
Lokales Potsdam Verkehr so laut, „als ob ein Maschinengewehr schießt“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:06 03.04.2018
Ursula Grothe, Alfred Herrmann, Gerhard Grothe und Horst Schuppe (v.l.n.r.) an der Einfahrt von der Ketziner zur Döberitzer Straße. Quelle: Volker Oelschläger
Potsdam-Fahrland

Bis zum Bau der Siedlung an der nahen Gartenstraße war Ruhe auf dem Feldsteinpflaster der Döberitzer Straße in Potsdam-Fahrland. Doch 2014 kamen die Baufahrzeuge. Dann die Linienbusse. Und schließlich die neuen Nachbarn. „Der Lärm ist extrem, der Verkehr ist extrem“, sagt Gerhard Grothe (68), der seit 45 Jahren hier wohnt: „Wenn sie hier morgens durchfahren, klingt das, als ob ein Maschinengewehr schießt.“ Sein Vorschlag: „Eine Sackgasse. Dann wäre Ruhe.“

An der Wohnzimmerwand haben Grothes eine Luftaufnahme der Döberitzer Straße, die kurz nach dem Mauerfall entstand. Mit ihrem Haus sind sie auf ihrer Straßenseite noch völlig allein. Keine Nachbarn. Nur Felder und der Ausläufer einer Apfelbaumplantage. „Mit der Eingemeindung 2003 fing das Elend an“, sagt Ursula Grothe (65): „Heute finden sie niemanden mehr aus dem alten Dorf, der sagen würde: Ich fühle mich wohl hier.“

Anwohner wenden sich mit Unterschriftenliste ans Rathaus

Die gelernte Gärtnerin arbeitete nach der Wende bei einem Bildungsträger in Babelsberg: „Jeden Tag bin ich mit dem Fahrrad da hin, wenn es nicht gerade fünf Grad Minus waren.“ Ein Großteil des Durchgangsverkehrs seien Eltern aus der Gartenstraße, die ihre Kinder über die Döberitzer Straße als Abkürzung in die Regenbogenschule bringen. „Wir haben es immer ruhig gehabt hier“, sagt die Alt-Fahrländerin mit Tränen in den Augen: „Jetzt würde ich am liebsten wegziehen.“

Im November haben sich die Anwohner mit einer Unterschriftenliste ans Rathaus gewendet. Eine Forderung: „Einrichtung als verkehrsberuhigte Zone.“ Auf MAZ-Anfrage teilte die Verwaltung mit: „Ein erhöhtes Verkehrsaufkommen“ sei „immer zu erwarten, wenn ein neues Wohngebiet über die öffentliche Straßen angebunden“ werde. Die Döberitzer sei bereits 2006 als „Haupterschließungsstraße“ eingestuft worden.

Die von den Anwohnern geforderte Verkehrsberuhigung wäre „bis zu einem notwendigen Gesamtneubau der Verkehrsanlage wirtschaftlich nicht sinnvoll. Es sind daher auch keine verkehrsberuhigenden Maßnahmen geplant“. In einem Schreiben an die Anwohner hieß es hingegen, die Einrichtung einer verkehrsberuhigten Zone sei „nicht möglich“, weil die „erforderlichen Beschlüsse durch die Stadtverordneten“ fehlten. Auf Drängen der Anwohnern soll es nun einen Vor-Ort-Termin mit Rathaus-Mitarbeitern geben.

Von Volker Oelschläger

Potsdam Polizeibericht aus Potsdam - Feuer beschädigt Jacht in Krampnitz

Die Wassersportsaison fängt gerade erst an und das Schiff war noch nicht mal im Wasser und doch wäre der Freizeitspaß für einen Bootsbesitzer am Samstagabend beinahe vorbei gewesen.

02.04.2018
Potsdam Polizeibericht aus Potsdam - Hotelgast betrunken im Zimmer gefunden

Längst hätte der Hotelgast auschecken sollen, aber er kam einfach nicht zur Rezeption. Am Samstagnachmittag öffneten dann Hotelangestellte das Zimmer des Gastes. Er war völlig betrunken. Die Polizei wurde gerufen – und konnte dann immerhin einen Vermisstenfall aufklären.

02.04.2018
Potsdam Potsdam und Umland - Zehn Menschen werden vermisst

Die Polizei sucht in Potsdam, Werder, Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf derzeit nach drei Erwachsenen und sieben Jugendlichen. Der älteste Fall liegt drei Jahre zurück. So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich sind auch die Gründe, weshalb Menschen verschwinden.

03.04.2018