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Potsdam Studie für die Zukunft der Innenstadt
Lokales Potsdam

Studie für die Zukunft der Potsdamer Innenstadt

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18:11 29.01.2021
Potsdams Innenstadt, hier die Brandenburger Straße, soll modellhaft entwickelt werden.
Potsdams Innenstadt, hier die Brandenburger Straße, soll modellhaft entwickelt werden. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Wie soll sich Potsdams Innenstadt entwickeln? Das ist Gegenstand einer Strategiestudie, für die es am Freitag ein Auftaktgespräch der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt und des Büros für städtische Konzepte Urbanizers gab. Auf eine vertiefende Untersuchung der Innenstadt hatte sich die Verwaltung mit dem Handelsverband Berlin-Brandenburg und der Industrei- und Handelskammer Potsdam verständigt.

„Wir haben zugesagt, uns noch intensiver mit der künftigen qualitätvollen Entwicklung unserer Innenstadt zu befassen. Ich freue mich, dass mit der Untersuchung jetzt auch trotz der schwierigen Rahmenbedingen begonnen wird“, sagt Oberbürgermeister Mike Schubert.

Büro mit viel Erfahrung

Bei der Ausschreibung im vergangenen Jahr hatte sich das Büro Urbanizers durchgesetzt. Das Büro hat in der Vergangenheit bereits vergleichbare Projekte in Städten wie Berlin oder Köln begleitet. „Die Herausforderung und der Reiz liegen in Potsdam für uns darin, die vielfältigen Qualitäten der Innenstadt mit unterschiedlichen Akteuren integriert zu betrachten. Ein Leitbild gerade für eine Landeshauptstadt geht dabei über Einzelhandel und Tourismus weit hinaus. Potsdams Innenstadt hat eine kaum zu übertreffende Lagegunst und Vielfalt, die es behutsam aber auch klar akzentuiert für die Zukunft zu entwickeln gilt“, sagt Gregor Langenbrinck einer der beiden Geschäftsführer von Urbanizers.

„Innenstädte stehen schon seit Längerem in Konkurrenz zum wachsenden Onlinehandel. Die aktuelle Situation zeigt das besonders. Die Innenstadt Potsdams ist zudem mehr als nur eine Einkaufs-Innenstadt. Sie ist identitätsstiftender Ort nach innen und außen. Die künftige Entwicklung unserer Innenstadt kann nur gemeinsam mit allen Akteuren gelingen. Daher brauchen wir eine Strategie, die den zukünftigen Nutzungsanforderungen an unsere Innenstadt gerecht wird und die von allen Beteiligten mitgetragen wird“, sagt Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt. „Besonders freut mich, dass wir durch unsere angekündigte Untersuchung bereits eine gute Aufmerksamkeit erlangt haben und unter anderem die in Hamburg ansässige Stiftung ,Lebendige Stadt‘ als Partner gewinnen konnten.“

Telefoninterviews statt Auftaktveranstaltung

„Unsere Stiftung möchte dazu beitragen, die Vielfalt und Lebendigkeit der Innenstädte zu erhalten. Dazu haben wir mit Potsdam und Bochum zwei Partnerstädte gewonnen, deren Maßnahmen zur Innenstadtgestaltung Modellcharakter für andere Kommunen haben sollen“, sagt Alexander Otto, Gründer und Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung.

Die Auftaktveranstaltung für die Studie mit allen Beteiligten wird pandemiebedingt nicht wie geplant stattfinden können. Die Akteure, darunter die Händlervertreter, sollen über telefonische Interviews einbezogen werden. „Wir hoffen sehr, die ersten Zwischenergebnisse dann im Laufe des Frühjahres in großer Runde diskutieren zu können. Unser Ziel ist, die Studie zügig voranzutreiben, auch, um gute Grundlagen für einen Neustart nach der Corona-Pandemie zu haben“, erläutert Wirtschaftsförderer Stefan Frerichs.

Von MAZonline

29.01.2021
29.01.2021