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20:56 24.08.2017
Maximilian Falk (17) aus Österreich möchte am HPI in Potsdam studieren. Quelle: Bernd Gartenschläger.
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Grienitzsee

Algorithmen entwickeln statt chillen am See. So verbringen 40 Jugendliche seit Mittwoch ihre Ferien. Am Hasso-Plattner-Institut (HPI) auf dem Campus Griebnitzsee lernen sie, Daten zu analysieren und Systeme zu programmieren. Zum siebten Mal veranstaltet das HPI ein Sommercamp, das jedoch nicht nur der reinen Wissensvermittlung dient. „Die Schüler sollen den Campus und unseren Studiengang IT-System Engineering kennen lernen“, sagt HPI-Sprecherin Betina-Ulrike Thamm.

Unter den 40 Jugendlichen sind auch zwei internationale Schüler. Einer von ihnen ist der 17-jährige Maximilian Falk aus Niederösterreich. Die Matura hat er im kommenden Jahr zwar erst noch vor sich. Er weiß aber schon ganz genau, wohin es nach der Schule gehen soll. Das HPI steht bei ihm hoch im Kurs. „Im Sommercamp möchte ich den Campus und die Umgebung kennen lernen“, sagt er bei seinem ersten Besuch in Potsdam.

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Auflockerungsübungen zwischen den Praxisphasen an den Computern. Quelle: Bernd Gartenschläger

Der Traumberuf von Maximilian Falk lautet wie bei vielen anderen Sommercamp-Teilnehmern Softwareentwickler. Am liebsten bei einem Firmengiganten wie Microsoft oder Apple. Während des Camps wird den Jugendlichen jedoch erst einmal grundlegendes Wissen vermittelt. Am Mittwoch, dem ersten Projekttag, lernten sie beispielsweise die Programmiersprache Python kennen. Donnerstag bekamen sie ihre erste Aufgabe, die sie stets in Teams lösen.

Unter dem Themenschwerpunkt „Machine Learning“ beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler bis zum Sonntag mit praktischen Software-Problemen. In einer der ersten Aufgaben erhielten sie beispielsweise einen Datensatz mit Angaben zu den Passagieren auf der Titanic. „Anhand der vorhandenen Daten sollen die Schüler dem Computer beibringen, vorherzusagen, welche der Passagiere überleben und welche nicht“, erklärt HPI-Sprecherin Thamm. Das Thema „Machine Learning“ wird später auch im Bachelor-Studium behandelt. Die Quote der Sommercamp-Teilnehmer, die tatsächlich am HPI studieren, sei groß, erklärt sie.

Das Sommercamp wird inzwischen von Studenten organisiert, die selbst als Schüler an der Veranstaltung teilnahmen. „Das Camp vor vier Jahren hat mich überzeugt, mich hier anzumelden“, erzählt die 20-jährige Studentin Isabel Amon.

Sie kommt wie der 17-jährige Maximilian Falk aus Österreich und gibt nun ihre Erfahrungen aus den ersten Studiensemestern weiter. „Die Mischung aus Praxis und das Feeling auf dem Campus macht das ganze Studium am HPI aber auch das Sommercamp aus“, sagt sie.

Von Victoria Barnack

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