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Potsdam Tierschutzverein streitet mit Potsdam
Lokales Potsdam Tierschutzverein streitet mit Potsdam
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00:25 19.04.2015
Chef des Tierschutzvereins Niklas Wanke  Quelle: Christel Köster
Potsdam

 Zwischen Stadt und Tierschutzverein (TSV) ist ein Streit um die Ausschreibung der Fund- und Verwahrtierbetreuung für drei Jahre entbrannt. Der (TSV) dementierte am Donnerstag, dieser Frist zugestimmt zu haben. Vereinschef Niklas Wanke: „Der TSV hat sich zu keinem Zeitpunkt für eine längerfristige Vergabe ausgesprochen, sondern direkt nach Bekanntwerden der Mitteilungsvorlage“, mit der die Modalitäten in der MAZ veröffentlicht wurden, „seinen auch schon früher geäußerten Wunsch einer kürzeren Vergabe unmissverständlich bekräftigt.“

Ordnungsdezernentin Elona Müller-Preinesberger hingegen sagte am Mittwoch im Hauptausschuss, die drei Jahre seien mit dem TSV abgestimmt. Wanke habe selbst erklärt, der Verein, der an der Michendorfer Chaussee ein Tierheim für Potsdam errichten will, sei erst 2019 in der Lage, sich an einer Ausschreibung zu beteiligen. „Man kann sich nur beteiligen, wenn man etwas hat, womit man sich beteiligen kann“, so die Dezernentin. Wanke wies auch das zurück: „Ich bin zu keinem Zeitpunkt zu Fragen dieser Ausschreibung konsultiert worden.“

Wie berichtet, gab es im Hauptausschuss am Mittwoch teils empörte Reaktionen auf die über die MAZ bereits öffentlich geäußerte Kritik Wankes an der Drei-Jahres-Frist. SPD-Fraktionschef Mike Schubert erklärte, dass der TSV das Einverständnis mit der längeren Frist nicht nur in Verhandlungen, sondern auch im Tierheimbeirat „signalisiert" habe. Deshalb habe ihn die Kritik „überrascht“, so Schubert: „Bisher gab es ein völlig anderes Signal.“ Wanke erklärte am Donnerstag, dass er gar nicht Mitglied des Tierheimbeirats sei. Auch TSV-Aktivistin Susanne von Preußen, die mit dem Mandat der Potsdamer Demokraten im Beirat war, bestritt solche Äußerungen.

Carsten Linke (Die Andere) sagte im Hauptausschuss, es gehe bei der Ausschreibung „um das Tierwohl und nicht um das Wohl des TSV“. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) sagte, er sei „es leid, das Handeln der Verwaltung ausschließlich von diesen Launen abhängig zu machen“. Der Ausschuss folgte seiner Empfehlung, der Ausschreibung für drei Jahre zuzustimmen.

Linke-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfen sagte am Donnerstag, er fordere eine Wiederholung der Abstimmung, weil sie „unter falschen Voraussetzungen“ stattgefunden habe.

Von Volker Oelschläger

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